Donnerstag, 15. Dezember 2011

Traumkalender 2011

Neulich meinte eine gute Freundin von mir, dass mich das Thema Schwangerschaft ja sehr beschäftigen muss, wenn ich so ausgiebig davon träume.
Dabei ist SIE es, die versucht schwanger zu werden, nicht ich.

An Träumen kann man sehr gut stark beschäftigende Themen ablesen, und ich finde es sehr interessant diese zu verfolgen und zu katalogisieren ... Hier ist das:

~Traumtagebuch 2011~

17. Januar, während Kindheits-Therapie
Mir ist in meinen Träumen aufgefallen, dass ich mich wenn ich mich zurückerinnere an meine Kindheit, ich die selben Emotionen spüre die ich damals spürte, wie Verlassenheit, Falschheit, Resignation, aber ich mich dennoch immer nur als Mädchen bzw. die Person die ich in mir drinne war, sehen kann.

19. Januar, nach dem Unterschreiben des Ausbildungsvertrags
Mir fällt auf, dass ich nur in 75% meiner Träume ein Mädchen bin, das irritiert mich. Zudem träume ich von der Arbeit als Krankenschwester, wie seit einigen Monaten später sehr sehr oft.

20. Januar
Ich hatte Angst, um meine Brüste. Sie fühlten sich künstlich und verändert an, dann schwollen sie stark an auf C und wurden rot und schmerzten. Meine linke Brust verwandelte sich dabei in einen Penis und zerfiel in eine Metallstange und einen Plastikschlauch. Die Brust fiel dann in sich zusammen und schmerzte einfach nur höllisch und ich hatte Panik. Dann wachte ich unter Schweiß auf.

3. Februar
Im Traum bin ich 6 Jahre alt. Ich habe mich durchgesetzt und lebe nun als Mädchen. Dabei gehe ich mit meiner Schwester und meinem Vater und Opa zu einer alten Garage, in der alte Dinge von vor einigen Jahren herum liegen und ausgeräumt werden muss.
Ich finde es toll endlich so leben zu können wie ich immer wollte und bin richtig glücklich, dabei finde ich in der Garage viele Dinge, die ich vorher immer haben wollte, aber nie durfte, niedliche Dinge, Schmuck, Kuscheltiere, Poster etc..
Die Garage existierte real aber nie.

3. März
Ich wurde als Mädchen neu geboren, allerdings mit einem kleinen Makel: Einem Elefantenrüssel. Und ich wollte ihn loshaben, doch als Baby konnte ich mich noch nicht artikulieren und war hilflos. Als ich älter war, schrie ich dann meine Mutter an sie soll das entfernen, doch sie redete mir ein, dass das doch gesund sei und normal funktionieren würde und das deshalb kein Arzt der Welt umoperieren würde.
Sie bot mir an es so wegzuschneiden und zückte ein Skalpell, doch ich hatte Angst vor den Schmerzen und wollte das auf diese Weise nicht.
Mit etwa 4-5 Jahren dann realisierte ich aber, dass mich der Rüssel extrem stört und ich lieber eine ganz normale Nase hätte. Doch ich wusste, dass mir niemand helfen würde, da es ja gesund sei.
Dann spürte ich im Traum die selbe Trostlosigkeit und Resignation, die ich real seit ich in dem Alter war immer spürte.

7. März, kurz vor Therapiepause
Ich träume davon ein Kind zu sein (kleiner Junge) und soll etwas für die Schule erledigen, verirre mich aber, wurde abgewimmelt und brach dann verzweifelt in Tränen aus und rannte nach Hause.

19. Mai, nach Beginn der Ausbildung
Ich schlafe in einem riesengroßen mit roter Bettwäsche verzierten Bett ein, über dem ein großes Gemälde mit vielen Männern in Mönchsgewändern hängt. Als ich aufwache, ist mir übel und ich spüre in mir dass ich schwanger bin. Meine Emotionen explodieren und ich rufe meine Mutter herbei und falle ihr in die Arme.
Doch dann drehe ich mich zu dem Gemälde über mir und erschrecke bei dem Anblick, wie ich darauf nackt in der Mitte zwischen den Mönchen liege, mit einem Baby im Arm.
Als ich dann wirklich aufwache, ist mir tatsächlich übel.

9. Juni
Ich bin einige Jahre älter und plane eine Familie. Deswegen besichtige ich einen modernen Kindergarten, dessen Portfolio mit vielen neuen und alternativen Spiel- und Lernangeboten frisiert ist. Dabei tauche ich in die Welt der Kinder ein und erlebe den Kindergarten als einen einzigen sehr fantasievollen Spielplatz, auf dem die ganze Kreativität und Fantasie entfaltet werden kann.
Das spricht mich sofort an.
Danach träume ich wie wir auf der Station richtig viel Spaß haben.

9. Juni, Nachmittagsschlaf
Ich träume von einem Date, das kurz bevor stand und träume symbolisch davon, dass er mich verletzen wird.
Das Date war schön, aber einmalig.

13. Juni
Nun träume ich davon Gefühle für jenes Date zu haben, dass es falsch war wegzugehen.
Aber er ging, nicht ich. (Wie immer)

17. Juni, nach Vorgespräch zur GaOP
Ich habe mit meiner Klasse (Krankenpflegeschule) Sportunterricht und versuche meine Genitalien zu verstecken, doch es gelingt mir nicht egal was ich versuche.
Ich bekomme Panik, und wache schweißgebadet auf.

18. Juni
Ich wollte über den Rhein hinüber springen. Ich stand in Koblenz, auf der einen Rheinseite und nahm immer und immer wieder Anlauf und sprang, landete aber immer im Wasser, bis ich es aber letztlich schaffte die andere Seite zu erreichen.
Danach träume ich sehr intensiv geoutet als "Transe" zu leben, in der Pflegeausbildung, mit vielen Tiefs, Verzweiflung und Selbstmordgedanken. Immer wieder werde ich verkannt und diskriminiert. Wobei ich letztlich aber akzeptiert werde, was mich sehr freut.
Danach träume ich davon mit einer Mitschülerin nach Hause (Wohnheim) zu fahren, allerdings fahren wir nach Polen, wo wir uns verfahren und Spanisch gesprochen wird, dann finden wir aber doch noch die Autobahn nach Dresden, wobei kurz davor eine Abfahrt nach Koblenz ist und wir sind kurz darauf zu Hause.
Danach träume ich davon, dass mein toter Opa psychotisch ist und versucht unsere gesamte Familie zu töten. Ich entdecke eine Bombe in meinem Wohnheimzimmer, schaffe es aber noch gerade so aus dem Gebäude zu rennen, bevor es detoniert.
Ich lande in den Armen eines Mitschülers, der sich schützend vor mich wirft.

25. Juni
Ich hatte eine halbe GaOP hinter mir, bei der nur einige Dinge verändert wurden, nicht alle. Ich lag sexuell erregt im Bett, aber spürte, dass diese halbe OP nicht ausreicht, um mich zufrieden und glücklich zu stimmen. Ich hatte keine Schmerzen mehr, aber dennoch ein starkes Missempfinden, und sehnte mich nach der richtigen OP.
Danach wurde ich von einem Mitschüler sehr offensichtlich vor der ganzen Klasse angebaggert. Das war mir peinlich, aber es hat mich auch gefreut.

13. Juli
Ich masturbierte zusammen mit zwei schwulen Kerlen, allerdings war zwischen uns dabei ein Unterschied wie Tag und Nacht. Seltsamerweise hatte ich sowohl männliche wie weibliche Genitalien.

29. Juli
Ich träume davon mit meiner Klasse auf Klassenfahrt zu sein und mit allem gemeinsam Baden zu gehen. Ich habe sogar einen Bikini dabei, aber ich traue mich nicht den anzuziehen wegen meiner Genitalien, also rede ich mich heraus.
Auf der Rückfahrt werde ich von einer Wespe verfolgt und wache schweißgebadet auf.
Im September dann bin ich aber tatsächlich im Bikini baden gegangen und es war wirklich toll!

31. Juli
Ich gehe mit einer Patientin in meinem Alter zu einer abdominalen Sonografie, weil diese unter Ovarialinsuffizienz leidet. Die Ärztin erklärt der Patientin dabei genau was dies ist, und wodurch das ausgelöst wird und zeigt dabei die Ultraschallbilder.
Dabei denke ich, das ist ja genau wie bei mir!
Aus Angst mich zu outen habe ich wenige Tage zuvor die Diagnose primäre Ovarialinsuffizienz erhalten.

9. August, nach Abbruch der Ausbildung
Ich treffe mich mit meinem besten Freund aus der Schule, wir gehen freudig auf einander zu und begrüßen uns herzlich. Doch dann schaut er mich sehr irritiert an und wird knallrot. Ich schaue an mir herab und stelle beschämt fest, dass ich oben ohne vor ihm stehe. Schnell verschränke ich meine Arme und ziehe mir was über.
Meine Brüste hatten da mindestens ein B!

10. August
Ich hänge mit den Mädels aus meiner Klasse herum und wir trinken zusammen Alkohol, rauchen (sogar ich in vollen Zügen!) und machen uns schick.
Dabei hab ich noch nie geraucht ...

22. September, während des Urlaubs
Ich bin frisch operiert und meine Genitalien sind noch sehr geschwollen. Es ist komisch so zu gehen, aber ich bin über über über glücklich. Und grinse die ganze Zeit nur.

29. September
Ich träume davon einen kleinen Sohn zu haben, er ist soooo niedlich und knuffig und ich könnte ihn den ganzen Tag nur an mich drücken.

7. Oktober, nach Erhalt der Kostenzusage
Im Traum benutze ich Tampons. lol?

8. Oktober
Ich betrachte mich immer und immer wieder im Spiegel und finde mich von allen Seiten und Posen hübsch und schön. Ich fühle mich mega glücklich. Und vor meiner Türe wartet mein bester Freund aus der Schulzeit.
Zudem lasse ich einen Verehrer aus Island abblitzen.

19. Oktober
Ich reise zusammen mit Freunden von der Uni mit einem Kreuzfahrtschiff nach Japan. Dort gehe ich shoppen und begegne in einer Boutique einer jungen Mutter.
Das Baby ist zuckersüß und ich bekomme Sehnsucht.

20. Oktober
Im Traum spüre ich meine Genitalien nur noch sehr gedämpft. Das fühlt sich sehr komisch an.

4. Dezember
Ich bin Mutter und habe ein süßes Baby. Doch ich bin beim Arzt, der vor mir steht und mir mit klaren Worten mitteilt, dass ich eine unheilbare ansteckende Krankheit hätte, dabei denke ich an Hepatitis C, und ich mich deswegen nicht mehr um mein Baby kümmern dürfe, weil ich es anstecken könnte.
Dabei zerbricht mein Herz.
Danach träume ich wie ich um ein Grundstück in Chemnitz schleiche, in dem meine Eltern mit mir als Baby vor über 20 Jahren gewohnt hatten. Immer wieder flackern Bilder von damals dazwischen und ich sehe das Grau, den Schmutz. Ich fühle mich sehr nostalgisch und komisch geborgen und sehr seltsam.
Ich kann dieses Haus allerdings nicht identifizieren, es scheint mir eher eine Illusion.


Leider habe ich hier und da Lücken, ich hatte noch weitere intensive Träume, die ich aber leider nicht aufgeschrieben habe und mich nun nicht mehr an das Datum erinnern kann, wann ich das geträumt habe ... (witzigerweise aber an die Träume ...)
Aber ich bin gespannt auf 2012, und gelobe Besserung ...


Ich habe ein schönes Video gefunden, dass meine Gefühle zum Thema Schwangerschaft sehr gut widerspiegelt ... (MRKHS)

Acht Wochen Requiem

Scheint es doch wie ein Wunder,
Nicht einmal acht Wochen bis zum Schnitt,
Mit jedem Jahr wird die Welt bunter,
War es doch immer wie ein einsamer Ritt.

Das Leben in einer dürren Prärie,
Und nichts als Kummer, der ewige Pein,
Lagen oft schon Schmerz und Angst bei mir,
Das wird, hoffe ich, bald hinter mir sein.

Vor mir erstreckt sich ein Tal wie herrlich grünt,
Gepflanzt auf Fleisch und Fäden,
Enttarnt, gesät, zerschnitten und gedüngt,
Wachsen nun neue Reben.

Ekel, Hass, Schnitte und Wut,
Schmerz! Schmerz! Schmerz!
Quetschungen, Stiche, Schläge und Blut,
Geh weg! Geh weg! Geh weg!

Spucken, kratzen, treten und beißen,
Schmerz! Schmerz! Schmerz!
Pein, Qual, Scham und Hass,
Geh weg! Geh weg! Geh weg!

Du zerstörst mich.
Du zerstückelst mich.
Du entblößt mich.
Du irritierst mich.

Quälend keifend,
Gedunsen schlagend,
Verzweifelnd heulend,
Am Boden zerstört.

Ich bin ein Fleck, kratz mich auf.

*Requiem*

Ich muss hier weg, ich halt das nicht aus,
Das Verwachsene bringt Schmerz und Kummer,
Streift es ab und zieht mich heraus,
Und dann ziehe ich eine neue Nummer.

So klärt es auf und mir wird klar,
Einsam und klein war ich nie,
Die klirrende Kälte aber war immer wahr,
Die schöne Sonne aber auch immer hie'.

© Cornelia S. 15.12.11

Tränen in den Augen, mit dem Po auf den harten Tatsachen, die Hände mit Waschemulsion im Schritt, der Schmerz und Ekel im ganzen Körper.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ist total behämmert.

An und für sich liebte ich Körperpflege seit jeher, aber Liebe kippt schnell zu Hass wenn dein Körper dir fremd und in ekliger Physiologie erscheint. Analogien wie Körner im Sand.

Freitag, 2. Dezember 2011

Ein Vor-Weihnachtsgeschenk

"Es wird festgestellt, dass die Antragsstellerin [...] als dem weiblichen Geschlecht zugehörig anzusehen ist."

Jetzt ist es amtlich, ich hab die Personenstandsänderung :D

Ich könnte Kreise hüpfen :P

Das wird mich zwar wieder 3.000 Euro kosten, aber die sind es mir wert, eine Übernahme der Kosten wäre ohnehin gescheitert.

In 4 Wochen also wird es dann wohl rechtskräftig werden und danach mein Geburtsstandesamt informiert, wo ich mir dann eine neue Urkunde zuschicken lassen kann.
Dann bin ich auch offiziell keine DDR-Staatsbürgerin mit Personenkennzahl und passender Stasi-Akte mehr, sondern nur noch ein BRD-Kind ;o) Zumindest glaube ich, dass sie keine DDR-Urkunden mehr ausstellen ;o)

Ich habe es schon vor Augen: Cornelia P. S., geboren 1988 bei Chemnitz*, in der Bundesrepublik Deutschland. LOL.
*Das hieß ja damals noch Karl-Marx-Stadt ;o)

Mittwoch, 23. November 2011

positives Gutachten :)

Eigentlich dachte ich, das wird überhaupt nicht mehr, nachdem mir schon der Richter argwöhnisch entgegen trat mit seinen altbackenen aber durchaus realistisch-wieso-die-Gesetze-so-sind-Erklärungen ...

Doch nun sitze ich hier, esse schon den ersten Dresdner Christstollen *ich weiß ich schäme mich auch dafür vor dem 1. Advent sowas zu essen, aber ich hab schon im Oktober Lebkuchen gegessen also möge mir das hier verziehen werden :> * und halte *ta-da-daaaaaa* ein positives medizinisches Gutachten für die Personenstandsänderung in der Hand!!

Eigentlich finde ich ja, gehört dieses ganze Gutachter-Getue verboten. Und ich denke ich bin nicht die erste die sich dadurch diskriminiert fühlt, es ist wie als wenn ich darüber bevormundet werde was ich bin und schon immer war und immer sein werde.
Allerdings ... finde ich es schon diskriminierend genug dass ich den Personenstand etc. nicht einfach auf Knopfdruck ändern kann, immerhin ist das alles eindeutig falsch zugewiesen worden nach meiner Geburt. Und schon damals hätte ich mich mehr geschämt als irgendwie jemanden zu sagen ich sei was ich nicht bin.

Aber das wird nun Gott sei Dank (!!!) bald alles hinter mir liegen ... Jetzt die PÄ, im Februar die OP ... ich mache echt eine wahnsinnig spannende Zeit durch!

Hier aber noch ein paar Wortlaute aus dem Gutachten, in dem so ganz nebenbei Dinge stehen, die der Verfasser so eigentlich gar nicht wissen kann, da er mich seit einem Jahr etwa nicht mehr gesehen hat, aber gut, vielleicht hat er mich in Gedanken behalten ...

- Die Antragstellerin empfindet sich jetzt nicht mehr in dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen [...] Geschlecht, sondern voll dem weiblichen Geschlecht zugehörig.
- Seit der Kindheit und seit mehr als 3 Jahren steht die A. unter dem Zwang ihren Vorstellungen entsprechend als Frau zu leben.
- Mit höchster [;-)] Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, dass sich nach den Erkenntnissen der medizinisch-psychologischen Wissenschaft [;-)] das Zugehörigkeitsempfinden der A. zum weiblichen Geschlecht nicht mehr ändern wird.
- Durch die Hormontherapie ist eine deutliche Annäherung der A. an das Erscheinungsbild des weiblichen Geschlechts erreicht worden.

[Damit] sind die Voraussetzungen zur PÄ aufgrund der stabilen Entwicklung der A. im vorliegenden Fall aus medizinischer Sicht als gegeben einzuschätzen.

Der interessante Part war allerdings:

Bei den ärztlichen Untersuchungen im Verlauf stellte sie sich als vollausgebildete typische Frau mit normalem weiblichen Gesicht, langem Haar, normal entwickelter Brust und typisch weiblichem Wesen in Gang und Sprache vor.

Da weiß man doch schon alles .... tztztz ... zumal er nie meine Brust untersucht hat nachdem ich die HRT angefangen habe ... aber diese Beobachtungen sind trotzdem scary .... und ich weiß eben, dass diese so gut wie jeder Arzt, Therapeut oder Richter macht, was noch viel scarier ist.
(Aber zum Glück nur fast! Ich kenne so einige die sich nicht darauf hinab gelassen haben soetwas zu tun!)


So, aber nun warte ich quasi nur noch auf den Bescheid vom Amtsgericht :) Der Richter hatte mir ja versprochen bei Eingang des positiven Gutachtens die PÄ auszusprechen.*

* Auch wegen einer anderen Geschichte: Das 2. Gutachten von dem Sexualtherapeuten war nämlich alles andere als sauber, da der gute Herr da seine Kompetenzen weit überschritten hatte, da er Voraussetzungen gefordert hat (Unfruchtbarkeit) die so von rechtlicher Seite nicht gefordert werden dürfe nach dem Urteil vom BVerfG Anfang des Jahres... Und damit hat dieses Schreiben nun keine Relevanz.

Samstag, 12. November 2011

Die Elder Scrolls sind zurück – oder: Warum die Zeit bis zur OP im Flug vergehen wird

Gestern war der 11.11.11. Faschinganfang? Nein, die Geburtsstunde des Dovakhin! Des Siegfried der Drachentöter des The Elder Scrolls Universums! Denn sie sind zurück, die Drachen, und streiten darum ihre Mutter Erde wieder nur allein für sich zu besitzen.

Weihnachten ist in genau 42 Tagen, mein Weihnachten dagegen wird erst in genau 88 Tagen sein. Und damit die Zeit wie im Flug vergeht habe ich mir das neue The Elder Scrolls Skyrim zugelegt :3

Ich freue mich schon auf endlose Stunden voller Spannung und Unterhaltung. Oblivion und Morrowind habe ich damals schon sehr genossen und ich finde Skyrim ist den Vorgängern so viel ich bereits gesehen habe mindestens gewachsen.

PS: Ich freue mich schon auf Frisuren-, Klamotten- und sinnfreie Gimmick-Mods ;) Aber dass ich das Gesicht detailliert anpassen und Schmuck selbst herstellen kann, unter anderem auch hübsche Diademe, ist doch schon mal viel wert :)

Hier einige Bilder:
Lucia van Helen, die mutige Rothwardone
Brrrr ist das kalt in Himmelsrand!
... da kommen der warme Kamin und jede Menge Speisen genau richtig ^^
PS: Ist euch aufgefallen, dass Lucia immer andere Klamotten anhat? Das ist mein liebstes Elder Scrolls Hobbie, und kommt gleich nach Pyromanin-Spielen (lecker, gegrillter Goblin!) und wertvolle Dinge stibitzen X3

Auf auf nach Himmelsrand! :>

Dienstag, 1. November 2011

99 Tage – Der Countdown läuft

99 Tage, so lange dauert es bis die Welt nun wahrhaftig der Apokalypse zum Opfer fallen wird und ich verschläucht und vernarbt ans Licht treten muss. Das gleißend weiße Licht strömt auf meinen mit Jod bepinselten Körper, willkommen im Kreißsaal, man setzte zum krönenden Schnitte.

Oder so ähnlich mag es wohl zugehen wenn ich in 99 Tagen im Krankenbett liege und vor Aufregung mit Sicherheit kein Auge zubekommen werde. 99 Tage, oder auch:

Mittwoch, der 8. Februar 2012, morgens halb 9 in Frankfurt am Main. Zum Frühstück gibt es den restlichen Schluck Abführmittel, obgleich ich vor Aufregung die Tage davor eh nichts mehr runter bekommen habe.

Und dann ... verlasse ich das Zimmer in meinem weißen Krankenhausbett und werde in den OP gefahren, ganz wie damals als ich 7 Jahre alt war und mir der gutartige Tumor aus fötalem Stammgewebe aus dem Knie operiert wurde, nur dass dieses mal andere Dinge heraus geholt werden, was aber nicht weniger dramatisch ist als in der Haupt-Wachstumszone des Beines herum zu rödeln.


Nur eines: Ich bin wahnsinnig(!!!) aufgeregt!!!


Meine Therapie ist im Moment auch ziemlich anstrengend und wird so denke ich noch weiter gehen, aber irgendwann werde ich das alles hinter mir haben. Manchmal fühle ich mich zwar überwältigt, aber ich weiß dass ich gestärkt hinaus treten kann, wenn ich über meine Schatten gesprungen bin.

 

Donnerstag, 6. Oktober 2011

OMG

"Sehr geehrte Frau S[...],

ich habe eine gute Nachricht für Sie:

Für die geplante Geschlechtsangleichende OP übernehmen wir die Kosten im Rahmen einer stationären Behandlung [...]"


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XD

Sonntag, 11. September 2011

IS >>アイエス<< TV-Drama

Seit Juli diesen Jahres wird nun schon im japanischen Fernsehen auf TV-TOKYO ein Fernsehdrama ausgestrahlt, welches ähnlich wie der Anime Hourou Musuko, welcher Anfang des Jahr ausgestrahlt wurde, ein ziemlich tabuisiertes Thema anspricht.
Dieses mal geht es aber um Intersexualität, oder kurz IS*.



* auf Japanisch ai wie I und esu wie S, sprich Aiesu oder アイエス.



Intersexuelle Menschen sind Menschen, die im gängigen medizinischen Geschlechterdefinition nicht eindeutig einem der zwei Geschlechter zugeordnet werden können. Es gibt viele verschiedene Ausprägungen dessen und oft wird es erst in der Pubertät oder später im Leben entdeckt, bei einigen aber auch schon kurz nach der Geburt, insbesondere wenn ein Baby mit uneindeutige Genitalien zur Welt kommt.

In Aiesu werden hierbei die Zahlen 1:2.000 Neugeborene und 1:4.500 Neugeborene mit uneindeutigen Genitalien genannt.

Dazu werden die zwei Intersexuellen Haru (links im Video oben) und Miwako (rechts im Video oben) abgebildet. Beide wurden mit uneindeutigen Genitalien geboren, und beide haben im Alter von 15 Jahren (glücklicherweise) noch keine genitalen Operationen durchgeführt bekommen, obgleich Miwakos Mutter sie schon seit Jahren dazu drängt und ihr seit ihrer Kindheit Hormone verabreicht.

Miwako leidet sehr stark unter ihrer Mutter und deren psychischen Problemen mit ihrer Intersexualität. Sie betrachtet Miwako als eine Strafe von Gott dafür, dass sie ihr erstes Kind (vor Miwako) während der Schwangerschaft verlor und tut alles, was in ihrer Macht steht um Miwakos Geheimnis geheim bleiben zu lassen und sie zu einer "normalen Frau" zu machen. (Anmerkung: Normal heißt hier eher Puppen-haft)

Haru dagegen wächst mit seiner jüngeren Schwester Natsu in einem offenen und sorgenden Elternhaus auf, obgleich seine Eltern nach der Geburt sehr schockiert waren und die Ärzte sie dazu gedrängt haben so schnell wie möglich eine Korrektur-OP durchführen zu lassen, woraufhin Harus Mutter sich beinahe mit ihrem Baby vom Krankenhausdach gestürzt hätte. Aber daraus lernend gingen sie seitdem offen mit dem Thema um und ließen ihn sogar als Junge zur Schule gehen, obwohl seine Geburtsurkunde weiblich ist, da er eine Gebärmutter besitzt und quasi körperlich mehr weiblich ist. (Er wurde mit einem Eierstock und einem Hoden geboren, welcher aber wegen der Entartungsgefahr entfernt wurde.) Daher dachten seine Eltern auch zuerst er wäre ein Mädchen, was sich aber alsbald als Fehleinschätzung heraus stellte, da er durchweg ein Junge ist.

Allerdings geht Haru nun zusammen mit Miwako auf eine Oberschule, die den Fakt IS gar nicht gerne sieht. So muss Haru nun als Mädchen zur Schule gehen, oder besser es versuchen.

Und dabei hasst er Lügen ...


Hier eine kleine Vorschau, leider ohne Untertitel...




Meine Einschätzung dieses TV-Dramas ist sehr hoch. Das liegt nicht nur an dem Fakt, dass es um Intersexualität geht, und diese dazu noch moralisch finde ich sehr sehr gut rübergebracht wird, sondern auch weil ich den Manga, der als Vorlage diente, seit Jahren verfolge.
Ich kann dieses Drama jedem empfehlen, der sich für Intersexualität und spannende Inhalte, genauso wie Tabu-Themen interessiert.



Und so kommt ihr an Aiesu-Folgen …

Leider gibt es keine Streaming-Angebote mehr, da sie aus Urheberrechtsgründen entfernt wurden.
Allerdings könnt ihr die Folgen trotzdem als Torrent downloaden.

Es sollte hier jedoch jedem klar sein, dass sowohl Streaming, wie auch Herunterladen von geschützten Inhalten in Deutschland illegal ist. Ebenso übernehme ich keine Verantwortung für verlinkte Inhalte oder Tipps für Internetsuchen.

Die Torrents erhaltet ihr, indem ihr z.B. nach "IS ep01 (TX 704x396)" in eurer favorisierten Suchmaschine sucht.
(und fortlaufend für weitere Folgen)


Torrents kann man mit entsprechenden Torrent-Clients herunterladen, da der Inhalt nicht auf Servern liegt, sondern auf den Computern ganz vieler Menschen mit laufendem Torrent-Client. Auf Linux ist z.B. meist Transmission o.ä. vorinstalliert.

Ihr könnt die Folgen inzwischen auch bequem z.B. auf asiancinematic herunterladen.

Die englischen Untertitel erhaltet ihr dagegen bei KizunaFS. (Unten auf der Seite, die *.ass-Dateien)

Öffnet dann einfach das Video im VLC-Player und wählt als Untertitel die *.ass-Datei aus. Fertig :-)

Mittwoch, 7. September 2011

MDK bla

Ich komme also gerade vom MDK-Sachsen zurück ...

es ging dabei nur um ein Gespräch mit meiner Sachbearbeiterin dort über meinen Antrag auf die GaOP. Sie wollte noch einmal meine gesamte Lebensgeschichte wissen, über meine Pubertät, Sexualität, dann die Therapien, Depressionen und Selbstverletzungen und über weitere geplante somatische Dinge und so weiter.

Aber letztlich fragte ich sie natürlich ob sie ein positives Gutachten ausstellen werde, aber da hielt sie sich mit einer Aussage zurück, da ja letztlich die Krankenkasse entscheide und sie ja quasi nur eine gutachterliche Empfehlung ausstelle.


Und genauso fühle ich mich im Moment auch, ich weiß nicht so recht was ich denn nun denken und glauben soll.
Es würde für mich absolut keinen Sinn ergeben, wenn das ganze Prozedere jetzt noch einmal abgelehnt werden würde, absolut keinen, aber das muss ja wirklich nichts heißen.
Wenn das wirklich so wäre, ganz ehrlich ich wüsste nicht wie es weitergehen sollte...

:'(


Wahrscheinlich bin ich mit einer viel zu großen Erwartung und Vorfreude, dass es vorwärts geht hingegangen ...

Sonntag, 4. September 2011

MDK ich komme, oder so.

Am Mittwoch ist es soweit ... um 10 Uhr Ortszeit habe ich einen Termin mit meinem MDK wegen der OP ...

Der MDK ist der medizinische Dienst der Krankenkassen und ist dafür verantwortlich zu begutachten ob Kosten erstattet werden oder nicht.

Und nun ist es auch für mich fast soweit ... ich hatte mehrfach daran gezweifelt ob ich wirklich an diesen Punkt kommen werde ... und ich bin nun einfach nur so aufgeregt und hoffe, dass da nicht schief gehen wird und der/die Sachverständige nett sein wird und ich da auch nichts vermasseln werde ....... :(

Vollständige Unterlagen habe ich ja (den Befundbericht meines Psychotherapeuten bekomme ich erst am Dienstag...), und sogar ein Schreiben von Prof. Sohn persönlich ... dazu diese unzähligen Schreiben und Gutachten und Berichte und bla ...

Wünscht mir Glück!! :(

Ein Sommernachts(alb)traum?

4 Monate ist es her, dass ich einen Neustart gesucht habe, sowohl örtlich wie auch beruflich. Allerdings entstand daraus innerhalb weniger Stunden ein Albtraum.

Ich möchte und kann das noch nicht ausführlich darlegen, deswegen fasse ich mich hier sehr bündig.


Es war eine für mich persönlich sehr schöne Zeit, aus der ich viel mitnehme und in der ich viel gelernt und mich persönlich weiterentwickelt habe.
Ich bin nicht nur an einen neuen Ort gezogen, habe mich eingelebt, Freunde gefunden und Spaß gehabt, ich habe auch in meiner Klasse viel Unterstützung und Freundschaft aufgegabelt und mich wohl gefühlt, die Arbeit im Krankenhaus ist zwar anstrengend, aber es hat mir Freude bereitet und ich habe gerne geackert.

Doch, anscheinend, bin ich immernoch nicht gut genug. Zwar fühle ich mich heute so lebendig und kräftig und lebensfroh und arbeitsfähig und belastbar wie noch nie in meinem Leben zuvor ... aber es ist leider immer noch nicht genug. Ich muss noch besser, noch stabiler, noch energetischer, noch bla werden, um der Gesellschaft und Arbeitswelt als Erfolg verkauft werden zu können.

Es schien alles ganz okay zu sein, bis zu dem Tag, an dem mir meine Klassenlehrerin mit distanzierten und verständnislosen Augen gegenüber trat und mir am nächsten Morgen die Kündigung überreicht wurde.
Meine Noten entsprachen einem fast perfekten 1ser-Schnitt, meine Arbeitsleistung etwa im 2er-Bereich. Ich hatte ein paar Einreißer, gut, aber bisher habe ich immer aus meinen Fehlern gelernt und nie etwas zwei mal gemacht. Worauf es letztlich aber nicht ankam.

Denn trotz meiner guten Beurteilung, auch seitens der Patienten, hatte ich über die ganze Zeit (natürlich, da ja auch die ganzen Jahre zuvor) psychische Probleme. Nicht mit der Ausbildung, sondern mit mir und meinem "Thema", was aber nichtig war.
So zweifelten sie zuletzt an meiner Belastbarkeit und meiner Berufseignung, was aber dann zu einem "Mangel an sozialer Kompetenz" um-zusammengefasst wurde, wogegen ich natürlich nur Widersprechen kann, immerhin habe ich gefühlt tausend mal mehr Empathie als meine Schulleitung. Aber darauf kommt es ja nicht an.

Ich vermute deshalb einfach nur stark, ich bin ihnen nicht "gesund" genug (deswegen kann ich ja auch nicht meine Berufsunfähigkeitsversicherung aufstocken lassen...) oder sie haben etwas von der TS spitzbekommen (wenn dann eher beides). Anders kann ich mir das nicht erklären.

Jetzt sitze ich jedenfalls wieder bei meinen Eltern und freue mich auf ein Jahr Krank-Spielen. (Und hoffentlich die OP)

Samstag, 20. August 2011

kleines Hormonlexikon #1

Was sind eigentlich Hormone? Hormone sind sehr kleine chemische Substanzen, die als Botenstoffe zwischen Zellen/Organen fungieren, um spezifische Reaktionen auszulösen.
Das ganze funktioniert so, dass eine Hormondrüse, wie z.B. die Hirnanhangsdrüse spezielle Botenstoffe ins Blut o.a. ausschüttet, um ein spezifisches Organ, z.B. die Eierstöcke oder einen Vorgang anzuregen oder zu hemmen.
So basiert etwa z.T. die Verdauung, die Energiezufuhr der Zellen, das Wachstum von Kindern, geschlechtsspezifische Funktionen, die Regulation von Wach-sein, Schläfrigkeit, Angst, Stress, ... und weiteres allein auf der Funktion von Hormonen.


Was ich hier aber näher beleuchten möchte, ist die Art wie spezifische Sexualhormone auf den menschlichen Körper wirken, was es für spezielle Medikamente diesbezüglich gibt und welche Nebenwirkungen ich feststellen konnte.
Dabei soll dies hier v.a. als Hilfe für MzF-TS dienen, damit Zusammenhänge und Wirkungen besser verstanden und greifbarer werden.



Östradiol (auch Estradiol)
Östradiol ist das wirksamste Hormon der Gruppe der Östrogene und wirkt stark aufbauend auf v.a. Brustdrüsen und Gebärmutterschleimhaut. Der Referenzbereich liegt je nach Zyklusphase bei 30-300 pg/ml Blut.
Die Wirkung von Östradiol zeigt sich dabei bei mir v.a. in einem angeregten Kreislauf, Herzpochen, Verhärtung und Anschwillen des Brustdrüsengewebes, geringere basale Temperatur, Lubrikation, Libido-Steigerung, innere Unruhe, Migräne-Neigung, in Kopplung mit Stress Obstipation und Akne-Rückgang.

Östriol (auch Estriol)
Östriol ist das schwächste der Östrogene und spielt v.a. eine wichtige Rolle während der Schwangerschaft. Es wirkt generell als Antagonist zu Östradiol und verringert so das Entartungsrisiko.

Progesteron
Progesteron ist das klassische Schwangerschaftshormon. Es spielt jedoch als Ergänzung zu Östradiol und als Ausgangshormon des körpereigenen Hormonstoffwechsels auch außerhalb der Schwangerschaft eine wichtige Rolle.
Dabei ist es v.a. an der Entwicklung der Brustdrüsen beteiligt und erhält die Gebärmutterschleimhaut ohne sie weiter aufzubauen. Es wirkt zudem im menschlichen Körper als Unterstützer des Östradiols, da es deren Wirksamkeit an den Rezeptoren erhöht, aber gleichzeitig auch als Gegenspieler, da es die Nebenwirkungen ausgleicht.
Zur Metabolisierung spielt es insofern eine wichtige Rolle, da es v.a. in der Leber, den Nebennieren und den Gonaden zu Testosteron umgebaut wird und sich so insbesondere auf den Urogenitaltrakt auswirkt.
Je nach Zyklusphase liegt der Refenzbereich bei etwa 1-12 ng/ml (oder mehr).
Bei mir zeigt sich die Wirkung v.a. in einem gedämpften Kreislauf (Übelkeit bei zu hoher Dosis und niedrigem Östradiol), Verschwinden des Herzpochens, Weich-werden des Brustdrüsengewebes, erhöhte basale Temperatur, bei oraler Einnahme Müdigkeit und Entspanntheit und in gesteigerter urogenitaler Aktivität.

Testosteron
Testosteron ist das typisch männliche Hormon. Es kommt logischerweise v.a. bei Männern vor, ist aber in jedem Fall essenziell in der Hormonsynthese, da es v.a. in den Eierstöcken in Östradiol umgewandelt wird.
Es wirkt i.d.R. vermännlichend und "Libido-steigernd", ist aber weit weniger aktiv als DHT oder Östradiol. Der Referenzbereich liegt bei Männern bei etwa 3-10 ng/ml und bei Frauen 0-0,8 ng/ml, wobei 0,2-0,5 ng/ml als "gesund" angesehen wird, bei Einnahme von Kontrazeptika i.d.R. der Wert dagegen bei <0,1 ng/ml liegt.


Dihydrotestosteron (auch DHT)
DHT ist die 8fach stärker wirkende Version des Testosterons und in seiner Anabolität das Äquivalent zu Östradiol. Es wird durch 5-alpha-Reduktase aus Testosteron gebildet, welche u.a. durch Progesteron blockiert werden kann, wodurch es zu einer Minderung des DHT-Spiegels kommt.
Der Referenzbereich liegt bei Männern bei 250-990 pg/ml und bei Frauen bei 24-368 pg/ml (prämenopausal, danach ist er geringer).


Verschiedene Medikamente, die ich getestet habe ...


1. Östradiol

a) Tabletten (z.B. Estrifam) mit 2 mg Östradiol
oral: Bei oraler Einnahme habe ich eine zeitlich versetzte Wirkung festgestellt. Es zeigte sich dabei eine negative Wirkung auf meinen Magen (Reizung/Hungergefühl/Aufstoßen) und eine leichte Unverträglichkeit bei Einnahme auf leeren Magen. Desweiteren habe ich eine Antriebsdämpfende Wirkung festgestellt (ich denke wegen Hormonunterproduktion).
sublingual: Bei dem Unter-der-Zunge-zergehen-lassen habe ich eine raschere und vermehrte Aufnahme ins Blut als bei der oralen Einnahme festgestellt. D.h. es zeigten sich sehr schnell die Östrogenwirkungen. Einzig negativ ist mir die vermehrte Neigung zur Migräne aufgefallen. Außerdem gelingt mir zumindest das Zergehen-lassen nur während des im-Bett-liegens, da nur da meine Zunge ruhig liegt und der Speichel die Tablette richtig auflöst.

b) Gel (z.B. Oestraclin) mit 0,6 mg Östradiol je 1 g Gel
Das Gel wird transdermal, sprich auf der Haut angewendet und zeigt eine ähnlich rasche Wirkung wie die sublinguale Applikation der Tabletten.

c) Pflaster (z.B. Estraderm) mit 3mg Östradiol
Das Pflaster wird auf die Haut geklebt und gibt im Unterschied zu Tabletten/Gel den Wirkstoff kontinuierlich und gleichmäßig ab, sodass keine sogenannten Peaks entstehen, die insbesondere für die Entstehung von Nebenwirkungen verantwortlich sind. 100er-Pflaster geben dabei etwa 3mg kontinuierlich ab und produzieren einen Blutspiegel um die 100 pg/ml, die 50er und 25er wirken äquivalent.
Das Pflaster bildet kaum Nebenwirkungen aus, sofern denn der Klebstoff vertragen wird, wobei ich da bisher keine Unverträglichkeit feststellen konnte. Das einzige Manko am Pflaster ist, dass es je nach Größe sehr unpraktisch zu handhaben ist. Zum einen hält/wirkt es nur auf Körperstellen, die kaum Bewegungen ausgesetzt sind, aber trotzdem genügend Subkutan-Gewebe besitzen – empfohlen werden dabei Gesäß und Abdomen, die Brust sollte dabei möglichst vermieden werden (offensichtlich wegen Verhärtungen/Entartungen) – zum anderen hält es meiner Erfahrung nach z.B. keine körperliche Aktivität und Schweiß aus (z.B. Sport, oder Umräumen/Schrankwände aufbauen ...) und beim Baden bin ich auch kritisch (insbesondere Chlor- und Salzwasser), wobei es bisher alle Dusch- und Vollbäder ohne Abzugehen ausgehalten hat.


2. Progesteron

a) Creme (z.B. Nature's Precise Cream) mit ~17 mg mikronisiertem Progesteron je 1 g Creme
Die Creme wird transdermal angewendet. Naturgemäß ist der Effekt von Progesteron aber eher subtil, weswegen die Wirkung am ehesten am Abklingen der Östradiol-Nebenwirkungen sichtbar wird. Nebenwirkungen habe ich bisher nicht feststellen können, ich bekomme nur gelegentlich beim Schlafen Ödeme v.a. an den Händen, die aber allein durch Bewegung und Förderung des Lymphabflusses sehr leicht und schnell beseitigt werden können.

b) Kapseln (z.B. Utrogestan) mit 100mg mikronisiertem Progesteron
oral: Durch die höhere Dosierung als die Creme ist die Wirkung auch erhöht, allerdings durch die orale Einnahme etwas verzögert. Ebenso wird bei oraler Einnahme ein großer Anteil des Progesterons in der Leber in Pregnandiol metabolisiert, welches müde macht und schlaffördernd wirkt. Sonstige Nebenwirkungen habe ich bisher nicht feststellen können.
rektal: Eine weitere Möglichkeit der Einnahme ist die vaginale bzw. rektale Applikation. Bei der rektalen Applikation habe ich aber nur eine schwächere Wirkung als bei der oralen Einnahme feststellen können, obwohl die Aufnahme hier höher sein sollte. Da ich diese Applikationsform zudem als sehr umständlich empfinde, bleiben meine Favoriten die orale und transdermale Lösung.

c) Gel (z.B. Progestogel) mit 10 mg mikronisiertem Progesteron je 1 g Gel
Das Gel ist genauso zu handhaben wie die Creme, allerdings ist die Konzentration des Progesterons relativ gering, sodass große Mengen des Gels verwendet werden müssen, um ein der Creme oder den Kapseln äquivalentes Ergebnis zu erreichen. Deswegen bin ich auch damals vom Gel auf die Creme umgestiegen.
Hinzu kommt, dass insbesondere Progestogel einen weißlichen Belag auf der Kleidung hinterlässt, was ich persönlich für sehr unschön empfinde... aber letztlich rein kosmetischer Natur ist.

3. Sonstiges

a) Cyproteron-Acetat (CPA) in Androcur mit 10 mg
CPA ist ein Testosteron-Derivat und wirkt antiandrogen und gestagen. Es wird v.a. bei Hirsuitismus, Akne und weiblicher Alopezie angewendet. In hohen Dosen wird es bei Männern bei Hypersexualität eingesetzt ("Sexualstraftäter"). Außerdem wird es häufig bei MzF-Transsexualität eingesetzt, um die Produktion des Testosterons und die Spermiogenese zu stoppen. (Das funktioniert aber auch mit Kontrazeptika bzw. z.T. erhöhter Menopausen-HRT)
Bei mir stelle ich inzwischen bei einmaliger Einnahme keine Wirkung von CPA mehr fest. Allerdings wirkt es sich nachteilig auf meinen Antrieb und meine Hormonrezeptoren aus, so dass ich nach mehreren Tagen der Einnahme eine mittelschwere depressive Verstimmung und eine gesteigerte urogenitale Aktivität ähnlich der Testosteron-Wirkung erfahre.
Desweiteren wirkt es sich negativ auf den Progesteron-Haushalt, Prolaktin-Haushalt und eben die Psyche und die Hormonrezeptoren aus, weswegen ich aus meiner persönlichen Erfahrung davon abrate, wenn sonst ein gesunder weiblicher Hormonhaushalt vorherrscht.


Apropos Hormonhaushalt ... Woran erkenne ich, dass er gesund ist?


Im Moment nehme ich folgende Mittel ein und bin auch fast super-zufrieden damit:
Östradiol-Pflaster 3 mg kontinuierlich
Östradiol-Tablette sublingual 2 mg zur Nacht
Östradiol-Gel 1 mg morgens
Progesteron-Kapsel 100 mg zur Nacht
Progesteron-Creme 20 mg morgens

Die gesunden "Symptome" sind ...

1. Der Kreislauf
Der Kreislauf ist stabil, er hält langes Stehen, Liegen und körperliche Anstrengung aus; du fühlst dich am Tag wach und Nachts müde; du fühlst dich weder schlapp, noch agitiert; du hast kein Herzpochen und keine Übelkeit; du hast Energie und Kraft

2. Die Haut
Die Haut ist geschmeidig, weich, hat eine gesunde Farbe und bildet keine Komedone. Die Haare sind kräftig und haben einen gesunden Schimmer und die Nägel sind hart, transparent und druckfest. Es besteht zudem kein Hirsuitismus, d.h. kein Terminalhaar außerhalb der Scham- und Achselbehaarung (plus Kopfhaar natürlich).

3. Die Augen und das Gehirn
Die Augen sehen scharf, die Sehstärke variiert nicht und sie schmerzen auch nach längerem Lesen oder bei Tageslicht nicht. Die kognitiven Leistungen sind normal und Reaktionen nicht verlangsamt. Ebenso besteht keine erhöhte Migräne-Neigung.

4. Der Verdauungstrakt
Es entstehen keine Magenbeschwerden, Übelkeit, Heißhunger, Appetitlosigkeit, Hungergefühl, Völlegefühl, häufiges Aufstoßen, Bauchschmerzen, Obstipation oder Diarrhoe. Außerdem entwickeln sich keine Unverträglichkeiten gegenüber bestimmter Lebensmittel oder Medikamente.

5. Die weibliche Brust
Die Brüste fühlen sich weder hart noch leer an. Es entstehen durch Abtasten des Gewebes und der Brustwarze keine Schmerzen und es sind auch keine Knötchen tastbar (sehr harte kleine Kügelchen, die im malignen Zustand an der Brustmuskulatur hängen und sich somit nicht wie das Brustdrüsengewebe verschieben und verformen lassen, sehr typisch für Tumore sind Hautveränderungen um den Brustwarzenhof). Ebenso sind die Brüste nicht angeschwollen, aber auch nicht eingefallen (typisch bei Hormonunterproduktion) und haben ein gesundes wohlgeformtes Aussehen.

6. Der (v.a. weibliche) Urogenitaltrakt
Hier spreche ich mich nur auf die von mir erlebbaren Dinge aus, also nicht wundern, dass Zyklus-bedingte Sachverhalte fehlen.
Das Wasserlassen verursacht keine Schmerzen oder Hautreizungen und es bestehen auch keine Stenosen der Harnröhre. Die Schleimhäute sind normal bis rosiger Farbe, leicht feucht und reagieren nicht entzündlich auf Berührungen. Ebenso geben sie keinen Geruch ab und bilden keinen Ausfluss (Bakterien- und Pilzinfektionen, erkennbar z.B. an fischigem Geruch oder Juckreiz und weißlichen Belägen – nicht zu verwechseln mit Smegma). Der pH-Wert der Schleimhäute ist sauer (wichtig ist zu beachten, dass die Prostataflüssigkeit alkalisch ist und das saure Milleu angreift!) und sie beherbergen eine natürliche Scheidenflora (erreichbar mittels Döderlein-Vaginalzäpfchen).
Desweiteren erfolgt bei sexueller Erregung eine natürliche, aber nicht verstärkte Mehrdurchblutung und Lubrikation.



... und nächsten Monat probiere ich Kontrazeptika aus ;-)

Anregungen, Kritik, Verbesserungen, Wünsche, Fragen, ... sind herzlich willkommen :-)

Sonntag, 31. Juli 2011

negative Gutachten...

Nun, hier möchte ich die "negativen" Gutachten mal zusammengefasst darstellen ... Unterm Strich sind sie nämlich gar nicht mehr so negativ, und außerdem weiß ich schon wie ich da jetzt weiter vorgehe ;)


Gutachten 1, naja Stellungnahme trifft es eher:

Nach einjähriger Mindestbehandlungzeit sowohl in hormoneller wie auch in psychotherapeutischer Hinsicht mit regelmäßiger ärztlicher Kontrolle nach dem Bescheid zu §1 TSG ist zusätzlich §8 TSG beantragbar. Ein vorzeitiges Beantragen von §8 TSG, oder gleichzeitigem beantragen von §§1,8 TSG kann nicht statt gegeben werden.
Nach dieser Jahresfrist und durch 2 erneute Gutachten zur körperlichen wie auch psychischen transsexuellen Entwicklung kann (ohne Nachweis der Fortpflanzungsunfähigkeit oder des operativen Eingriffs) dem Antrag statt gegeben werden.

(sinngemäß von mir zusammengefasst)

Ich soll also laut ihm ein richtiges Gutachten (kostet mich 500 Euro...) bei ihm beantragen damit er mit mir ein Gespräch führen kann? Diese einjährige Frist hatte ich jedenfalls zu dem Zeitpunkt des Gutachtens seit einem Jahr und 4 Tagen erfüllt ...


Gutachten 2:

Die Antragsstellerin hat eine Sterilisation vorgenommen  und ist zeugungsunfähig. Eine GaOP ist noch nicht erfolgt, wird aber angestrebt.
Da dieser Punkt bei Frau S. möglich ist, lehne ich den Antrag ab.

(ääääähm ich glaube da gab es einen Kausalitätsfehler in seiner Argumentation! Ich korrigiere!)

Die Antragsstellerin trägt die Vornamen des anderen Geschlechts und nimmt Hormone ein. Das äußere Erscheinungsbild verändert sich, aber die operative Angleichung wird nicht vollzogen. Die Fortpflanzung ist weiterhin möglich. (Anmerkung: lol) Damit kann die Antragsstellerin als Frau Vater werden.
Da dieser Punkt bei Frau S. möglich ist, lehne ich den Antrag ab.

Was ich herauslese ist, dass Frau S. darunter leide noch die angeborenen Geschlechtsorgane zu besitzen und nicht wie eine Frau schwanger werden zu können. Das erste Leid kann praktisch gelöst werden, aber die zweite Vision ist eine negative Finalkausalität und nicht förderlich für eine sinnvolle Lebensbewältigungsstrategie. [...]

(sinngemäß von mir zusammengefasst)

Er beklagt also, dass ich nicht fortpflanzungsunfähig bin … was bereits ein Widerspruch zur Meinung des Gutachters 1 ist, aber für ihn essenziell. Wobei er aber in seinem Finale einen wichtigen Punkt verwechselt hat, siehe oben ;) Und sich weiter darüber aufregt, dass ich davon träume (Nachtträume hehe) schwanger zu sein, was in meinen Augen ein schöner Traum ist, und zudem indirekt über Adoptionen gelöst werden kann, was ich sogar in meinem Schreiben ansprach :P 

Wie dem auch sei, ich glaube nicht, dass mir jemand beweisen könnte, dass ich fortfplanzungsfähig bin ... vielleicht ja, wenn ich die Hormone 1-2 Jahre lang aussetze oder so, aber mh, warum sollte ich das tun? Und schwanger werde ich dadurch ja leider auch nicht! ;)


Nun werde ich aber Ende September mit meinem zuständigen Richter darüber sprechen, und danach meinen genialen Plan weiter spinnen, der mich leider je länger alles dauert immer mehr Geld kostet :(

Träume ....

Manchmal Nachts überkommen mich ja so manche verrückte Träume, die ich aber mit Interesse verfolge, um daraus Erkenntnisse für mein tägliches Leben zu ziehen.

Besonders interessant finde ich dabei ja Träume, in denen es um Geschlecht, meinen Körper, Sexualität, Liebe oder den TS-Weg geht, weil ich so erkenne was mein Unterbewusstsein über diese Dinge "denkt" und abbildet. Oftmals verstecken sich darin ja Sehnsüchte, Hoffnungen, Visionen oder Ängste, die im Alltag oder im Bewusstsein gerne in den Hintergrund rutschen und ich damit mich und meine Beziehung zu meiner Umwelt viel klarer verstehen kann.
Zudem gibt es mir oft Trost oder Befriedigung gewisse Themen "bearbeitet" zu haben, die ich so klar wie im Traum in der Realität selten erlebe, und dann daraus Schlussfolgerungen auf mein reales Sein zu schließen.

Heute Nacht hatte ich z.B. einen tröstlichen, niedlichen, wenn auch bitteren Traum...

Ich bin in meinem Beruf als Krankenschwester mit einer Patientin – ein Mädchen in meinem Alter bzw. wenige Jahre jünger als ich – gemeinsam zu einer abdominalen Sonographie (Ultraschalluntersuchung des Bauches) gegangen, die von meiner Stationsärztin durchgeführt wurde. Das Mädchen war vom Charakter her rebellisch, etwas launisch, aber in diesem Moment benötigte sie Beistand, weswegen ich mit ihr gemeinsam zu der Untersuchung ging und auch während der Untersuchung bei ihr blieb.

Die Sonographie wurde durchgeführt, weil ein Verdacht auf eine Ovarialinsuffizienz – eine Unterfunktion der Eierstöcke – bestand. 

Die Untersuchung selbst verlief ohne Probleme und die Bilder auf dem Monitor des Ultraschallgerätes waren für die Ärztin eindeutig. Sie erklärte, dass die Ovarien – die Eierstöcke – nicht richtig ausgebildet seien und deswegen die (primäre) Ovarialinsuffizienz diagnostiziert wäre. Dies verdeutlichte sie uns an Hand der Bilder auf dem Monitor, auf denen die Eierstöcke etwas kleiner als normal abgebildet waren und zudem hohl erschienen.

– In diesem Moment dachte ich, omg! das ist ja genau wie bei mir! –

Daraufhin erläuterte sie uns, dass die Eierstöcke hohl seien, weil sie nicht mit Eizellen gefüllt seien, sondern mit Muttermilch (omg?!). Sie erklärte, dass normalerweise alle Ovarien einmal in diesem Entwicklungspunkt sind, aber dann die Eizellen sich ausbilden und reifen und dabei die Muttermilch komplett absorbieren, bis das Ovar mit Eizellen gefüllt ist.

– Ich stellte mir das ganze bildlich vor und dachte dabei erneut, dass ist ja genau wie bei mir! –

Das Mädchen wirkte nun auch sichtlich geschockt, und ich sah wohl auch etwas schockiert aus. Die Ärztin erzählte nur noch, dass eben diese Entwicklung der Ovarien aus unbekannten Gründen bei manchen Mädchen stehen bleibt, und dass das hier der Fall sei.

Damit endete dieser Traum … 


Hintergrund ist vielleicht, dass ich letzte Woche bei einer neuen Hausärztin war und sie mich wegen primärer Ovarialinsuffizienz an meinen Endokrinologen überwiesen hat…
Aber was hat das mit Muttermilch zu tun?

Und hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass ich meine ähm "Eierstöcke" eigentlich inzwischen auch eher als solche empfinde? Was ja eigentlich unrealistisch ist, zumal sie im Moment durch die "Kontrazeptika" inaktiv sind und wenn sie aktiv wären, das eher sehr unschön wäre?


Ich dachte mir ich stelle demnächst auch mehr Träume hier hinein, und vielleicht fällt irgendwem noch mehr darin auf als mir jetzt aufgefallen ist?

PS: Psychisch geht es mir im Moment wieder einiges besser :) Nächste Woche lasse ich mich wieder lasern und die Woche darauf bin ich bei einer Psychiaterin, und ich denke ich werde mal Antridepressiva probieren, um meine Stimmungsschwankungen Richtung Keller besser in den Griff zu bekommen ...

Samstag, 23. Juli 2011

Gutachten und Gefühle

Im Moment geht es mir so schlecht wie lange nicht mehr, ich fühle mich sehr gestresst und mir fehlt es etwas an Zeit, die ich für mich selbst benötige, um mich wohl zu fühlen.

Auch habe ich vor einer Woche die Nachricht erhalten, dass die 2 Gutachter, die das Amtsgericht für ein Gutachten für die Personenstandsänderung angeschrieben hatte, beide ein negatives Gutachten erstellt haben.
Den genauen Wortlaut kenne ich noch nicht, da der Brief an meine Eltern geschickt wurde, aber seitdem fühle ich mich irgendwie wie von einem großen Stein erschlagen ....

Zwar war ich an dem Wochenende bei einer sehr guten Freundin in Düsseldorf und ich konnte die Zeit trotzdem noch genießen, aber sobald ich alleine saß, kamen mir die Tränen...

Seitdem ging es mir mit fast jeden Tag schlechter, ich wurde sehr nervös und bin mit den Nerven wieder fast am Boden aufgeschlagen, habe mich verletzt und jeden Tag Kopfschmerzen gehabt.


Gestern abend hatte ich dann extreme Kopfschmerzen, die dann zu einer der stärksten Migräneattacken geführt haben, die ich erlebt habe, ich hätte mich beinahe übergeben und konnte überhaupt nicht mehr denken, es tat einfach nur noch alles weh und mir war schwindelig und kotzübel.

Heute geht es mir zum Glück wieder besser, aber ich fürchte, die Attacke könnte jederzeit wieder kommen ... =S

Aber ich realisiere wieder immer mehr, dass ich die OP brauche ... wirklich brauche! Und ich habe seit einem Monat nichts mehr von meiner Krankenkasse gehört ... und die negativen Gutachten haben sofort zu Zweifeln bzgl. der OP-Übernahme geführt, was mir den Boden zusätzlich unter den Füßen weggezogen hat.


Zum Glück habe ich mich wieder etwas beruhigt, aber ich werde noch einige Tage und viele Stunden für mich selbst brauchen, um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.... seufz ....

Montag, 27. Juni 2011

Intermezzo von Ärzten und Verliebtheit

Ärzte ... =)

Ich hatte wegen meinem Vorgespräch bei Prof. Sohn ganz schönen Stress mit allerlei Ärzten ...

Der Hintergrund war, dass ich für das Gespräch natürlich eine Überweisung brauchte, aber die zu besorgen bis ins unendliche nach hinten geschoben hatte, bis ich am Tag vor dem Gespräch mitbekam, dass an diesem Tag um diese Uhrzeit kein Arzt in meiner ganzen Stadt mehr Sprechstunde hatte! >.<
Deswegen bin ich zur Not dann am nächsten Vormittag zur am besten erreichbaren Ärztin gelaufen ... und es hat auch geklappt mit der Überweisung ... allerdings ... war ich viel zu aufgeregt und viel zu emotional angespannt und viel zu unsicher und voller Scham, dass ich ihr nichts von der Transsexualität erzählt habe ... und also mit einer falschen Diagnose auf dem Ü-Schein nach Frankfurt getigert bin ...

Das war sehr dämlich von mir, muss ich ehrlich sagen ...

In Frankfurt hat mich dann natürlich eine der urologischen Ärztinnen dafür angefahren und mich zur Rede gestellt (es ist ja wichtig um es bei der Krankenkasse abrechnen zu können) ...
Sie war fest überzeugt ich müsste zu mir stehen und offen damit umgehen, denn ich sei ja schon so weit und kann stolz auf mich sein müsste mich nicht verstecken und bla, sie war richtig aufgebracht ... ich dagegen bin überzeugt dass es am besten ist das alles aus meinem Alltag heraus zu halten, wovon sie aber nichts hören wollte ...
Deswegen habe ich dann auch *rot werd* angefangen zu heulen weil ich mich so unter großem Druck gefühlt habe und war mit den Nerven noch mehr am Boden als sie ohnehin schon waren, da mir sowieso schon alles zu viel war...

Gott sei Dank ging es mir aber als mich Prof. Sohn empfangen hatte schlagartig besser und ich ging mit einem freudigen Gesicht aus dem Gespräch heraus.
Nur den Ü-Schein musste ich noch nachreichen ...

Dafür war ich letzte Woche noch bei einem TS-freundlichen Urologen, zu dem ich eigentlich hätte gleich gehen können ... denn ich brauchte ja unbedingt eine Überweisung, da ja das Quartal in wenigen Tagen endet und das Krankenhaus sonst das Gespräch nicht hätte abrechnen können ...

Den Ü-Schein habe ich auch bekommen und per Express ans Krankenhaus geschickt, wo es inzwischen in letzter Minute sozusagen bearbeitet werden konnte. Also hoffentlich, die Sekretärin hat mir nämlich nicht Bescheid gegeben ob es angekommen ist, aber es sollte jetzt alles geregelt sein.

Jedenfalls war der Urologe bei dem ich war sehr nett und hilfsbereit und hat sich gleich angeboten die Nachsorge der OP zu übernehmen...


Zudem war er sehr begeistert von der Tatsache, dass ich hier wo ich jetzt lebe vollkommen unerkannt lebe, d.h. dass niemand in meinem Umfeld von meiner TS weiß, außer natürlich die paar TS die ich kenne, aber nie meinen Freunden vorstellen werde.
Mir tut es auch echt gut, dass es so ist, weil ich so im Alltag mit nichts mehr konfrontiert werde, was quasi Seelenbalsam ist ...

Außerdem fand er es äußerst amüsant dass eine transsexuelle Frau in der katholischen Kirche angestellt ist (die natürlich nichts davon weiß) ;-) ;-)


I'll never ... get to France


Dear boy from France you have decided to be in love with someone else. Believe me, my feelings tell me to hate her over you, and it's hard to believe it all happened.
But go, go in peace, you brought tears enough. I hope it felt good to be liked.
I don't want to hear a thing anymore from you, my life will go on.


Me working in the medicine field freaked you out because of your angst. And you realized you need someone with a less sensitive mind and less problems than I have in life.

Sonntag, 26. Juni 2011

Unruhe und Verbissenheit

Immer schön Warten und Lächeln ...

make it change ... © 2011 Cornelia S.
auf der guten Seele sitzend in einem Moment
auf den anderen lässt Sehnsucht und Schmerz,
Trauer und Wut sich nieder
auf mein Gemüt und

ich realisiere wie sehr ich warte und lächle ...
jeder Tag beginnt und geht vorbei
mein Unterleib ist eine einzige Routine
ohne Emotionen, ganz neutral

doch wenn ich mich besinne ...
Tränen auf meinem Schoß
wünschen sich den Wandel herbei
... make it change


Vor anderthalb Wochen war ich in Frankfurt/Main bei Prof. Sohn zum Vorgespräch für meine GaOP. Es war sehr informativ, er hat mir alles wichtige und was mich interessierte detailliert und medizin-fachkundig erläutert und ist sogar mit seinen operativen Methoden auf individuelle Wünsche und Belange eingegangen. Er machte einen sehr offenen und äußerst fachkompetenten Eindruck auf mich.
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mich denke ich ihm anvertrauen.

Ich warte nur noch auf den positiven Bescheid vom MDK ... dann kann ich mir einen OP-Termin geben lassen, wobei die Wartezeit bei etwa 6 Monaten liegt.

... auf dem Stuhl hin und her rutschen und süffisant das Mündchen spitzen ... *make it change make it change make it change*


PS: Ich hoffe mein Gemaltes ist nicht zu freizügig ... es spiegelt meine Emotionen, ihre Intensität ...
... und ich pflege und wasche auf Arbeit täglich Intimbereiche, so dass ich da gar nicht mehr so ein richtiges Schamgefühl vor habe ...

Samstag, 7. Mai 2011

僕の三つの白羽 chapter 1 scene 3

~ Dies ist die Fortsetzung von Kapitel 1 Szene 2 ~


~*~ Kapitel 2 ~*~

Was zuvor geschah ...
Kaoru machte sich auf das alte Heim zu verlassen, um sich zu seiner Tante nach Toukyou zu begeben. Kaorus Vater verkaufte das Haus, um die Erinnerungen an seine verstorbene Ehefrau hinter sich zu lassen und um näher an seine Arbeitsstelle zu ziehen. Gleichzeitig soll das etwas frischere Klima in Toukyou seinen Gesundheitszustand verbessern.
Hanako dagegen freut sich auf die Ankunft Kaorus und verwechselt ihn anscheinend mit einer Sandkastenfreundin.




:: Kapitel 2 Szene 1 ::
:: Noch am selben Tag ::
:: Sonntag, der 13. September 1998 ::
:: Kaoru ::

Das Auto setzt sich in Bewegung, wir fahren los. Ich blicke nach hinten auf das Haus, als das Auto sich aus der Einfahrt bewegt. Nach einer Weile drehe ich mich wieder herum und schließe die Augen, um die Erinnerung an das Haus und den beruhigenden Garten in mein Gedächtnis zu brennen. Ganz automatisch schweifen meine Gedanken dabei ab und ich sehe die Tage nach Mutters Tod wieder vor meinen Augen flattern. Ich erinnere mich an die Melodie, die mir Mutter damals, als ich noch klein war, immer zum Einschlafen vorsang. Ich summe sie leise nach und gleite dabei in ein melancholisches Gefühl ab, in welchem ich mich wieder an Mutters letzte Worte erinnere. Sie sagte zu mir, siehst du, mir wachsen heute Nacht neue Flügel. Mit einigen Tränen in den Augen schlafe ich ein.

Ich spüre wie ich auf dem Polster hin und her geworfen werde, ich erwache und öffne meine Augen. Ich sitze noch immer in dem Wagen, und spüre nun bewusst die Erschütterungen der schlecht asphaltierten Straße. Ich blicke über meine linke Schulter aus dem Fenster. Der Wagen bewegt sich auf einer Landstraße, an meinem Fenster huschen Bäume vorbei, große Schatten, welche die mir ins Gesicht scheinende Spätsommersonne kurz verdecken. Ich schließe erneut meine Augen und verfolge den regelmäßigen Wechsel von Licht und Schatten auf meinen Augenliedern. Doch der schnelle Rhythmus macht mich nervös und ich drehe meinen Kopf zur Wageninnenseite.
In meinen Gedanken gehe ich noch einmal die Abfahrt durch und überlege, ob ich auch nichts vergessen habe. Mir fällt allerdings nichts auf, was ich vergessen haben könnte. Ich öffne die Augen und mein prüfender Blick wandert nun zu meinem Arzneibeutelchen, welches ich just aus meinem Ärmel ziehe, um dessen Inhalt noch einmal zu überprüfen. Dr. Takaguchi hatte mir gleich meine Medikamente für den ganzen nächsten Monat mitgegeben, damit ich keinen Engpass bekomme, falls etwas mit meinen neuen Arzt in Toukyou schief läuft. In meinem Arzneibeutelchen befinden sich von jedem Medikament noch eine fast volle Schachtel. Der Rest ist in meinem Arzneikoffer im Kofferraum des Wagens. Damit bin ich beruhigt, ich habe nichts vergessen, denke ich bei mir und wende mich wieder der Landschaft zu.

Der Wagen fährt neben Feldern entlang, hinter denen ich einige Berge und kleine Häuschen gen Himmel streben sehe. Ich male mir aus, wie lange es wohl schon her ist, seit dem ich gemeinsam mit Vater und Mutter in der Natur picknicken war. Vielleicht drei oder vier Jahre, ich habe das Gefühl ich wusste gar nicht mehr von der Schönheit der Wiesen, der Felder, der Berge und der Wälder. Meine Gedanken schweifen ab, ich male mir aus, wie die Leute in solchen Gegenden wohl so leben. Ich habe gehört, dass fern der Großstädte kaum noch junge Leute wohnen und so die dünnbesiedelten Gebiete immer verlassener werden. Am Horizont taucht hinter einem Berg ein alter Industriekomplex auf. Ich stelle mir vor, wie verlassen es auf dem stillgelegten und inzwischen von Pflanzen und Tieren besiedelten Gelände wohl sein mag. Birken wachsen aus halb zerstörten Dächern, Moos bedeckt zerbrochenes Fensterglas und Schwalben bauen Nester zwischen verrosteten Dachgiebeln. So schwebe ich in Gedanken durch die leeren Hallen und Verladeanlagen, vorbei an zerstörten Strommasten und verrosteten Maschinenteilen. Als der Komplex hinter einem bewaldeten Berghang verschwindet, kehren meine Gedanken zurück in den Wagen. Ich schaue in den Rückspiegel, der Fahrer schaut angestrengt nach vorn, während er den Wagen durch eine S-Kurve manövriert.

Und so kehren meine Gedanken wieder zu meinem zukünftigen Heim zurück. Ich denke an Tante Sachiko(1) und versuche einige Erinnerungen an sie hervor zu holen. Ich weiß, dass sie Vaters jüngere Schwester ist und ich früher wohl oft bei ihr gewesen bin. Als ich klein war, war sie glaube ich noch Studentin, obwohl sie eine Tochter in meinem Alter hat. Doch ich kann mich nicht mehr an sie erinnern, denn mit vier oder fünf Jahren bin ich mit Mutter und Vater aus Toukyou weggezogen. Tante Sachiko habe ich seit dem zwar einige male gesehen, aber so genau kann ich sie gar nicht beschreiben. Ich denke, ich würde sie wiedererkennen, das ist aber auch schon alles.

Ich schlage mein linkes Bein über das rechte, um meine Nervosität zu senken. Ich bin gespannt, wie ich wohl aufgenommen werde. Ein wenig fühle ich mich, wie wenn man auf eine Urlaubsreise geht. Mir ist dabei fast schlecht vor Verzücken, ich werde mich aber wohl oder übel überraschen lassen müssen, was so auf mich zu kommt.

Ich schaue erneut aus dem Fenster und versuche mich von meiner Aufregung abzulenken. Die Fahrt wird schließlich mit Sicherheit noch eine Weile andauern.

1: Sachiko Kawashima: Illustratorin für ein Josei-Magazin

Montag, 25. April 2011

Aktueller Sonnenstand

Es ist Ostern, ich mache Urlaub bei meinen Eltern, aber fahre heute noch zurück nach Rheinland-Pfalz. Und da ich im Moment keine Lust dazu habe (das Wetter ist diesig :/ ), dachte ich mir, muss ich mal wieder schreiben was denn so aktuell der Stand der Dinge ist ...

Zu allererst, die Ausbildung macht mega Spaß ;) Auch wenn ich schon diese Woche meine erste Klausur schreiben muss :( Es ist trotzdem total toll, und auch echt genial wieder unabhängig zu sein und viele Leute und Arbeit um mich herum zu haben :3


Was die Hormone betrifft, so habe ich jetzt einen neuen Endokrinologen in Frankfurt, der auch sehr zuvorkommend ist und mir auch alles verschrieben hat, was ich wollte.
Dabei habe ich an Hand der Blutergebnisse auch endlich schwarz auf weiß, dass 2mg Östradiol plus Progesteron sehr wohl dazu führen LH, FSH und das Testo auf ein Minimum zu reduzieren!
Das heißt aber auch, dass ich schon wieder fast unter dem Grenzbereich liege, obwohl meine DHT-Werte etwa im normalen Mittelbereich liegen, leider.

Mein aktueller Stand bzgl. der GaOP ist, dass ich einen Widerspruch an meine Krankenkasse geschickt habe. Und jetzt warte ich auf eine Antwort derer bzw. des MDK. Wenn meine Strategie funktioniert, bekomme ich die Kostenzusage, wenn nicht, muss ich mir eine/n neue/n Therapeut/in suchen und noch ein Jahr lang warten ...

Und was die Personenstandsänderung betrifft, so habe ich mein Amtsgericht beauftragt ohne weitere Gutachten anzufordern nach Aktenlage zu entscheiden, die, so finde ich, absolut eindeutig ist. Das war vor 3 Wochen und nun warte ich auf eine Antwort.
Ich rechne ja damit, dass ich ans Landesgericht verwiesen werde, allerdings rechne ich damit, dass dieses dem dann zustimmt oder aber den Ball zurück an das Amtsgericht schiebt, welches dann zustimmen muss.
Wie-auch-immer wird es bestimmt noch ein Weilchen dauern, bis ich sie habe.


Und last but not least bin ich dabei auf 4 mg Östradiol zu erhöhen, und das Androcur habe ich schon lange (erfolgreich) abgesetzt und nehme nur noch bei Bedarf 10 mg (im Moment etwa 4 Tabletten im Zyklus).

Mittwoch, 23. März 2011

Antwort des MDK

Gerade eben hat mich meine Krankenkasse erneut angerufen und mir mitgeteilt, dass der MDK meinen Antrag begutachtet hat...

Es ist wirklich so gekommen, dass der MDK-Sachverständige meine private Therapie nicht anerkennt, da diese nur eine Therapie und keine Psychotherapie gewesen ist (formal gesehen).

Das bedeutet, dass ich den Antrag im Februar 2012 erneut stellen darf bzw. mich dann wieder an meine Krankenkasse wenden kann, um dann die 18 Monate (die der MDK ab August 2010 zählt) "abgearbeitet" zu haben...


Für den ersten Moment ist es natürlich schon enttäuschend, auf den zweiten habe ich mir das ja schon gedacht, aber immer noch gehofft, es würde glatt laufen.

Zum Glück habe ich noch ein 32 Stunden Kontingent für Tiefenpsychologie in petto, nur wollte ich eigentlich auf Grund meiner Ausbildung eine Therapiepause machen, aus der jetzt wohl nichts mehr werden wird.

Adieu GaOP Herbst 2011, jetzt heißt es Willkommen GaOP Sommer 2012 ... und das abwarten geht weiter, es sind ja nun schon 2 ganze Jahre, aus denen wohl noch 4 Jahre werden werden.

:'(

Dienstag, 15. März 2011

Mein OP-Antrag ist beim MDK

Endlich ... endlich 5 Wochen nachdem ich den Antrag bei meiner Krankenkasse einreichte, ruft sie mich gerade eben an und sagt sie reichen den Antrag so jetzt an den MDK – den medizinischen Dienst der Krankenkassen – weiter :3

Das einzige, was mir jetzt noch einen Strich durch die Rechnung machen kann, sind folgende Sachen:
  • der MDK beanstandet, dass ich ein Vorgespräch bei einem Operateur benötige, dann würde ich eine Bestätigung nachreichen. Die Sachbearbeiterin meiner Krankenkasse hat sich mit meiner Erklärung zufrieden gegeben, dass mir das aus logistischen Gründen noch nicht möglich war.
    Ich möchte allerdings wenn meine Ausbildung angefangen hat und ich wieder sicher mit Hormonen versorgt bin, bei Prof. Sohn in Frankfurt/Main vorsprechen. Ich schätze, dass daraus Mai wird.
  • der MDK erkennt meinen ersten Therapeuten nicht an, welcher Körpertherapeut ist und auch keine Kassenzulassung besitzt. Hier müsste ich wohl etwa ein 3/4 Jahr Therapie nachholen.
Aber wenn alles nicht klappt, werde ich über die ausstehende Personenstandsänderung (das Amtsgericht Dresden ist immernoch stur) versuchen durch eine einfache Indikation ohne F64.0 die Kosten erstattet zu bekommen. Aber ich habe noch Hoffnung ;o)
Und wenn alle Stricke reißen, werde ich mit finanzieller Unterstützung meiner Familie das ganze privat durchführen lassen. Irgendwo ist es mir das alle male Wert.

Ansonsten bleiben mir nur noch zwei Wochen, bis ich umziehen werde! Die Zeit läuft ... :o)

Freitag, 11. März 2011

僕の三つの白羽 chapter 1 scene 2

~ Dies ist die Fortsetzung von Szene 1


:: Kapitel 1 Szene 2 ::
:: Am Vortag ::
:: Samstag, der 12. September 1998 ::
:: Hanako ::

Diese erneut nervige Schulwoche ist nun fast zu ende. Die Sommerferien gingen wirklich viel zu schnell vorbei, jetzt heißt es wieder den ganzen Tag herum sitzen und Lernen. Aber ich finde ja, da sollte der Spaß wirklich nicht zu kurz kommen. Heute ist Sonnabend, ich werde also wieder mit Tsubasa¹ und Ryou² den Nachmittag verbringen. Ich muss die beiden unbedingt mal wieder zum Karaoke zerren, am besten ich frage noch – huch! Ich habe wohl etwas geträumt und nun hat mich Herr Sato³ an die Tafel gerufen! Wie peinlich!

Ich schlendere also nach Schulschluss gemütlich aus dem Gebäude. Hinter mir sind Tsubasa und Ryou, sie streiten sich mal wieder darum, welches Model am niedlichsten ist und bei welchen sie mich einsortieren würden. Ich sage ihnen, durch die neusten Vergleiche ganz verlegen, dass sie damit aufhören und sich besser darauf vorbereiten sollten mit mir auszugehen. Während Ryou seine Stimme senkt, schlägt Tsubasa vor heute abend auch die Spielhalle aufzusuchen. Ryou ist davon nicht sehr begeistert und macht den Gegenvorschlag einen Film anzusehen. Ich sage ihnen also, dass es mir egal ist und fordere sie auf meine Schultasche zu tragen. Tsubasa besteht darauf dies zu tun und willigt dafür ein ins Kino zu gehen. Die beiden sind schon ein lustiges Pärchen, denke ich bei mir und muss darüber lachen, woraufhin sie mich nur verständnislos anblicken. Da sich unsere Wege an der Kreuzung, in welche meine Wohnstraße mündet, trennen, verabschiede ich mich von ihnen und renne mit meiner Schultasche in der Hand nach Hause.


Sobald ich jedoch das Tor durchschreite, kommt mir wieder etwas in Erinnerung, etwas wichtiges, was ich total vergessen hatte: Morgen kommt meine Kusine! Ich bin aufgeregt, ich sollte doch heute mein Zimmer aufräumen. Ach, das mache ich morgen früh, sage ich zu mir und merke mir, heute früher als sonst nach Hause zu gehen.
Dann betrete ich das Haus, Mutter ist bereits von Arbeit zurück, ich höre sie im Wohnzimmer den Staubsauger benutzen. Ich gehe also direkt die Treppe nach oben in mein Zimmer, um mich umzukleiden. In Unterwäsche stehe ich vor dem Kleiderschrank und gehe in Gedanken mögliche Kombinationen durch. Ich bin unschlüssig, ob ich mich eher schwarz kleiden soll, oder doch lieber das hellgrüne Oberteil nehmen sollte. Ich denke wieder an meine Kusine. Ich habe sie seit wir im Kindergarten zusammen spielten nicht mehr gesehen. Mutter erzählte mir, sie lebt bei ihrem Vater in einem Vorort von Oosaka. Sie sagt, es steht nicht gut um ihre Gesundheit. Ich versuche mich an ihren Namen zu erinnern, dabei fällt mir aber statt dessen ein, dass ich meinen neuen Rock noch gar nicht getragen habe. Ich gehe also meinen Kleiderschrank durch und suche passende Stücke zusammen. Nachdem ich mich angezogen habe, gehe ich die Treppe hinab in die Küche und nehme mir etwas Joghurt aus dem Kühlschrank. Mutter sitzt im Wohnzimmer auf dem Sofa, ich setze mich zu ihr. Sie fragt mich, wie es in der Schule gelaufen ist und ob ich heute ausgehen möchte. Ich erzähle ihr, dass ich mit Tsubasa und Ryou ins Kino gehe, worauf sie mir aber entgegnet, dass sie gerne meine helfende Hand hätte, um im ganzen Haus für Ordnung zu sorgen und Kaorus Zimmer sauber zu machen. Kaoru, das war der Name meiner Kusine, nach dem ich fragen wollte.

Ich erzähle ihr, dass ich mich noch gut daran erinnern kann mit Kaoru im Kindergarten gespielt zu haben und frage sie nach den Gründen für ihr Kommen. Mutter schweigt kurz, dann erzählt sie von der Zeit als Onkel noch in Toukyou wohnte. Ebenso erzählt sie, wie Tante Kaedes Gesundheit immer schwächer wurde und Onkel nach Nara zog, um Tante vor Ort in einer speziellen Klinik behandeln zu lassen. Da ich diese Geschichte schon einige male gehört habe, unterbreche ich sie und frage sie nach Kaorus Gesundheitszustand. Wieder schweigt sie kurz, als ob sie überlegen muss was sie sagen soll. Das weckt ein beklemmendes Gefühl in mir, aus welchem eine Vorahnung erwächst. Schließlich sagt Mutter, Kaoru habe einen angeborenen Herzfehler, so dass ihr Kreislauf nicht akkurat arbeitet. Darauf weiß ich nicht, was ich antworten soll und sage ihr statt dessen, dass ich mir Kaoru als blasses schüchternes Mädchen mit langen schwarzen Haaren und tiefen Augen vorstelle. Zu meiner Verwunderung sieht mich Mutter irritiert an. Dann fragt sie mich, ob ich denke, dass Kaoru ein Mädchen* sei. Ich bejahe natürlich ihre Frage und erzähle ihr von einer Szene aus meiner Zeit mit Kaoru, die mir in Erinnerung geblieben ist. Ich weiß nicht, warum gerade diese Szene erhalten geblieben ist, jedoch sehe ich mich und Kaoru vor meinem inneren Auge in leichten Sommerkleidern am Strand hocken und im Sand spielen. Erneut schweigt Mutter, kommt aber alsbald zu dem Schluss mir zu sagen, dass sie sich an keinen Strandausflug mit mir und Kaoru erinnern kann. Ich finde es äußerst suspekt, dass meine Erinnerung mir einen Streich spielt und versuche mir Kaoru als Jungen vorzustellen. Mutter entschuldigt sich es mir nicht erzählt zu haben und sagt, sie sei davon ausgegangen, dass ich mich an ihn erinnerte.

Ich stehe also auf um die Debatte zu beenden und blicke auf die Uhr. Mutter erhebt sich ebenfalls und sagt mir ich solle nicht all zu spät wieder zu Hause sein. Dann greift sie nach dem Staubsauger und schickt sich an den Flur zu saugen. Ich gehe ins Badezimmer und mache mich noch einmal frisch, bevor Tsubasa und Ryou aufkreuzen, um mich abzuholen.

Wie konnte ich mich da täuschen? Aber an wen habe ich mich denn da erinnert?

1: Tsubasa Watanabe, Oberschüler; Fitness- und Fußballclub
2: Ryouichi Kobayashi, Oberschüler; Fitness- und Leseclub
3: Takuma Sato, Lehrer für Geschichte und Japanisch der Oberstufe
4: Kaoru Kawashima, Senior der Mittelstufe, Hausunterricht, Sportbefreiung


der gesamte Text © Cornelia S.

* Im Japanischen gibt es keine Personalpronomen, weswegen man, wenn man über jemanden spricht, nicht direkt erkennen kann, um welches Geschlecht es sich handelt.

Dienstag, 1. März 2011

in Kürze – Neugierige Ärzte

Gerade eben, als ich wegen eines Harnwegsinfekt beim Vertretungsarzt meines Hausarztes war, ist mir wieder deutlich geworden, dass ich mir dringend mal plausible Ausflucht-Argumente einfallen lassen muss.

Denn die meisten Ärzte wissen ja nichts über meine Vergangenheit und erzählen möchte ich das denen nun schon gar nicht. Daher halte ich mich meistens sehr bedeckt damit, und da ich auch keine Lust verspüre mich da zu erklären, muss ich mir jetzt ein paar Strategien überlegen, wie ich die Fragen nach meiner letzten Regelblutung etc. geschickt aus dem Weg gehe.

Ich bin ja schon einige male in den Genuss gekommen eine gynäkologische Befragung über mich ergehen zu lassen :< Und da sag ich eigentlich nur immer, dass ich keine Gebärmutter habe, und hoffe, dass die Ärzte nicht weiter bohren.

Bei so kleinen Fragen nach meiner Regel, sag ich aber in der Regel nur, dass ich die Pille durchgängig nehme, und das daher schon eine ganze Weile her ist ;-) Damit geben sich die meisten auch zufrieden.


Jetzt bleibt mir nur noch eines zu sagen: 
Qué Será Será

Donnerstag, 24. Februar 2011

Gerichtliche Auslegungen ...

... haben nun auch mich getroffen. Ich hatte am Amtsgericht meine Personenstandsänderung beantragt, indem ich mich auf das BVerfG-Urteil vom Januar berufen hatte, allerdings habe ich nun die Rechnung für mein schnelles Handeln bekommen.

Das Amtsgericht Dresden, wie ich erfahren habe, ist der Meinung, dass das o.g. Urteil nur im Falle einer eingetragenen Partnerschaft / Ehe gültig ist, und sonst das alte Prozedere gilt.
Das bedeutet natürlich, dass sie mir die Personenstandsänderung nicht anerkennen, und mir zur Klärung erneut 2 Gutachter auf den Hals ansetzen möchte.

Und ehrlich gesagt fühle ich mich damit ein bisschen wie vor die Wand gestellt. Ich habe wohl doch viel zu verfrüht eingegriffen und keine anderen Urteile abgewartet, um mir sicher zu sein. Ich wollte eben die gute Chance nutzen...


Jetzt darf ich mir dafür überlegen, wie ich dem Amtsgericht und dem zuständigen Beamten / Richter klar mache, wie die Rechtslage aufzufassen ist. Ich, als einfache Bürgerin, soll einem Richter eines Besseren belehren ...
Ich werde es zumindest versuchen, und wenn sie sich nicht umstimmen lassen, den Antrag wieder fallen lassen. Mich erschlägt es nur gerade, weil ich keine Rechtsschutzversicherung besitze und auf den Gerichtskosten sitzen bleiben würde.


... Und zur Krönung des Tages hab ich mir nun auch doofer Weise noch ein Knöllchen fürs Falschparken eingehandelt ...

Samstag, 19. Februar 2011

僕の三つの白羽 chapter 1 scene 1


:: Kapitel 1 Szene 1 ::
:: Sonntag, der 13. September 1998 ::
:: Kaoru ::

Es ist der erste Tag der Woche: Die Grillen zirpen laut im Bambus, der langsam im Wind seine Blätter hin und her tanzen lässt. Ein kleines Bächlein ergießt sich aus einem Gebirge aus Steinen, welches zwischen Moos und roten Ahornblättern ruht. Es ist einer dieser Spätsommertage, an denen die Luft fast unerträglich stickig zu sein scheint. Zwischen den wiegenden Blättern ist es sehr feucht, von Zeit zu Zeit hört man einen Tropfen auf einen Stein plätschern. Einer jener Tropfen, welche sich aus der Luftfeuchte speisen und langsam über die Blattnarben rinnen, um beim Sprung in die Tiefe jenes Blatt zum Erzittern zu bringen.

Hinter der Terrasse sind jedoch andere Geräusche zu vernehmen. Kartons werden zugeklebt, Schranktüren quietschen. Alles wird demontiert und verstaut, jener erste Tag der Woche ist mein letzter Tag in diesem Haus und damit Oosaka. Ich lege die Hände auf den Schoß und atme ein letztes mal den Geruch des nassen Mooses ein, so gut ich kann. Ich bin ehrlich zu mir, diese Krankheit hat sich die letzten Jahre nicht gebessert. Ich muss nach wie vor täglich diese Medikamente nehmen, die mein Arzt, Dr. Takaguchi¹, mir verschreibt. Er sagt ich brauche die Medikamente, damit meine Bauchschmerzen mich nicht umbringen. Doch seit ich dieses neue Medikament einnehme, welches er mir seit zwei Monaten verschreibt, fühle ich mich immer schwächer. Ich hatte schon immer leichtes Asthma, nun aber spüre ich wie mein Kreislauf von Woche zu Woche labiler wird. Ich nehme ein Stofftaschentuch aus meinem Schlafrock und wische mir die Stirn. Der Atem geht schwer, ich schließe die Augen, um auf andere Gedanken zu kommen.

Ich denke an mein neues zu Hause. Wie sieht es wohl aus? Ich habe von Vater gehört, dass es an der See liegen soll. Dr. Takaguchi ist der Meinung, die Meeresluft wird mir gut tun und mein Asthma und die Kreislaufbeschwerden lindern. Nachdem Mutter starb, sind Vater und ich hierher gezogen. Vater arbeitet im großen Forschungszentrum, schon soweit ich mich zurückerinnern kann. Es liegt wohl auf Shikoku, Vater bleibt immer für einige Tage weg wenn er auf Arbeit fährt. Zu Hause sitzt er dagegen meistens vor seinem Computer, ich verstehe nicht was er dort tut und er sagt immer es ist auch gut so.

Nun aber, da es mit meiner Krankheit nicht gut steht, hat Vater sich entschlossen mich zu meiner Tante zu schicken. Er sagt, er zieht wohl nach Shikoku, um besser arbeiten zu können. Meine Tante hat eine Tochter. Vater sagt, ich habe mit ihr zusammen im Kindergartenalter gespielt. Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern.


Ein Meer von Tropfen wird von den Blättern geschüttelt, ich sehe einen rotbraunen und buschigen Schwanz durch den Ahornbaum huschen. Ich reibe mir die Augen und strecke die Arme in die Luft. Langsam richte ich mich auf. Ich drehe mich um und gehe ins Haus. Es ist ein modernes Haus, überall ist Technik, ich verstehe sie nicht. Ich stelle mir das Haus meiner Tante völlig altmodisch vor, wie in den Filmen die mir Vater aus der Stadt mitbringt. Ich kann mir nicht helfen, der Gedanke lässt mich lächeln. Es ist ein bitteres Lächeln, denn ich kenne das Haus meiner Tante nicht und sage mir, wie Dr. Takaguchi immer betont: Ich sollte meinen albernen Träumen keinen Glauben schenken. Ich gehe in die Küche und setze mir einen Tee an, grün mit Bambus, meine Lieblingssorte. Ich werde sie vermissen, denn Vater ist der Meinung ich sollte den Tee nicht mitnehmen. Er ist immer ganz pingelig, wenn es um Lebensmittel geht.

Die Uhr an der Wand schaut mich an, als wollte sie sagen, ich habe keine Zeit mehr. Ich setze mich mit der Tasse an den Tisch und verinnerliche in mir noch ein mal den Geschmack des Hauses. Dann steige ich die Treppe hinauf in mein Zimmer, es ist leer. All meine Sachen sind bereits verpackt und im Wagen verstaut. Nach einigen Blicken in alle Ecken wende ich mich wieder dem Flur zu und betrete das Badezimmer. Ich muss mich noch einkleiden, bereits in einer Stunde werde ich losfahren. Ich schaue in den Hof hinaus, dort steht die schwarze Limousine, welche mich nach Toukyou fahren wird. Der Fahrer lehnt an der Wagentür und beißt in ein Reisbällchen, welches er davor aus einer kleinen Plastikbox genommen hatte. Ich konnte Menschen schon immer schlecht einschätzen, ich weiß also nicht, was ich von ihm halten soll. Aber Vater hat ihn ausgesucht, deswegen werde ich ihm vertrauen.

Ich wende mich also erneut dem Waschtisch zu. Ich streife meinen Schlafrock ab und betrachte mich im Spiegel. Alles normal, denke ich. Dann greife ich nach dem Duschkopf, um mir die Haare zu waschen. Nach dem Fönen kleide ich mich schließlich an. Wie immer Jeans und Kragenhemd. Ich schaue noch einmal aus dem Fenster, sehe mich im Haus um und atme ein letztes mal den Geruch der auf dem Wasser treibenden dunkelroten Ahornblätter ein.

1: Dr. med. Saburou Takaguchi, Facharzt für Psychiatrie, Therapeut mit Privatpraxis

der gesamte Text © Cornelia S. 


ich werde jetzt nach und nach Szenen aus meinem Roman hier veröffentlichen, und dabei an aktuellen weiter schreiben, wobei ich leider in letzter Zeit kaum dazu gekommen bin, da ich mit Haushalt für 4, Therapie und "meinem neuen Date" genug um die Ohren habe ...