Dienstag, 31. Juli 2012

Kleine Spuren, große Details

Dieser Blogpost hier wird mal nach gewisser Zeit wieder ein grundweg positiver sein :)

Ich hatte ja zuletzt geschrieben, dass mich eine Harnröhrenentzündung plagt und die Heilung sich dadurch ziemlich verzögert. Nun –– ich kenne diesen Zustand ja schon von der ersten, großen OP im Februar. Danach hatte ich auch lange Zeit so ein schwaches Brennen in der Harnröhre, und wie mein Urologe hier jetzt auch, haben die Ärzte das als Normal und nicht behandlungs-bedürftig eingestuft.
Daher hatte ich damals auch nichts getan, obwohl ich das Gefühl hatte ich müsse etwas tun. Schließlich, da es nicht besser wurde, und die Heilung auch keinen Millimeter voran kam, habe ich schließlich eine kurze Kur mit pflanzlichem Antibiotika (z.B. Angocin –– Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel) gemacht –– und siehe da! Innerhalb kürzester Zeit ging das Brennen weg und die Heilung schritt endlich weiter voran!
Und nun habe ich also die selbe Methode erneut angewandt, nur eben schon beizeiten, aber eben mit nicht geringer gutem Erfolg! :)

Die Harnröhre ist weiter abgeschwollen, tut viel weniger weh, es brennt auch überhaupt nicht mehr, und vor allem ist sie wieder frei wie vor der Nach-OP, es fließt also 1A :)
–– Man glaubt, bis man es selbst erlebt hat nicht, wie elementar es ist richtig Wasserlassen zu können!

Zudem ist die offene Narbe auch weiter zugewachsen und abgeschwollen. Da mache ich mir im Moment überhaupt keine Sorgen mehr. Ich desinfiziere sie täglich und schmiere fast jeden Tag Dexpanthenol darauf.
Und ich denke, das wird in wenigen Wochen geschlossen und verheilt sein.

Meine größte Sorge ist ja, dass die wieder aufreißt, –– allerdings habe ich mir inzwischen folgende zwei weiche und süße Dingsis gegönnt ...

Silikon-weiche Vibe Therapy. Empfehlenswert! (Das Kätzchen auch!!!)
Damit wird mir hoffentlich nichts mehr einreißen, und –– ganz ehrlich, sie fühlen sich viel besser an als meine etwas härteren –– allerdings sind sie auch um eine Ordnung größer, was der Sache aber keinen Abbruch tut, da ich selbst mit dem härteren Modell nur 2-3 Anwendungen gebraucht habe, um Schmerzlos den jeweils 0,5 cm dickeren zu verwenden (obgleich das letzte mal 6 Wochen her war) –– man sollte also nie Panik schieben ^^

Und zu guter Letzt bin ich auch richtig glücklich, dass ich endlich wieder so ziemlich ohne jegliche Schmerzen meiner Sexualität fröhnen kann (das kann schon eklig werden, wenn man das nicht kann), nur die Schwellungen stören dabei noch sehr –– aber da bin ich tendenziell positiv zu eingestellt, nach der großen OP ging das auch ziemlich gut zurück, mit der Zeit.
–– Außerdem habe ich festgestellt, dass meine Drüsen wohl wieder immer besser arbeiten und die Östriol/Milchsäure-Kur fantastisch funktioniert :P :) ^^ Fühlt sich einfach gut an :)

Dienstag, 24. Juli 2012

Harnröhrenentzündung und sonstiger Mega-Frust

So, nun ist es mal wieder soweit: Ich kann erneut nicht schlafen, wälze mich mit einem quälenden Gedanken zum nächsten ... Es gibt auch mehrere Dinge, die mich fuchsen und nerven und frustrieren!

Zum einen hat sich meine Harnröhre (Urethra) erneut entzündet: Ist gerötet, brennt beim und auch unabhängig vom Wasserlassen , und geschwollen ist sie sowieso seit der NachOP.

Daher habe ich begonnen eine Stoßtherapie mit pflanzlichem Antibiotika zu machen (Angocin: Kapuzinerkresse und Meerrettich). Nach der ersten OP hat es mir sehr gute Dienste geleistet, da die Harnröhre erst danach begann abzuschwellen.
Soweit so gut hat bisher (1. Tag) auch schon das Brennen komplett abgenommen, allerdings kommt es mir so vor, als wäre die Schwellung stärker und Wasserlassen unregelmäßig schwerer geworden.
Ich hoffe aber, da wird sich innerhalb der nächsten Woche eine Besserung einstellen! Ansonsten bin ich in 3 Wochen auch wieder beim Urologen angemeldet ...


Bei der 1. OP hat es schließlich auch 4 Monate gedauert, ehe es abgeschwollen war, bisher sind gerade mal 1 Monat seit der NachOP vergangen ...

Und wenn mich das nicht schon genug frustrieren würde, so habe ich inzwischen ein ziemliches Problem mit dem Bougieren... *seufz* *ärger*
Nach der NachOP hatte ich ja, vor allem da ich eine offene Narbe direkt am Scheideneingang habe aus Vorsichtsmaßnahmen nur den "dünneren" Vibrator dafür genutzt, den ich naturgemäß nicht ewig verwenden kann.

Vor der OP hatte ich absolut keine Probleme den "dickeren" zu benützen, was sich jetzt aber innerhalb der nur 5 Wochen schlagartig geändert hat, denn: Ich komme keinen Deut mehr mit ihm hinein. Mit Müh und Not hab ich es ein klein wenig geschafft, dabei hat es sich aber so angefühlt als würde ich da kollateral ringsherum aufreißen – autsch!!!
Ein wenig geblutet hat es auch, und siehe da: die offene Narbe ist ein winziges Stück (1mm Tiefe, von so 3) aufgerissen – na super!
Das große Problem ist: Ich muss den "dickeren" verwenden, damit die Beckenbodenmuskeln nicht "zuwachsen", d.h. es wird umso schlimmer je länger ich damit warte! Und auf der andere Seite muss ich die Narbe schonen und möchte, dass sie möglichst schnell zusammenwächst und verheilt.

Ich muss Kompromisse eingehen, die dann irgendwie nichts halbes und nichts ganzes sind –– und das Potenzial haben, mich gewaltig zu frustrieren, weil es fern davon ist so zu klappen, wie ich das gerne hätte!

Daher kamen mir schon wieder die Tränen, und früher wäre das der Punkt gewesen, an dem ich angefangen hätte mich selbst zu verletzen. Ich tue dies aber nicht mehr! Daher bleibt mir nix andres übrig als Frustessen und mir alles von der Seele zu schreiben, und letztlich zum Einschlafen alles komplett zur Seite lege, vergesse ...
(Und alles mit Dexpanthenol einzuschmieren...)

Ich wünschte so sehr, es würde alles schnell verheilen ... aber vermutlich liege ich mit meiner Einschätzung, dass es noch bis Ende des Jahres dauern wird, nicht so falsch ...

PS: Heute Nacht habe ich davon geträumt in The Elder Scrolls Skyrim unterwegs zu sein, und panisch vor einem Bären zu flüchten, in dem ich mich durch eine schmale Felsspalte quetschte... in der meine erste Jugendliebe im seichten Meerwasser über einem Sandboden auf mich wartete...

Samstag, 21. Juli 2012

Kleine Ängste – großes Wiedersehen

Es ist mitten in der Nacht, und ich kann irgendwie nicht schlafen. Zum einen bin ich zwar richtig müde, gar erschöpft, aber auf der anderen Seite irgendwie unruhig.

Der Tag hatte schon mit Unruhe, ja irgendwo einer Art Angst begonnen, vielleicht sogar ein wenig sozialer Phobie. Die Ursache liegt denke ich bei 2 Dingen:

Zum einen feiert meine Schwester bei uns im Elternhaus am Wochenende ihren Geburtstag nach – d.h. ein Haufen Leute, die ich nicht kenne, und die im übertragenen Sinne quasi ohne, dass ich sie einschätzen kann in meine Privatsphäre eindringen – etwas, das ganz automatisch Unruhe oder Angst vor Kontakt mit ihnen auslöst. Unbegründet, aber eben vorhanden.

Zum anderen habe ich mich heute mit ehemaligen Kommilitonen getroffen, die ich seit gut 1,5 Jahren nicht mehr gesehen habe. Davor hatte ich irgendwie auch Bammel, wenn auch mehr eine Art Nervosität. Fragt mich nicht, warum – ich vermute, es war, weil ich damals in der ziemlich schwierigen Zeit während und nach meines Outings ziemlich viel Zeit mit ihnen verbracht habe, und sie mich deswegen an jene Zeit erinnern.
Manchmal kommen mir auch etwas die Tränen, wenn ich mich zurück erinnere. Ich hatte wirklich viele emotionsgeladene Dinge erlebt, es war mitunter alles andere als einfach zurecht zu kommen. Und ich habe auch gemerkt, dass ich sie alle doch ziemlich vermisst habe! (Und bei diesem Thema bin ich eine ziemliche Heulsuse...)

Jedenfalls sitze ich nun hier, mitten in der Nacht, und bin unruhig. Deswegen muss ich das mir hier jetzt auch von der Seele schreiben, ein Müsli futtern und mich etwas ablenken.
(Ebenso bin ich immer bevor ich meine Tage bekomme ziemlich unruhig oder kann nicht gut schlafen – vermutlich wegen einer Hormonimbalance oder dergleichen...)


Freitag, 13. Juli 2012

Verheilung und Rückfälle

Es sind jetzt 3,5 Wochen her, seitdem ich operiert wurde.


Eigentlich kaum zu glauben, mir kommt es vor als wäre ich schon wieder 2 Monate zu Hause, und so fühle ich mich auch: Fit :)

Allerdings hat das einen kleinen Nebeneffekt, nämlich dass ich erwarte, dass die Heilung schon viel weiter fortgeschritten sein müsste, was sie – man schaue auf die jungen 3,5 Wochen – in Wirklichkeit nicht sein kann.

Denn die Heilung verläuft tatsächlich sehr gut. Die Narben sehen alle gut aus, nichts ist entzündet, und es wird auch keine Wundflüssigkeit mehr gebildet.
Einziges Manko ist, dass die Harnröhre noch geschwollen ist, schmerzt, ich beim Sitzen wieder vermehrt Schmerzen habe und eine der Nähte aufgegangen ist, und jetzt langsam wieder zusammen wachsen muss.

Aber ich bin sehr sehr froh, dass ich die NachOP hab machen lassen, denn das Wasserlassen klappt wirklich 1A!

Die Martin-Luther-Kirche in der Neustadt/Dresden
Nur .... diese Woche hab ich mich einmal übernommen. Früh morgens war ich beim Urologen (nur alte Herren im Wartezimmer...) zur Wundkontrolle. Er meinte es sei alles in Ordnung. Danach bin ich dann nach Dresden hinein gefahren, es war wunderschönes warmes Wetter, leicht schwül, und ich war mit meiner BFF den ganzen Tag unterwegs, am Elbufer essen, die Neustadt erkundend, und lagen zum Schluss dann noch im Stadtpark.
Und danach (ihr merkt, es war viel) waren wir noch bis gegen 10 Uhr (dann war ich wirklich hundemüde!) auf einer Dankesveranstaltung für Helfer des CSD (Ich hatte viiiieeele Beutel bedruckt).

Soweit so gut. Als ich wieder zu Hause war, hab ich dann schon gemerkt, dass etwas nicht stimmte: Ich konnte nicht richtig Wasserlassen. Die Schmerzen beim Sitzen hatten stark zugenommen, und die Harnröhre brannte. Der nächste Tag wurde nicht besser, weswegen ich mich entschied einen Relaxing-Tag zwischen zu schieben.
Und es hat tatsächlich bis Abends gedauert, bis ich wieder gut Wasserlassen und einigermaßen Sitzen konnte. Inzwischen ist auch das Brennen verschwunden.


Aber eines war mir dadurch klar: Ich sollte einen Gang zurück schalten.

Freitag, der 13. – ein Trauertag

Heute ist schon der 2. Trauertag dieses Jahr, und zwar ein nicht weniger schlimmer als der im April.

meine liebste Suse

Heute, am Freitag den 13. Juli 2012 ist meine liebe gute Schnuffelinchen Golden Retriever Hündin im stolzen Omi-Alter von 14 Jahren auf ihrer Lieblingshundedecke von uns gegangen. :'(


Ich bete für die Seele von Anna Cassiopeia Valentino von und zu Garten, unsere liebste Prinzessin.

Geboren wurdest du in der schönen Tschechischen Republik, warst noch ein kleiner Wildfang, hast allerhand Möbel kaputt gekaut und unsere Kaninchen gejagt, genauso wie die Frösche im Teich oder die Amseln im Frühling. Doch dein Herz war immer in der Familie, immer bei uns, und auch wenn du mehrfach ausgerissen bist, so warst du immer überglücklich wieder bei uns zu sein und hast uns viele schöne und familiäre Stunden ermöglicht. Du warst bei jedem Urlaub mit dabei, hast dich im Paddelboot umher schiffen lassen, und auch mal das kühle Nass gesucht, wodurch die Boote dann beinahe kenterten.
Du warst das Leben, eine Sonne, die mich begleitet hat seit ich ein Kind war.
Die letzten Jahre aber hast du dich mehr und mehr herum gequält, mit einem Körper der immer mehr Probleme verursacht hat. Du wärst auch länger geblieben, doch die Geschwüre, die Lungenentzündungen, hätten es dir nicht mehr erlaubt. Deswegen hattest du dann täglich Schmerzmittel genommen, und warst glücklich unter uns allen von uns zu gehen, friedlich einzuschlafen und zu wissen, dass alle Familienmitglieder um dich herum wuseln.



Ruhe in Frieden, möge deine Seele Aufwind haben. Wir werden uns wiedersehen.