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Sonntag, 11. September 2011

IS >>アイエス<< TV-Drama

Seit Juli diesen Jahres wird nun schon im japanischen Fernsehen auf TV-TOKYO ein Fernsehdrama ausgestrahlt, welches ähnlich wie der Anime Hourou Musuko, welcher Anfang des Jahr ausgestrahlt wurde, ein ziemlich tabuisiertes Thema anspricht.
Dieses mal geht es aber um Intersexualität, oder kurz IS*.



* auf Japanisch ai wie I und esu wie S, sprich Aiesu oder アイエス.



Intersexuelle Menschen sind Menschen, die im gängigen medizinischen Geschlechterdefinition nicht eindeutig einem der zwei Geschlechter zugeordnet werden können. Es gibt viele verschiedene Ausprägungen dessen und oft wird es erst in der Pubertät oder später im Leben entdeckt, bei einigen aber auch schon kurz nach der Geburt, insbesondere wenn ein Baby mit uneindeutige Genitalien zur Welt kommt.

In Aiesu werden hierbei die Zahlen 1:2.000 Neugeborene und 1:4.500 Neugeborene mit uneindeutigen Genitalien genannt.

Dazu werden die zwei Intersexuellen Haru (links im Video oben) und Miwako (rechts im Video oben) abgebildet. Beide wurden mit uneindeutigen Genitalien geboren, und beide haben im Alter von 15 Jahren (glücklicherweise) noch keine genitalen Operationen durchgeführt bekommen, obgleich Miwakos Mutter sie schon seit Jahren dazu drängt und ihr seit ihrer Kindheit Hormone verabreicht.

Miwako leidet sehr stark unter ihrer Mutter und deren psychischen Problemen mit ihrer Intersexualität. Sie betrachtet Miwako als eine Strafe von Gott dafür, dass sie ihr erstes Kind (vor Miwako) während der Schwangerschaft verlor und tut alles, was in ihrer Macht steht um Miwakos Geheimnis geheim bleiben zu lassen und sie zu einer "normalen Frau" zu machen. (Anmerkung: Normal heißt hier eher Puppen-haft)

Haru dagegen wächst mit seiner jüngeren Schwester Natsu in einem offenen und sorgenden Elternhaus auf, obgleich seine Eltern nach der Geburt sehr schockiert waren und die Ärzte sie dazu gedrängt haben so schnell wie möglich eine Korrektur-OP durchführen zu lassen, woraufhin Harus Mutter sich beinahe mit ihrem Baby vom Krankenhausdach gestürzt hätte. Aber daraus lernend gingen sie seitdem offen mit dem Thema um und ließen ihn sogar als Junge zur Schule gehen, obwohl seine Geburtsurkunde weiblich ist, da er eine Gebärmutter besitzt und quasi körperlich mehr weiblich ist. (Er wurde mit einem Eierstock und einem Hoden geboren, welcher aber wegen der Entartungsgefahr entfernt wurde.) Daher dachten seine Eltern auch zuerst er wäre ein Mädchen, was sich aber alsbald als Fehleinschätzung heraus stellte, da er durchweg ein Junge ist.

Allerdings geht Haru nun zusammen mit Miwako auf eine Oberschule, die den Fakt IS gar nicht gerne sieht. So muss Haru nun als Mädchen zur Schule gehen, oder besser es versuchen.

Und dabei hasst er Lügen ...


Hier eine kleine Vorschau, leider ohne Untertitel...




Meine Einschätzung dieses TV-Dramas ist sehr hoch. Das liegt nicht nur an dem Fakt, dass es um Intersexualität geht, und diese dazu noch moralisch finde ich sehr sehr gut rübergebracht wird, sondern auch weil ich den Manga, der als Vorlage diente, seit Jahren verfolge.
Ich kann dieses Drama jedem empfehlen, der sich für Intersexualität und spannende Inhalte, genauso wie Tabu-Themen interessiert.



Und so kommt ihr an Aiesu-Folgen …

Leider gibt es keine Streaming-Angebote mehr, da sie aus Urheberrechtsgründen entfernt wurden.
Allerdings könnt ihr die Folgen trotzdem als Torrent downloaden.

Es sollte hier jedoch jedem klar sein, dass sowohl Streaming, wie auch Herunterladen von geschützten Inhalten in Deutschland illegal ist. Ebenso übernehme ich keine Verantwortung für verlinkte Inhalte oder Tipps für Internetsuchen.

Die Torrents erhaltet ihr, indem ihr z.B. nach "IS ep01 (TX 704x396)" in eurer favorisierten Suchmaschine sucht.
(und fortlaufend für weitere Folgen)


Torrents kann man mit entsprechenden Torrent-Clients herunterladen, da der Inhalt nicht auf Servern liegt, sondern auf den Computern ganz vieler Menschen mit laufendem Torrent-Client. Auf Linux ist z.B. meist Transmission o.ä. vorinstalliert.

Ihr könnt die Folgen inzwischen auch bequem z.B. auf asiancinematic herunterladen.

Die englischen Untertitel erhaltet ihr dagegen bei KizunaFS. (Unten auf der Seite, die *.ass-Dateien)

Öffnet dann einfach das Video im VLC-Player und wählt als Untertitel die *.ass-Datei aus. Fertig :-)

Samstag, 15. Januar 2011

Neue ♥ Anime Reviews: Hourou Musuko + Aishiteruze Baby

Die erste Folge von Hourou Musuko (der transidente Sohn) ist seit gestern verfügbar. Deswegen hier eine kleine Review.

Hourou Musuko: Yoshino und Shuuichi, beide transident.*

Ihr könnt euch den Anime hier* anschauen/herunterladen.

Mein erster Eindruck des Animes war ein wenig gemischt. Der Opening-Song trifft überhaupt nicht meinen Nerv und ich war zuerst ein wenig geschockt, weil ich ihn für etwas unpassend hielt. Als dann aber die Story anfing sich auszufalten, stieg meine Laune wieder an.

Es ist nicht nur bei Büchern so, dass diese oft besser sind als ihre Verfilmungen, sondern oftmals auch bei Manga. Und wer mit großen Erwartungen an etwas heran geht, wird auch oftmals enttäuscht werden. Deswegen habe ich abgeschaltet und bin dem Anime mit Genuss gefolgt.

Zuerst muss ich benennen, dass die Story des Anime nicht am Anfang des Mangas beginnt, sondern mit dem Ende des vierten Manga-Bandes. Dies hat zur Folge, dass der Zuschauer sofort in die Geschichte hinein geworfen wird, ohne eine Einleitung zu den Charakteren oder der Thematik Transidentität/Transsexualität bekommt. Ich glaube dies kann einige Zuschauer verwirren, und die Handlung etwas wirr erscheinen lassen.
Auf der anderen Seite aber ist der Abschnitt der Manga-Serie, der zu dem Zeitpunkt betreten wird, äußerst spannend und gut gewählt. Ich glaube, wenn man den Beginn des Mangas verfilmen würde, bräuchte man eine ganze zusätzliche Staffel.

Was mir desweiteren nicht gefällt ist die Synchronstimme von Shuu, der Hauptdarsteller(in). Es ist nicht nur so, dass sie recht Jungenhaft wirkt, sondern auch Schreie und Heulkrämpfe deswegen für mich nicht glaubhaft rüberkommen.
Vielleicht ist meine Kritik daran aber auch nur so stark, weil ich ein Problem damit sehe, da ich mich sonst ganz gut mit Shuu identifizieren kann, aber selbst einige kleine Problemchen mit meiner Stimme habe, und der Anime mich schmerzhaft daran erinnert.
Dafür hat aber Yuki, eine transsexuelle Frau, eine wunderbare Stimme bekommen.

Dennoch blicke ich mit Hoffnung auf die weiteren Folgen des Animes. Ich hoffe, dass sich das anfängliche Informations-Chaos ein wenig glättet und die Gefühle der einzelnen Charaktere stärker dargelegt werden. Wobei ich aber anmerken muss, dass die Geschichte von vielen Informationen lebt, da sie sehr vielschichtig ist. Deswegen ist es auch so schwer, sie umzusetzen und allein das rechne ich hoch an.

Außerdem ist es rar, dass diese Thematik in dieser auf die Gefühle der betroffenen Personen ausgerichteten Weise den breiten Massen nahe gebracht wird. Darüber freue ich mich sehr und erhoffe mir dadurch eine weitere Öffnung der Jugend dieser Problematik gegenüber.

Ob der Manga/Anime aber jemals nach Deutschland kommt, das ist fraglich.


Letzte Woche habe ich einen neuen Anime entdeckt, der mir richtig gut gefallen hat: Aishiteruze Baby (Ich liebe dich, meine kleine)

Aishiteruze Baby: Kippei mit Yuzuyu im Arm.*

Ihr könnt euch den Anime wieder hier* anschauen/herunterladen.

Dieser Anime ist in die Genre Drama, Comedy, Romance und Slice-of-Life einordbar. Es ist desweiteren ein Shoujo-Anime und ist ebenfalls dementsprechend gezeichnet.

Es geht in der Story um den Kerl Kippei, der eher ein Taugenichts, Faulenzer und nebenbei ein großer Mädchenschwarm ist. Er tut den ganzen Tag nichts anderes als im Unterricht zu schlafen und nach der Schule mit immer wieder anderen Mädchen Spaß zu haben.
Er ist der Typ, der alles auf die leichte Schulter nimmt. Doch eines Tages geschieht etwas, was sein Leben mit einem mal auf den Kopf stellt:
Seine Tante ist wegen psychischen Problemen verschwunden und hat ihre 5 Jahre alter Tochter zurückgelassen! Doch in der Familie hat niemand die Zeit sich richtig um die kleine Yuzuyu zu kümmern, und so bekommt Kippei nun einen Auftrag:
Er muss sich um die kleine Yuzuyu kümmern! Sie in die Vorschule schaffen, ihr Frühstück zubereiten, mit ihr Spielen und auch sonst voll und ganz "Mama" für das kleine Mädchen spielen.

Dass das keine leichte Aufgabe ist, wird schnell klar. Kippei muss umdenken und sich selbst zu einem ernsten Leben erziehen, um sich um Yuzuyu kümmern zu können.
Dabei kommt ihm zu Gute, dass Yuzuyu ein gut erzogenes fröhliches Mädchen ist und Kippei schnell Gefallen an ihr findet.

Der Anime ist spannend gestaltet, total niedlich und manchmal echt witzig. Gleichzeitig ist er aber auch ernst gestaltet, dreht sich um die psychischen Probleme der einzelnen Charaktere und bietet zu guter Letzt noch eine wunderschöne Romanze. Alles in allem finde ich den Anime sehr sehenswert!


* Disclaimer: Ich übernehme keine Verantwortung für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten oder Bilder.

Samstag, 8. Januar 2011

Der 放浪息子–Anime kommt ♥

Ab Donnerstag, dem 13. Januar 2011 wird in Japan der Anime zur Manga-Serie Hourou Musuko (der transidente Sohn) von Shimura Takako ausgestrahlt! Das nehme ich heute als Anlass, um diesen einmal näher vorzustellen. Nur eines vorneweg:


Ich ♥♥♥ diesen Manga und ich bin mega gespannt auf den Anime, er greift irgendwie total in mein Herz und macht mich total hibbelig! ♥


In Hourou Musuko geht es um den Jungen Shuuichi (links im roten Kleid) und das Mädchen Yoshino (rechts im weißen Hemd). Die beiden haben eines gemeinsam: Sie fühlen sich im anderen Geschlecht zu Hause. Die Serie spielt von Beginn der Pubertät an und zeigt die Aufs und Abs, die die beiden erleben, während sie ihre Identität entdecken.

Es beginnt damit, wie Shuuichi das erste mal Mädchenkleidung anprobiert, und damit erkennt, dass er sein inneres Bedürfnis danach ein Mädchen zu sein, in Real nach außen hin leben kann. Dies ist der entscheidende Punkt, an dem die Geschichte ins Rollen kommt.
Yoshino trägt zu dem Zeitpunkt allerdings schon lange in ihrer Freizeit Jungenklamotten.

 Und nachdem beide von einander erfahren, beginnen sie beste Freunde zu werden, so in der Stadt herum zu laufen und so ein Stück ihrer Freizeit zu gestalten, bis es einen Großteil ihrer Identität ausmacht.





Allerdings gibt es dann auch viele Auf uns Abs, es geschehen viele Dinge, die alles ins Strudeln geraten und dann wieder auflodern lassen.
Doch trotz der Schwierigkeiten, verschiedener Reaktionen der Umwelt oder den Veränderungen durch die Pubertät, werden beide stetig reifer und ihr Wunsch danach sich selbst zu leben wird immer stärker, bis er irgendwann nicht mehr verdrängbar sein wird.


Ich finde Hourou Musuko beschreibt eine sehr spannende Geschichte, nicht nur über zwei transidente Menschen, sondern auch über zwei Persönlichkeiten, der Umgang mit der Thematik in Japan und nicht zuletzt über Gefühle, Einsichten und die Stärke sich selbst zu leben und nicht vor dem, wie-es-sein-sollte ein zu knicken.
Ich finde die Arbeiten von Shimura Takako im Allgemeinen sehr ansprechend. Sie sind alle sehr emotional, einfühlend, aber gleichzeitig niedlich, witzig, tiefgründig und packend.

Ich kann diesen Manga / den Anime (hoffentlich auch den) wirklich wärmstens empfehlen!

Ich habe den Manga auch hier schon einmal vorgestellt (mit selbst übersetztem Auszug): Klick zum Post

Und hier der Trailer für den Anime (sry für die Übergröße :( ):



Ich freue mich drauf ~

Donnerstag, 22. April 2010

Passing-Erlebnisse und ein japanischer Abend

Gestern Abend habe ich mit meinem Japanischkurs zusammen einen japanischen Abend gemacht, wir waren bei einem Mann (Deutscher) aus unserer Gruppe und seiner Ehefrau (Japanerin) zu Gast, und haben in einem japanischen Zimmer selbst gemachtes Sushi (und anderes) verdrückt. Aber zunächst einmal erzähle ich von meinem Erlebnis heute beim Arzt...

Und zwar hatte ich heute einen Termin zur Blutentnahme für meinen Hormonstatus in unserem Endokrinologikum, das Ergebnis werde ich dann zusammen mit meinem Frauenarzt in einer Woche auswerten. Ich war etwas benebelt drauf, da ich energetisch total kaputt war und vorher noch ein bisschen geschlafen hatte und kam mir im Spiegel des Fahrstuhls zur Arztpraxis auch total unschön und kantig vor (ich hab im Gegensatz zu anderen Spiegeln in noch keinem Fahrstuhl gut ausgesehen!), wohingegen mir andere Menschen trotzdem als normale Frau begegneten, auch vor allem die Frauen, die eher meine Gesellschaft suchten. (Das passiert mir auch immer in ÖPVs, einsteigende Frauen sehen mich kurz an und setzen sich ohne zu zögern neben mich, ganz normal eben)
Jedenfalls saß ich im Wartezimmer für die Blutentnahme, und obwohl ich darauf eingestellt war wieder mit "Herr" aufgerufen zu werden, wusste ich als ich dann so aufgerufen wurde, im ersten Moment gleich gar nicht, was ich tun sollte, besann mich aber darauf, dass ich gemeint war, stand auf und ging zu der Arzthelferin, die als sie mich sah, mich erst einmal verwirrt anschaute und dann verlegen ein "Entschuldigung" murmelte.
Dann fix Blut abgenommen und danach wieder nach Hause. Und im Spiegel sah ich dann auch gar nicht mehr so unschön und kantig aus. ^^

そして、昨日日本語のグループのいっしょに日本の晩ご飯を食べに行った!すごーーーーいだったはよ!
Also, gestern Abend war ich mit meinem Japanischkurs bei J. (ein anderer als DER J.) und seiner Frau L. essen. Ich kam etwa eine Stunde früher, da saßen L. und meine Lehrerin V. in der kleinen Küche und hatten schon angefangen Sushi zuzubereiten, während sie schnell und fließend Japanisch quatschten. Ich hab immer nur ein paar Wörter aufgeschnappt, wusste aber auch oft nicht, worüber sie redeten. Ich habe übrigens das erste mal in meinem Leben Maki Sushi und Nigiri Sushi gemacht. L. lobte mich, dass ich das fürs erste mal nicht schlecht mache ^^ Aber ihre sahen trotzdem tausend mal besser aus ;3
So saßen dann wir drei Frauen in der Küche (Küche und Wohnzimmer waren ein Raum und das japanische Zimmer nur durch dünne Schiebetüren davon getrennt; durch das japanische Zimmer konnte man dann auf eine kleine Terasse mit einem großen Koi-Teich) und die anderen des Kurses, alles Männer (die zwei anderen Frauen waren nicht mit gekommen :( ), sammelten sich im Wohnzimmer um die Maki-Sushi-Rollen und machten eine Wissenschaft daraus wie man sie am besten zerteilt und stapelt ^^;
Das Essen-machen hat mindestens genauso viel Spaß gemacht, wie das Essen selber im japanischen Raum auf den Tatami-Matten :3 ^-^ L. sprach mich dann beim Kochen mit お腹がいいですか? an, d.h. hast du Bauchschmerzen?, da ich die Angewohnheit habe, wenn ich nicht weiß wohin mit meinen Armen, dass ich sie auf dem Bauch verschränke und andere Frauen damit Schmerzen assoziiere, ihr wisst schon was gemeint ist ^^;
Beim Essen sprach dann J. L. an, warum sie nicht ihren Kimono trägt, sie antwortete weil es zu kalt ist; im selben Atemzug fragte sie mich, ob ich einen anziehen möchte --- und ich Dussel verneinte vor Schreck x_x Aber wenn ich wieder bei ihr bin, frage ich sie ob sie sie mir zeigen kann!

Nach dem Essen aus Sushi, grünem Tee, Tofu, Miso-Suppe und Fleisch in Rapünzchen zeigte uns J. noch ein paar Dias aus seinen ersten Reisen nach Japan ^^ Und dann verlief sich der restliche Abend in Gespräche, über Sprachen, Lernen, Sprachschulen, Gastfamilien, Eisenbahnen, Island-Vulkanasche, ...

Das war ein echt toller Abend :) :3 ^-^

PS: Es ist einfach nur toll als Frau unter Frauen zu sein ^^ Ich freue mich jedesmal Menschen um mich zu haben, die mich verstehen, einfühlsam sind und die selben Interessen haben wie ich :)
Unter Kerlen ist's zwar auch nett, vor allem wenn da süße und nette und lustige und attraktive Kerle 'bei sind ... ... aber unter Frauen ist es trotzdem viel angenehmer und tausend mal schöner und lustiger :3

Mittwoch, 24. März 2010

Vorstellung: Hourou Musuko

Heute wollte ich euch mal einen meiner Lieblings-Mangaserien vorstellen: Hourou Musuko von Shimura Takako.

放浪息子(志村貴子)
© Shimura Takako, Enterbrain

Manga sind japanische Comics, sie werden im Gegensatz zum westlichen Comic von rechts oben nach links unten gelesen.

In Hourou Musuko geht es um einen Jungen, 二鳥修一Nitori Shuuichi (Shuuichi ist der Vorname), welcher lieber ein Mädchen sein möchte und beschreibt ihren Weg vom Eintritt in die Mittelschule bis über die Pubertät hinaus.
Dabei wird jeder Schritt, jede Empfindung und jede Wende minutiös und mit viel Sinn für Details dargestellt. Die Charaktere des Mangas, welche u.a. 二鳥真穂Nitori Maho, Shuus Schwester, ein aufbrausendes wildes Mädchen, 高槻よしのTakatsuki Yoshino, ein sehr guter Freund, der ein Junge sein möchte und viele andere teils sehr komplizierte Persönlichkeiten darstellen, sind mit viel Liebe und Feingefühl gearbeitet und man kann sich, finde ich, sofort in sie hinein versetzen. Alles in dem Manga wirkt real und könnte ebenso im echten Leben passieren, und das betrifft auch die Probleme, mit denen gerade transsexuelle Kinder in der Pubertät konfrontiert sind, Mobbing in der Schule etwa, CrossDressing (Tragen von gegengeschlechtlicher Kleidung) oder die Konfrontation mit der Menstruation, dem Stimmbruch oder der Sexualität.

Das und die niedliche Grafik haben mich stark begeistert. Daneben wird das Thema Transsexualität sehr gut behandelt und mit viel Verständnis dargelegt.

Leider ist der Manga bis jetzt nur in Japan erschienen, aber es wurde angekündigt, dass Hourou Musuko ab November diesen Jahres in den USA erscheinen wird und außerdem in Japan dazu ein Anime (japanischer Zeichentrickfilm) oder eine Realverfilmung ausgestrahlt werden soll. Ich freue mich riesig über diese News, denn ich liebe den Manga und würde mich sehr über eine richtige Übersetzung und eine Adaption fürs Fernsehen freuen!

Es ist nicht nur ein sehr guter Manga, sondern es würde, wenn es in Deutschland erschiene, auch vielen Menschen (vor allem Jungendlichen) das Thema Transsexualität um einiges näher bringen, welche bisher nur die z.T. dürftigen Informationen aus den deutschen Medien haben.

Hier mal etwas zum hinein schnuppern:
(alle Bilder sind © Shimura Takako und Enterbrain)