Samstag, 22. September 2012

Heilungsfortschritt und Heilungsfrust

So ... nach einer Woche (pflanzlichem) Antibiotika, Sexentzug (mein Schatzi macht "Urlaub") und einer kurzzeitigen Zink-Kur darf ich verkünden, dass meine Heilung nochmal einen Sprung nach vorne gemacht hat :o)

Besonders freue ich mich darüber, dass jetzt alles zu mindestens 95% voll berührungsempfindlich ist, also keine tauben Stellen mehr vorhanden sind, und zumindest die eine Schamlippe schonmal komplett Schmerz- und Reizlos verheilt bzw. angewachsen ist.
Man glaubt nicht, was für einen Vorteil das für das Sitzvermögen hat ;o)

Außerdem hat sich die Harnröhre auch wieder nochmal ein Stückchen weit erholt. Sie ist noch einmal etwas abgeschwollen, und brennt auch nicht mehr und das Wasserlassen klappt wieder super.

Hierzu muss ich aber sagen, dass das vermutlich in erster Linie am kein Sex liegt (hab davon Schwellungen und Probleme beim Wasserlassen bekommen ...), von daher glaube ich, wird es mir ganz gut tun, ab Oktober Studiums-bedingt nur eine Wochenendbeziehung zu führen...

Und auch so muss ich gestehen, diese Zwangspause stört mich nicht so sehr, immerhin habe ich endlich mal wieder Zeit an meinem Romanstück weiter zu schreiben, oder mal aufzuräumen, in Ruhe die Wäsche zu machen ... oder wie gestern mal den ganzen Abend Medizin-Wirtschaft-Kultur-Dokus zu schauen *g*
Aber ich freue mich natürlich auch schon darauf jemanden wieder zu haben :o)

... So liegen Freud und Leid eben mal wieder dicht auf dicht beisammen ...

Hinzu kommt, dass der Professor, der mich operiert hat, die Empfehlung ausgesprochen hat, ich solle mich mal wieder vorstellen, da vermutlich nochmal etwas an der Harnröhre weggeschnitten werden müsste ...
Ich denke es wäre aber das beste, ich lasse das ganze erstmal bis nächstes Jahr in Ruhe, und schaue dann. Es wird wohl ohnehin darauf hinaus laufen, dass ich vielleicht noch eine OP benötige, oder machen lassen möchte ... aber das kann ich erst entscheiden, wenn die Heilung abgeschlossen ist.

Aber wie ich jetzt so denke, wird das noch ein Weilchen dauern ... mindestens bis nach Weihnachten ... wobei man ja sowieso für die komplette Heilung mindestens ein Jahr abwarten muss ...

Freitag, 14. September 2012

Techtelmechtelechtel

Auf besonderen Wunsch hin, veröffentliche ich hiermit mal knapp ein weiteres Kapitel in meiner Lebens- und Leidensgeschichte, die durch eine OP auf wundersame Art und Weise an Horizont gewonnen hat, im positiven Sinne.

Einiges vorneweg:
Die große OP ist jetzt über ein halbes Jahr her (7 Monate), und auch die Nach-OP bereits über 2 Monate. Das Wundgebiet ist alles andere als verheilt, gibt sich aber einer guten Tendenz hin, die zu immer angenehmeren Erlebnissen führt. Kurzum: Es heilt und fühlt sich immer besser an!

Worüber ich aber eigentlich schreiben wollte, ist die Tatsache, dass ich in der letzten Woche zum ersten mal Geschlechtsverkehr damit hatte. Da fragt man sich doch glatt: Wie war es? Ich antworte: Eigentlich ziemlich unspektakulär, nicht so sehr viel anders als mit einem Dildo (nur viel besser), aber auch nicht so auf die Art, dass es mich umgehauen hätte ;o)
Sprich: Es war in Ordnung, und ich würde es jederzeit wieder tun. (Denn so doof es klingt, es macht Lust auf mehr, und das verdammt gut.)

Bevor ich jetzt aber zugebe nymphoman zu werden, muss ich einlenken und dazu sagen, dass es mir dennoch am richtigen Gegenpart für fehlt ;o)

Aber da mache ich mich nicht verrückt, es wird sicher irgendwann soweit sein. Und solange habe ich ja bereits einen lieben Menschen gefunden, der zwar weniger Gegenpart, aber umso mehr Kuschelpart ist, und dahingehend meine Bedürfnisse schonmal ziemlich gut abdeckt ;o)

Hdgdl ♥ Schatzi

;o)

Mittwoch, 5. September 2012

Studiumsalbtraum?

Es ist nun schon September ... die Zeit verging wie im Flug, und ich hatte rational geplant im Oktober wieder anzufangen zu studieren ...

Die Betonung liegt hierbei auf rational geplant. Meine Emotionen spielen nämlich mal wieder nicht wirklich mit, was heißen soll, ich bin mal wieder in einem netten Tief gefangen, und empfinde die vor mir liegenden Herausforderungen als viel viel viel zu große Hürden.
Na super, dabei ist das alles rational kein Problem! Doch wer sagt das bitte mal meinen Emotionen?

Es fing ja alles schon im Frühling damit an, dass ich keinen Plan hatte, was genau ich nun studieren sollte. Ich wusste nur, was interessant ist, was zu schwer ist, oder später brotlos sein wird. Also habe ich mich mit einer breiten Palette an Fächern beworben, um dann Anfang August wieder vor der quälenden Entscheidung zu stehen, was ich studieren sollte.
Nun denn, es hat sich dann herauskristallisiert, dass Japanologie so ziemlich genau meine Wellenlänge ist, und es auch gute Job-Aussichten bietet, wenn mir nur der Spaß nicht abhanden kommt, und ich mein Small-Talk-Japanisch auf professionelles Niveau heben kann. Mit Englisch hab ich das auch in wenigen Jahren geschafft (In Klasse 9 noch eine 4 in Englisch, wurde daraus dann Leistungskurs Note 2-3 und Universitätsnote 1).

Hierfür hab ich mich dann auch mit der Japanischlehrerin getroffen, um mein Sprachniveau zu beurteilen, und ob ich vielleicht in einen höheren Sprachkurs einsteigen kann. Also hab ich die Prüfung des 2. Semesters geschrieben, und da aber recht schnell meine wissentlichen Schwachstellen gefunden: Vokabeln, Schriftzeichen. Wie immer, natürlich mein Problem Nr. 1 bei Sprachen. Ich lerne Vokabeln nur aus dem Kontext. Pauken klappt also nicht, ich muss nur ganz ganz viel lesen und hören.
Meine Grammatik bzw. der Satzbau dagegen war top, und sogar noch höher im Niveau. Was mir aber nichts nützt, wenn mir die Worte fehlen ... ^^

Soweit so gut, hatte ich das dann auch abgehakt und mich für das erste Semester entschieden. Wobei ich da schon sehr stark mit meinen Emotionen zu kämpfen hatte; nachdem ich den Test geschrieben und alle meine Erwartungen an der Realität zerplatzt waren, habe ich mehrere Tage gebraucht, um überhaupt wieder auf die Beine zu kommen.

Und so geht es mir jetzt mit der anstehenden Wohnungs-/WG-Suche ebenfalls ... Ich weiß nicht, was mich behindert, was mich derart aufwühlt und zu Boden zieht, ich weiß nur, DASS es das tut. Und zwar ziemlich erfolgreich.
Natürlich habe ich gleich nachdem ich die vorläufige Imma-Bescheinigung hatte einen Antrag beim Studentenwerk eingereicht, allerdings bis heute keine Antwort außer "Vielen Dank für Ihre Bewerbung" erhalten. Super. Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, habe ich auch erst dieses Wochenende angefangen mich nach Alternativen, sprich: WGs, umzusehen.

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es nicht mehr so viele so gute im Pool gibt, und von einigen habe ich bisher auch nichtmal eine Antwort erhalten. Mit 2 WGs habe ich immerhin schon einen Besichtigungstermin für nächste Woche ausgemacht, die jetzt aber auch noch nicht bestätigt wurden, also vollendet wurden, da ich nicht weiß wo ich genau klingeln soll. Und überhaupt, beginnt mir das über den Kopf zu wachsen.

Denn wer diesen Blog verfolgt wird wissen, dass ich manchmal leicht sozialphobisch reagiere, gerade wenn ich im Stress bin. Wobei leicht manchmal ein wenig untertrieben ist. Kurzum: Ich fühle mich down, als wenn mir nichts gelingt, als wenn ich nichts schaffen kann, als wenn ich einfach nicht kann. Ich spüre eine Blockade, wie eine Mauer direkt vor mir, die ich nicht überwinden kann, es ist als wenn meine Emotionen einfach blocken, mich blockieren, und damit handlungsunfähig machen, paralysieren.

Und dann muss ich mich abschotten, von der Welt, von Menschen, von allem. Ich möchte dann einfach nur eine Pause, einfach nur Zeit haben um mich zu beruhigen, zu festigen, auszuharren, bis sich das Problem verflüchtigt hat.
Ich bin wie ein Mümmeltierchen, dass sich in seinem Bau verkriecht, den Bauch vollstopft und dann Winterschlaf macht.

Aber wieso sind all die Erwartungen so schwer? Wieso der Druck auf mich so groß? (Vor allem von meiner Seite aus.)

Wenn es mir gut geht, schaffe ich das alles spielend, ich schaffe es nur nicht, meine Emotionen gut zu halten. Wenn die Herausforderungen zu groß sind, knicke ich einfach ein, wie ein Blütenstengel, wenn sich jemand darauf legt.

Nur, ich kann es niemandem zeigen, nicht um Hilfe bitten, weil ich auch keine Lösungen sehe, die funktioniert.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. In solchen Momenten möchte ich einfach nur weg.

Der Berg ist zu hoch, der Hang ist zu steil, die Abhänge sind zu vielzählig, meine Kräfte zu schwach.