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Montag, 6. August 2012

Kleine Erfolge

Diese kleinen Erfolge in der Heilung meines OP-Bereichs stimmen mich wirklich immer besser, und fordern mich dazu auf ein kleines Resümee zu ziehen ...

Letzte Woche bin ich ja auf einen größeren Dilator (Vibrator) umgestiegen, was auch zuerst schmerzlos und angenehm verlief –– allerdings ist Ende letzter Woche doch geschehen, was ich befürchtet hatte: Die Narbe am Scheideneingang ist dadurch wieder aufgerissen –– der Dilator dehnte zu sehr.
Aber kein Grund zur Panik!
Seitdem benutze ich wieder meinen "dünnen" (Anm.: nach den OPs war er allein viel viel zu dick und ich hätte mir einen noch dünneren gewünscht...), habe die Narbe medizinisch erstklassig versorgt, und siehe da!
Inzwischen ist die Narbe wieder zugewachsen, und sieht sehr gut aus.
:)

Und ebenfalls geschieht seit den letzten Tagen/Wochen etwas, das ich geglaubt habe, mit der OP verloren zu haben ...
Früher ging es mir ja mit den Hormonen immer schon so, dass ich beim Sex ziemlich feucht wurde (Glandula vestibulares major bzw. bulbourethralis) –– nach der OP aber dachte ich aber, dass ich jene Fähigkeit verloren hätte und hatte mich schon damit abgefunden eben Opfer erbringen zu müssen, da die Drüse genau im OP-Bereich (Scheide) liegt. Und tatsächlich war danach bis vor kurzer Zeit in jener Drüse Ruhe eingekehrt, nur zu Beginn verspürte ich dort ein hoffnungsvolles Ziehen und Kratzen.
Doch das Warten hat sich gelohnt, denn inzwischen hat jene Drüse ihre Arbeit in der Scheidenwand sitzend wieder aufgenommen!

Und zugleich ist es sogar so, dass die Prostata gar kein Sekret mehr produziert! Und dies hoffentlich auch nie nie nie wieder tut!

Win-Win-Situation :)

PS: Nur mit den Schwellungen der Harnröhre habe ich noch so einige kleine Problemchen, die sich aber, wenn ich hoffnungsvoll bin, in den nächsten Wochen bis Monaten verflüchtigen werden.
Das Antibiotika hat ja bereits Wunder bewirkt (auch wenn sie inzwischen schon wieder brennt, aber in einer Woche bin ich ja wieder beim Urologen) und mit etwas Ruhe und Abwarten sollte sich das immer und immer mehr beruhigen, wie es ja jetzt schon geschieht.
Nur, logischerweise, habe ich bisher nach dem Sex das Problem, dass ich 1-2 Stunden lang kein Wasserlassen kann, weil durch die Schwellung einfach so gut wie nix rauskommt. Das kenne ich schon auch von der großen OP und bin daher optimistisch, dass sich das wieder normalisieren wird.
:)

Happy Life und omg omg fühlt sich das alles toll an :D ^^

Dienstag, 31. Juli 2012

Kleine Spuren, große Details

Dieser Blogpost hier wird mal nach gewisser Zeit wieder ein grundweg positiver sein :)

Ich hatte ja zuletzt geschrieben, dass mich eine Harnröhrenentzündung plagt und die Heilung sich dadurch ziemlich verzögert. Nun –– ich kenne diesen Zustand ja schon von der ersten, großen OP im Februar. Danach hatte ich auch lange Zeit so ein schwaches Brennen in der Harnröhre, und wie mein Urologe hier jetzt auch, haben die Ärzte das als Normal und nicht behandlungs-bedürftig eingestuft.
Daher hatte ich damals auch nichts getan, obwohl ich das Gefühl hatte ich müsse etwas tun. Schließlich, da es nicht besser wurde, und die Heilung auch keinen Millimeter voran kam, habe ich schließlich eine kurze Kur mit pflanzlichem Antibiotika (z.B. Angocin –– Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel) gemacht –– und siehe da! Innerhalb kürzester Zeit ging das Brennen weg und die Heilung schritt endlich weiter voran!
Und nun habe ich also die selbe Methode erneut angewandt, nur eben schon beizeiten, aber eben mit nicht geringer gutem Erfolg! :)

Die Harnröhre ist weiter abgeschwollen, tut viel weniger weh, es brennt auch überhaupt nicht mehr, und vor allem ist sie wieder frei wie vor der Nach-OP, es fließt also 1A :)
–– Man glaubt, bis man es selbst erlebt hat nicht, wie elementar es ist richtig Wasserlassen zu können!

Zudem ist die offene Narbe auch weiter zugewachsen und abgeschwollen. Da mache ich mir im Moment überhaupt keine Sorgen mehr. Ich desinfiziere sie täglich und schmiere fast jeden Tag Dexpanthenol darauf.
Und ich denke, das wird in wenigen Wochen geschlossen und verheilt sein.

Meine größte Sorge ist ja, dass die wieder aufreißt, –– allerdings habe ich mir inzwischen folgende zwei weiche und süße Dingsis gegönnt ...

Silikon-weiche Vibe Therapy. Empfehlenswert! (Das Kätzchen auch!!!)
Damit wird mir hoffentlich nichts mehr einreißen, und –– ganz ehrlich, sie fühlen sich viel besser an als meine etwas härteren –– allerdings sind sie auch um eine Ordnung größer, was der Sache aber keinen Abbruch tut, da ich selbst mit dem härteren Modell nur 2-3 Anwendungen gebraucht habe, um Schmerzlos den jeweils 0,5 cm dickeren zu verwenden (obgleich das letzte mal 6 Wochen her war) –– man sollte also nie Panik schieben ^^

Und zu guter Letzt bin ich auch richtig glücklich, dass ich endlich wieder so ziemlich ohne jegliche Schmerzen meiner Sexualität fröhnen kann (das kann schon eklig werden, wenn man das nicht kann), nur die Schwellungen stören dabei noch sehr –– aber da bin ich tendenziell positiv zu eingestellt, nach der großen OP ging das auch ziemlich gut zurück, mit der Zeit.
–– Außerdem habe ich festgestellt, dass meine Drüsen wohl wieder immer besser arbeiten und die Östriol/Milchsäure-Kur fantastisch funktioniert :P :) ^^ Fühlt sich einfach gut an :)

Samstag, 21. Juli 2012

Kleine Ängste – großes Wiedersehen

Es ist mitten in der Nacht, und ich kann irgendwie nicht schlafen. Zum einen bin ich zwar richtig müde, gar erschöpft, aber auf der anderen Seite irgendwie unruhig.

Der Tag hatte schon mit Unruhe, ja irgendwo einer Art Angst begonnen, vielleicht sogar ein wenig sozialer Phobie. Die Ursache liegt denke ich bei 2 Dingen:

Zum einen feiert meine Schwester bei uns im Elternhaus am Wochenende ihren Geburtstag nach – d.h. ein Haufen Leute, die ich nicht kenne, und die im übertragenen Sinne quasi ohne, dass ich sie einschätzen kann in meine Privatsphäre eindringen – etwas, das ganz automatisch Unruhe oder Angst vor Kontakt mit ihnen auslöst. Unbegründet, aber eben vorhanden.

Zum anderen habe ich mich heute mit ehemaligen Kommilitonen getroffen, die ich seit gut 1,5 Jahren nicht mehr gesehen habe. Davor hatte ich irgendwie auch Bammel, wenn auch mehr eine Art Nervosität. Fragt mich nicht, warum – ich vermute, es war, weil ich damals in der ziemlich schwierigen Zeit während und nach meines Outings ziemlich viel Zeit mit ihnen verbracht habe, und sie mich deswegen an jene Zeit erinnern.
Manchmal kommen mir auch etwas die Tränen, wenn ich mich zurück erinnere. Ich hatte wirklich viele emotionsgeladene Dinge erlebt, es war mitunter alles andere als einfach zurecht zu kommen. Und ich habe auch gemerkt, dass ich sie alle doch ziemlich vermisst habe! (Und bei diesem Thema bin ich eine ziemliche Heulsuse...)

Jedenfalls sitze ich nun hier, mitten in der Nacht, und bin unruhig. Deswegen muss ich das mir hier jetzt auch von der Seele schreiben, ein Müsli futtern und mich etwas ablenken.
(Ebenso bin ich immer bevor ich meine Tage bekomme ziemlich unruhig oder kann nicht gut schlafen – vermutlich wegen einer Hormonimbalance oder dergleichen...)


Freitag, 13. Juli 2012

Verheilung und Rückfälle

Es sind jetzt 3,5 Wochen her, seitdem ich operiert wurde.


Eigentlich kaum zu glauben, mir kommt es vor als wäre ich schon wieder 2 Monate zu Hause, und so fühle ich mich auch: Fit :)

Allerdings hat das einen kleinen Nebeneffekt, nämlich dass ich erwarte, dass die Heilung schon viel weiter fortgeschritten sein müsste, was sie – man schaue auf die jungen 3,5 Wochen – in Wirklichkeit nicht sein kann.

Denn die Heilung verläuft tatsächlich sehr gut. Die Narben sehen alle gut aus, nichts ist entzündet, und es wird auch keine Wundflüssigkeit mehr gebildet.
Einziges Manko ist, dass die Harnröhre noch geschwollen ist, schmerzt, ich beim Sitzen wieder vermehrt Schmerzen habe und eine der Nähte aufgegangen ist, und jetzt langsam wieder zusammen wachsen muss.

Aber ich bin sehr sehr froh, dass ich die NachOP hab machen lassen, denn das Wasserlassen klappt wirklich 1A!

Die Martin-Luther-Kirche in der Neustadt/Dresden
Nur .... diese Woche hab ich mich einmal übernommen. Früh morgens war ich beim Urologen (nur alte Herren im Wartezimmer...) zur Wundkontrolle. Er meinte es sei alles in Ordnung. Danach bin ich dann nach Dresden hinein gefahren, es war wunderschönes warmes Wetter, leicht schwül, und ich war mit meiner BFF den ganzen Tag unterwegs, am Elbufer essen, die Neustadt erkundend, und lagen zum Schluss dann noch im Stadtpark.
Und danach (ihr merkt, es war viel) waren wir noch bis gegen 10 Uhr (dann war ich wirklich hundemüde!) auf einer Dankesveranstaltung für Helfer des CSD (Ich hatte viiiieeele Beutel bedruckt).

Soweit so gut. Als ich wieder zu Hause war, hab ich dann schon gemerkt, dass etwas nicht stimmte: Ich konnte nicht richtig Wasserlassen. Die Schmerzen beim Sitzen hatten stark zugenommen, und die Harnröhre brannte. Der nächste Tag wurde nicht besser, weswegen ich mich entschied einen Relaxing-Tag zwischen zu schieben.
Und es hat tatsächlich bis Abends gedauert, bis ich wieder gut Wasserlassen und einigermaßen Sitzen konnte. Inzwischen ist auch das Brennen verschwunden.


Aber eines war mir dadurch klar: Ich sollte einen Gang zurück schalten.

Freitag, der 13. – ein Trauertag

Heute ist schon der 2. Trauertag dieses Jahr, und zwar ein nicht weniger schlimmer als der im April.

meine liebste Suse

Heute, am Freitag den 13. Juli 2012 ist meine liebe gute Schnuffelinchen Golden Retriever Hündin im stolzen Omi-Alter von 14 Jahren auf ihrer Lieblingshundedecke von uns gegangen. :'(


Ich bete für die Seele von Anna Cassiopeia Valentino von und zu Garten, unsere liebste Prinzessin.

Geboren wurdest du in der schönen Tschechischen Republik, warst noch ein kleiner Wildfang, hast allerhand Möbel kaputt gekaut und unsere Kaninchen gejagt, genauso wie die Frösche im Teich oder die Amseln im Frühling. Doch dein Herz war immer in der Familie, immer bei uns, und auch wenn du mehrfach ausgerissen bist, so warst du immer überglücklich wieder bei uns zu sein und hast uns viele schöne und familiäre Stunden ermöglicht. Du warst bei jedem Urlaub mit dabei, hast dich im Paddelboot umher schiffen lassen, und auch mal das kühle Nass gesucht, wodurch die Boote dann beinahe kenterten.
Du warst das Leben, eine Sonne, die mich begleitet hat seit ich ein Kind war.
Die letzten Jahre aber hast du dich mehr und mehr herum gequält, mit einem Körper der immer mehr Probleme verursacht hat. Du wärst auch länger geblieben, doch die Geschwüre, die Lungenentzündungen, hätten es dir nicht mehr erlaubt. Deswegen hattest du dann täglich Schmerzmittel genommen, und warst glücklich unter uns allen von uns zu gehen, friedlich einzuschlafen und zu wissen, dass alle Familienmitglieder um dich herum wuseln.



Ruhe in Frieden, möge deine Seele Aufwind haben. Wir werden uns wiedersehen.


Donnerstag, 3. Mai 2012

Mein Leben ist furchtbar, die n-te

Nein, es geht nicht um Enten. Auch wenn Enten furchtbar süß sind und einfach herzzerreißend quaken können!

Mein Leben versinkt mal wieder im Chaos und ich fühle mich mal wieder so komplett überfordert von allem, dass ich am liebsten psychotisch werden oder ne kleine Packung Schlaftabletten nehmen möchte.
Es ist beides doof, aber ersteres würde wenigstens zu meiner Verrücktheit passen *hust*

Fragt mich bitte nicht, wieso ich diese Angewohnheit habe, ständig irgendwelche Zusammenbrüche zu haben, und wieso ich dann immer den Drang verspüre etwas zu zerstören (im Zweifelsfall mich selbst) ...

Ich versuche mal zusammen zu fassen, wieso es mir so geht ...
  • Die OP-Heilung treibt mich in den Wahnsinn. Ich kann warten und warten, die Schwellungen und Schmerzen deswegen gehen einfach nicht zurück. (Sondern werden z.T. irgendwie mehr) Und ich kann nichts dagegen tun.
  • Zum Arzt kann ich nicht weil doof und Outing und dann müsste ich meine sozialen Phobien überwinden und am Ende würde ich eh nur dasitzen und er würde sagen, müssen wir abwarten. Na super, soviel weiß ich auch selbst!
  • Ich müsste auch so mal zum Hautarzt wegen Akne. Die hab ich auch schon seit >10 Jahren und bekomme sie mit keinem mir bekannten Mittel weg. Und an Antibiosen komme ich nicht heran. Die Arztsache ist hier das gleiche Schema in Grün.
  • Gestern abend ist mein Vibri, den ich immer nehme, freckt und das ist sowas von bescheuert, weil alle anderen doof und blöd sind.
  • Gestern ging es mir sowieso schon dreckig. Wegen der Therapiesitzung. Danach gehts mir immer mies, aber das Fass, dass ich gestern aufgemacht hab, das überfällt mich in so einer Intensität wie ich das von keinem anderen Fass kenne ... )':
  • Ich muss die ganze Zeit nur heulen und hab schon ganz verquollene Augen
  • Eigentlich hatte ich Pläne für die Woche und überhaupt, auch mit Freunden was machen, aber .... ich kann nicht! :(((
  • Dazu muss ich mich für ein Studienplatz bewerben, und bekomme da vollends die Krise! Ich würde gerne in Psychologie hinein, aber irgendwie ist das total aussichtslos, und dann darf ich mich ja auch nur für ein Fach je Uni bewerben und muss da dann auch noch Zeug hinschicken, z.T. mit beglaubigten Kopien, die ich mir erst aufwändig besorgen müsste wo ich wieder >>> soziale Phobie :(
  • Und überhaupt, am Ende schaff ich das Studium eh nicht, und für andere Fächer keine Ahnung müsste ich mich auch derart bewerben oder nehme dann doch ein NC-freies, die aber irgendwie alle blöd sind oder technisch, was mir nicht so liegt und keine Ahnung.
  • In Liebesdingen könnte es auch nicht besser laufen.
  • Und eigentlich wollte, oder so, ich noch eine Traumatherapie machen, das Fass hab ich jetzt immerhin aufgemacht (Sport Trauma) ... aber wenn ich das angehe, werd ich bestimmt für so 2 Wochen mindestens komplett im Eimer sein, und dann gehen die andren Dinge, die ich machen müsste, erst recht nicht.
  • Das Ding ist, ich hab nen Schnupperkurs in Kickboxen gemacht, und das hat mir wirklich gut gefallen! Aber ... sobald irgendwelche Bälle oder Gruppensportspiele ins Spiel kommen, fang ich an total am Rad zu drehen. Am liebsten würde ich jedesmal heulend wegrennen. Und hab Angst und Panik, vor Bällen, vorm Getroffen-werden, fühl mich sofort schikaniert (sehr unrealistisch!) und überhaupt.
  • Und ich will das nicht!! :( Ich will Freude daran haben mich zu bewegen, frei sein, aber alles was ich kann ist heulen heulen heulen. Es ist einfach unverantwortlich von Schulen und Lehrern zuzulassen, dass ein Kind derartige Traumata in der Schule entwickelt. Aber nein, alles was passiert ist noch mehr Schikane und niemand der einen versteht. Super. Ich bin ja auch sowas von gestört. Dabei bin ich nur hochsensibel, mehr nicht!!! Und das ist nicht schlimm, das ist schön! :(( Nur weil andere Menschen das nicht sind, und ich sowieso immer nur ausgegrenzt wurde, gibt es für sowas trotzdem sowas von 1000%ig keine Rechtfertigungen!!
  • Außerdem sagen mir halt auch alle Leute, ich muss das alles selbst machen und mich selbst kümmern und überhaupt.
  • Aber: Ich kann das nicht alleine!! :(
  • Und ich bin genauso wenig irgendwie unfähig!! Nur weil ich jetzt keine riesengroße Robustheit habe, macht mich das nicht zu einem minderwertigen Menschen, den man nach Lust und Laune runterdrücken kann! :(
Aber :( Was soll ich nur tun?? :o((((

Manchmal will ich mich einfach nur noch weg.

Und ich werd das jetzt auch alles wegdrücken! Und nichts tun! Ich kann den Berg nur Stück für Stück bearbeiten, aber ob ich das alleine schaffe, das bezweifle ich auch ...


Das Leben ist mies! :/

... und ich fahre jetzt gleich zu ner Freundin. Frust-Schoki futtern :(((

Donnerstag, 26. April 2012

GaOP Woche 11 + PostOP-Zeugs + Traumatherapie + Beerdigung + Schuhe!

Es ist einiges geschehen in den letzten 3 Wochen ...
  1. Die Heilung verläuft langsam und gemächlich
  2. Übelkeit und Migräne
  3. Fatale Trauma-Therapie
  4. Wohoo Yay ♥
  5. Ein trauriger Abschied … ✝
  6. Ich brauche Hormooooone!
  7. Summer is comin'

Zuerst einmal ganz liebe Grüße an meine liebsten anonymen Leserinnen Kyra, Bella, Lenalein, Caro und Maddy im Himmel. Was wäre ich ohne euch …


– 1 –

Wenn ich mir den letzten Posting so durchlese, stelle ich erneut fest, wieviel sich ja doch geändert bzw. verbessert hat! Doch so im Alltag kommt es einem gar nicht so viel vor, da sieht man kaum eine Verbesserung, weil die Heilung so langsam voran schreitet.

Die einzigen Dinge, die jetzt noch großartig verheilen müssen, sind die Harnröhre (vermutlich geschwollen), der Damm (Haut/Narben noch wund), vermutlich die Prostata (kratzt, vermutlich geschwollen) und noch ein paar taube Hautstellen (Leiste, Schamlippen).
Sonst ist aber alles in Ordnung und ich bin im Sitzen oder bei Bewegungen überhaupt nicht mehr eingeschränkt und habe wieder volle Kraft.

Für die, die es interessiert: 1x die Woche: Döderlein, Joghurt; 2x die Woche: Kamille-Bad; tägl.: 2x Bougi mit Milchzucker; Bedarf: ph3,5 Waschemulsion.


– 2 –

Einerseits geht es mir ja seit der OP bedeutend besser. Ich habe mehr Energie und meine Laune ist allgemein viel besser. Jedoch bin ich vergleichsweise auch schnell erschöpft, und brauche meine Pausen zwischendurch, wenn ich nicht mit Sonnenuntergang einschlafen möchte. Es ist so wie wenn ich hart gearbeitet hätte, obwohl ich vergleichsweise wenig tue.
Was mich dabei aber mehr belastet ist die Tatsache, dass ich dadurch auch sehr schnell zu Migräne neige. Die angesprochene Übelkeit – vor allem morgens – ist ja nicht weiter tragisch, daran hab ich mich schon gewöhnt, aber manchmal bekomme ich sogar schon morgens eine Migräneattacke, was mich dann für Stunden oder den ganzen restlichen Tag k.o. legt.

Zum Glück aber habe ich aber eine Tablette gefunden, die bei mir dagegen wirkt. Denn die gängigen Migräne-Mittel schlagen bei mir nämlich null an, wohingegen Sympal sowas von perfekt wirkt!
Und trotzdem ist das beste einfach regelmäßig ein Power-Napping zwischen zu schieben, bzw. im Auto 5 Minuten zu entspannen.


– 3 –

Wäre ich nicht schon genug von Übelkeit geplagt worden, so versetzte mir die Trauma-Therapie-Sitzung (EMDR) vor einer Woche im wörtlichen Sinne erneut einen Schlag in den Magen.
D.h. ich bin ja vorgewarnt worden, dass es mir danach 1-3 Tage lang ziemlich übel gehen wird, allerdings schöpfte mein Magen diesen Zeitraum komplett aus, und so musste ich mich am ersten Tag danach mehrmals übergeben, am zweiten hatte ich Durchfall und am dritten Übelkeit und Rückenschmerzen. Ich habe mich also während den ganzen drei Tagen im Prinzip nur von Kamillentee ernährt.

Doch die Sitzung hat auch positive Dinge bewirkt, denn ich habe sofort gefühlt, dass sich irgendetwas in mir gelockert hat und ich mich irgendwie befreit fühle. Denn vorher war es so, dass ich die damalige Situation nicht begehen konnte, sondern irgendwie davor festklemmte und mich der Situation gegenüber ausgeliefert gefühlt habe. Inzwischen jedoch kann ich die Situation ohne Zögern betreten und habe das Gefühl, ich kann diese bewältigen.
Genauso habe ich mich direkt nach der Sitzung sofort an einige Bilder erinnert, die ich damals verdrängt hatte.

Ich bin ehrlich erstaunt, wie krass dieses EMDR wirkt … dass 30 Minuten davon solch einen großen Einfluss auf meine Psyche und meinen Körper haben, obwohl ich eigentlich gar nichts gemacht habe außer meine Augen auf sich hin und her bewegende Finger zu fixieren. Ich musste gar nichts denken, sondern mir nur vorher die Situation von damals erneut vor Augen rufen.
Und dann geschah es auch ziemlich schnell, dass sich in mir Emotionen aufbauten, mir zum Heulen zu mute war und mein ganzer Körper zu kribbeln begann. Jedoch schon ganz kurz danach baute sich dann alles wieder ab und in mir machte sich Erleichterung breit, und ich musste sogar anfangen zu lachen. Echt abgedreht


– 4 –

Yay ♥ Einfach nur yay ♥ Ich bekomme wieder Orgasmen ♥ *hust*

Sie sind klein, und es kratzt, aber hey! Es ist einfach nur toll :')


– 5 –

Am Freitag kam dann auch der Tag des Abschieds … der Tag in Schwarz

Wir sind insgesamt zu neunt und mit zwei Autos zur Beerdigung meiner lieben Maddy gefahren… Und auch wenn die Autofahrt jeweils ganz witzig war (zu fünft in meinem süßen – passend schwarzen – Kleinstwagen), so waren wir alle doch ziemlich aufgewühlt. Niemand hatte den Tod vorhergesehen, nie hätte sie ihn verdient, und doch hat sie es gewollt. Leider.
Und leider wurde sie nicht im Grab ihrer Mutter beigesetzt, sondern einzeln, aber ich denke im Himmel ist sie jetzt ohnehin frei. Und das hat man wirklich gemerkt, denn als wir zum Friedhof kamen, fing es an leicht zu nieseln, und als die Urne dann hinab gelassen wurde, fing es aus allen Wolken an zu schütten. Wie Tränen der Rührung.

Ich hab sie förmlich herunter rufen hören: Mann, seid ihr bescheuert da unten, hier oben ist es mal richtig toll. Und jetzt heult nicht so, ich kann hier oben eh keine Schmerzen spüren. *Frust* Aber trotzdem: Sowas von Ätsch!

Jedenfalls war es schon ein eindrückliches Erlebnis. Ich hab lange Zeit nicht so schluchzen müssen … … … Und wir hätten echt einen Preis im Synchron-Heulen gewinnen können! (Ihr seid die besten)


Ruhe in Frieden.





– 6 –

Ein anderes Thema … seit der OP habe ich deutlich gemerkt, dass ich mit den Hormondosen, die ich bis dato genommen habe, nicht mehr zurecht komme. Ich brauche meeeehhhr!!!
Zeitgleich habe ich aber ebenfalls festgestellt, dass mir das Progesteron, was ich sonst immer genommen habe, zu viel ist. Es ist schon seltsam, wie sich der Hormonhaushalt durch die OP verändert, aber irgendwo macht es ja auch Sinn.

Deswegen hier mal meine aktuellen Dosierungen:
Tag 01-03 … gar nix!
Tag 04-08 … Östradiol (4mg oral)
Tag 09-11 … Östradiol (6mg* Pflaster + 2mg oral) + Östriol (0,5 Hub)
Tag 12-17 … Östradiol (6mg* Pflaster) + Progesteron (0,5 Hub)
Tag 18-26 … Östradiol (6mg* Pflaster) + Östriol (0,5 Hub) + Progesteron (100mg oral)
Tag 27-29 … Östradiol (3mg* Pflaster) + Progesteron (100mg oral)
* 3mg entspricht einem 100er-Pflaster

Hormonwerte dazu kann ich dann in einem Monat posten, allerdings dosiere ich ohnehin nach Gefühl und variiere jeden Monat immer ein klein wenig.


– 7 –

Bald ist Sommer!! Die kommenden Tage sollen über 25 Grad!!! bringen!!!

Es ist jetzt schon so schön draußen, dass ich so viel Zeit wie es nur geht im Haus und im Garten herumwusel. Im Moment ist neben dem Frühjahrsputz eine Umtopfaktion am laufen, d.h. ich topfe alle meine Pflanzen um – was seit mehr als 2-4 Jahren nicht mehr geschehen ist.

Außerdem war ich heute zur Belohnung Schuhe(!!!) kaufen!! Es gibt echt nicht schöneres! =D
(Wenn ich morgen dran denke, gibts noch ein Foto von meinen neuen Lieblings-Pumps ♥)


Mittwoch, 4. April 2012

Der Tod

... kommt manchmal schneller als man das möchte. Leider ist der Wunsch zu sterben oft eine Illusion einer psychischen Verfassung, die so weit überfordert ist, dass das Gehirn nach Exitus schreit.

Gestern habe ich mit Entsetzen erfahren, dass sich eine Freundin von mir das Leben genommen hat. Ich habe ihr über Jahre durch Dick und Dünn versucht beizustehen, und habe sie richtig lieb gewonnen. Wenn sie mich nur angerufen hätte, ich hätte alles stehen und liegen gelassen und sie vom Stuhl geholt, auf dem sie stand und mit dem Strick um den Hals springen wollte. Aber dazu kam es nicht, unser Kontakt war in letzter Zeit sehr dünn geworden, leider.

Es schmerzt. Aber ich hoffe, sie kann jetzt aufatmen und sich befreit fühlen.


Rest In Peace. Und denke immer daran, wie viele schöne Momente es in deinem Leben gab. Und fühl' dich frei. Du bist schön wie du bist.

GaOP Woche 8

Es geht voran! =)


Es ist nun schon wieder ein Monat vergangen, seit dem letzten Posting. Und jetzt wo ich es mir noch einmal durchgelesen habe, stelle ich mit Erstaunen fest, dass die Heilung einen größeren Schritt nach vorne gegangen ist, als ich jetzt dachte.

Die Fäden sind nun schon längst alle abgefallen, Blutungen habe ich eigentlich überhaupt nicht mehr (irgendwie bekomme ich jede Woche mal so ne kleine), das einzig bescheuerte war eigentlich, dass ich mir – natürlich – quasi sofort einen Scheideninfekt geholt hab.
Ich kenne das allerdings schon von früher (nur mangels entsprechendem Organ in weit kleinerem Umfang), und hab dann gleich begonnen Gel dagegen zu verwenden. Nach nun 2 Wochen ist das auch soweit abgehakt.

Auch die Harnröhre hat gerade die letzten 2 Wochen richtig angefangen abzuheilen und abzuschwellen. Zum Glück. Dort Schmerzen zu haben ist richtig eklig. Ekliger als in der Scheide, die ja auch durch das Bougieren mit inzwischen ganz süßen Vibratoren (sehr sehr viel angenehmer als der Bougi der Klinik!! bzw. auch mal richtig prickelnd ;o) ) ziemlich beansprucht wird.
Inzwischen bougiere ich in der Regel 3 mal am Tag, wenn ich den Tag über ausgehe auch nur 2 mal. Und das reicht locker.

Vor einer Woche war ich dann auch zur Nachkontrolle in Frankfurt, was ziemlich sinnlos war, da der Professor es sich nur angeschaut hat und meinte es sieht gut aus, ist aber alles noch nicht verheilt. Super! Das hätte ich ihm auch sagen können. Aber gut, jetzt habe ich dafür schon einen Termin für die Korrektur-OP, und zwar am 18. Juni, also in gut 2,5 Monaten bzw. dann 4,5 Monaten Nach-OP.

Was Sitzen angeht, das klappt problemlos, genauso wie Tanzen und dergleichen. Ich hab nur leicht wunde Stellen am Damm, weswegen ich nicht so perfekt sitzen kann, aber es geht. Ich hoffe jedenfalls, dass es endlich abheilt. Es ist zwar super, dass ich dort wieder volle Berührungsempfindlichkeit habe (die Schamlippen fühlen sich sonst noch leicht taub an) aber doof, dass ich so auch super den Schmerz spüre ;o)
Und was besonders toll ist: Sexualität klappt auch wieder :P

Ein was habe ich inzwischen ganz klar und eindeutig festgestellt: Mir geht's psychisch so gut wie sehr lange nicht, ich fühle mich unbeschwerter und bin fröhlicher und habe vor allem deutlich mehr Energie! Auch wenn ich dafür öfter mal Probleme mit dem Kreislauf bekomme.


Und für die, die es interessiert: 1x die Woche: Kamillebad, Döderlein und 2x Joghurt; tägl.: pH 3,5 Waschemulsion, 3x Bougi mit Milchzucker.

Mittwoch, 7. März 2012

GaOP Woche 4

Es ist Frühling! Frühühühüling!! :o)

Achtung, intim! Könnte etwas eklig sein zu lesen!


Woche 4, 1.3.12 - 7.3.12

So wie die letzte Woche mit Friemeleien aufhörte, so begann diese Woche ebenfalls damit. Denn nach und nach habe ich alle normalerweise von selbst abfallenden Fäden abgepflückt, weil sie wirklich nur noch stachelten. So ist es jedenfalls alles viel angenehmer, und fühlt sich auch besser an. Zwar sind noch nicht alle Fäden Geschichte, gerade die etwas tiefer gelegenen bzw. die an der Harnröhre, die möchte ich dann doch lieber länger dran lassen. (Zumal sie mich da auch nicht stören.)

Allerdings ist es mir dabei passiert, dass ich wohl aus Versehen einen chirurgischen Faden herausgezogen habe (von dem mir niemand sagte wie ich diese pflegen sollte), wobei ich erst dachte er könnte hineingerutscht sein. (Vielleicht ist er das auch und ich denke einfach falsch) Wobei ich davon jetzt immernoch einen Faden habe, den ich aber erst einmal da nicht anrühren werde.

Sonst klappt die Heilung aber sehr gut, ich habe auch beim Bougieren immer weniger Probleme mit Engstellen, nur die Muskeln sind nicht ganz so erquickt, wenn da zuviel drauf gedrückt wird ;o)

Und auch mit dem Sitzen klappt es immer immer besser, ich kann mittlerweile auch auf gepolsterten Möbeln normal sitzen (für einige Minuten ;o) ) und habe es auch heute beim Zahnarzt insg. ~2 Stunden sitzend ausgehalten (inkl. Anreise im Auto) :o)

Außerdem war ich am Wochenende das erste mal wieder bei Freunden was trinken, was richtig toll war :o) (Auch wenn mein Zeitplan wegen dem Bougieren etwas eingeschränkt ist, aber ich erlaube mir die Zeit dazwischen dann schon auszudehnen ;o) )

Meine Energie ist nämlich endlich wieder zurück! :o) Und ich fühle mich gut!

Das einzige, was mich ein wenig frustet ist, dass seit ich vor ein paar Tagen eine Vaginosen-Vorbeugungsmaßnahme (pH-Wert war ~5,3) durchgeführt habe, immer leicht rötlichen Ausfluss hatte (im Moment aber wieder weniger). Vermutlich habe ich irgendwo doch noch eine leichte Blutung. (vielleicht durch den abgefallenen Faden?)
PS: Schwanger bin ich aber ganz sicher nicht, auch wenn ich mich die letzten 4 Wochen oft mit morgendlicher Übelkeit herumschlagen musste ;P

Und für die, die es interessiert: Die Spülungen hab ich eingestellt (aber dennoch 1 Sitzbad vorm Schlafengehen), verwende auch nur noch biologisch korrekte Gleitmittel (auch mit Milchzucker wie etwa das Zeug von MultiGyn), dazu zur Nacht eine Döderlein-Kapsel.


Ich habs geschafft, ich bin wieder fit! :o)

 

GaOP Woche 3

Mit der ausklingenden ersten Woche nach der OP kam etwas Ruhe in die ganze Geschichte hinein ...

Wieder gilt, wer es nicht ertragen kann, wenn andre in ihren Wunden herum pulen, sollte nicht weiter lesen ;o)


Woche 2, 16.2.12 – 21.2.12

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell Wundheilungen so vor sich gehen. Vor genau einer Woche erst wurde ich operiert, und schon konnte ich wieder aufstehen, herumlaufen, auf Klo gehen und hatte immer weniger Blut in der Einlage, genauso wie die Schwellungen fast vollständig zurück gingen.

Zwar dauerte das Blasentraining einige Tage, in denen ich nur immer möglichst schnell auf Klo rannte, und auch habe ich einige Tage immer parallel zum Wasserlassen das Ventil des Bauchdeckenkatheters (suprapubischer Blasendauerkatheter ;o) ) öffnen müssen, weil ich die Schmerzen, die entstehen wenn es laufen soll aber nix raus kommt, nicht aushalten konnte. Das ist schlimm, wie sich die Blase dann zusammenzieht!
Doch mit den Tagen klappte das eigentliche Wasserlassen immer besser, bis ich schließlich auch ohne das Ventil konnte, und der Restharn in der Blase auch am Tag immer unter 5ml lag, was Traumwerte sind ;o)

Und so wurde mir am Tag vor meiner Entlassung, am 20.2.12 schließlich der Katheter gezogen, und ich war endlich wieder frei!

Dabei habe ich aber festgestellt, wie komisch es ist zu sehen wie der Urin durch die Bauchdecke fließt! Und es hat gezogen beim Herausziehen, das war ganz eklig, weil ich durch den Katheter auch eine Blasenentzündung bekommen hatte, eine leichte, und der Katheter ja auch die Blasenwand hübsch attackierte, weswegen ich immer etwas Blut und Schleimhaut im Restharn hatte. Ich kann es nicht weiter empfehlen!!
Die Dinger sind eben nicht für die Ewigkeit gemacht.

Und sonst passierte eigentlich nicht mehr viel. Meine Bettnachbarinnen waren schon nach Hause aufgebrochen, und ich bekam dank meines 2-Tage-Durchfalls ein Einzelzimmer (mitsamt Isolierung) spendiert, in dem ich die letzten Tage verbrachte und auch zwei nette Besuche empfing :o)

Woche 3, 22.2.12 - 29.2.12

Ich bin zu Hause! Am Vortag ging es gegen 10 Uhr vom Krankenhaus los mit dem Taxi zum Bahnhof, schnell ein Ticket gekauft und zu Mäcces gestiefelt (Mittagessen ;o) ), um dann pünktlich in den 11:20-ICE nach Dresden einzusteigen. Mit dem Sitzkissen hat es auch wunderbar geklappt zu sitzen, auch wenn ich als ich gegen 4 dann in Dresden war, dann doch bald erschöpft im Bett versank.

Das erste was ich von zu Hause sah, war der schöne Strauß Blumen, den mein Vater mir feierlich überreichte, als ich aus dem Zug gestolpert – ähm gestiefelt – kam :o)

Die vor mir liegende Woche dann aber war weit weniger stressig als diese Zugfahrt, denn ich verbrachte die meiste Zeit im Bett und am Schreibtisch auf dicken Kissen oder dem Sitzring. Allerdings lag ich wirklich erst einmal die ersten Tage bzw. im Prinzip auch die fast komplette erste Woche zu Hause nur flach und fing mir eine Erkältung nach der nächsten ein. Mein Immunsystem ist durch das Krankenhaus wirklich geschwächt worden, und da sind Erkältungen noch das angenehmste!
Allerdings hatte ich auch so absolut keine Kraft und hätte am liebsten nur durchgeschlafen. Das Aufrichten (ohne elektrisches Krankenbett :o( ), Sitzen und vor allem das Treppen-steigen(!!) waren anstrengend wie noch nie. Ich war echt sehr sehr froh, dass mich meine Eltern mit Schokolade versorgten, sonst hätte ich schon ein paar Kilo weniger.

Von der Wundheilung her ging alles aber wieder sehr gut weiter, hier und da hatte ich immer mal wieder etwas Blut und die Fädchen taten auch immer mehr weh – weswegen ich dann die ganze Woche lang (etwas stärkere) Schmerzmittel (Katadolon S long) nahm (von dem ich aber nach einer Woche Ausschlag bekommen hab ;o) ) und mich mit denen aber echt wahnsinnig gut fühlte :P

Ebenfalls musste ich entdecken, dass das Sexverbot (ich dachte immer nur kein GV ;o) ) nicht unbedingt nur mit der Scheide zu tun haben muss, denn die Harnröhre mit dem dazugehörigen Harnröhrenschwellkörper wurde richtig Blutrot und sonderte blutigen Schleim ab! :o( Aber das ging nach ein paar Tagen wieder weg ;o)
(ich hoffe die reagiert nicht jedesmal so)
Anmerkung: Hier sieht man mal wieder, dass ich es nicht lassen kann herum zu friemeln wo es nur geht ;o) Ich würde viel gesünder leben, wenn mir jemand auf die Pfoten klopfen würde, wenn ich wieder an Wunden herum kratze, aber aber aber das macht so ein Spaß :o(

Und nächste Woche geht es auch mit dem Herumfriemeleien weiter!

Mittwoch, 29. Februar 2012

GaOP Woche 1

Wie schon angekündigt, geht ab jetzt wieder die Post ab, denn ich darf endlich aufstehen und mir die Haare waschen! ♥ yay!

Und nochmal: Wer sich schnell ekelt oder wer sich gerne fremdschämt, der sollte nicht weiter lesen! Ich schreibe durchaus medizinisch detailliert ;o)

Doch zuerst die passende musikalische Untermalung meines neuen koreanischen Lieblingsdramas!



Der 5. Post-OP-Tag, Montag, der 13.2.12

Im Prinzip begann der Tag ziemlich schrecklich, denn gleich nach dem Frühstück wurde ich zu den urologischen Untersuchungsräumen gefahren, die man aber auch sehr gut als gynäkologische Untersuchungsräume bezeichnen konnte, wenn man besagten berühmt berüchtigten super bequemen Stuhl mit den zwei Halterungen für die Beine in Betracht zöge.

Der Stuhl war aber im Folgenden noch das angenehmste ;o) Denn schon wie ich mit Aufbringung all meiner schwachen Kräfte aus meinem Bett rüber auf den Stuhl robbte (ich konnte ja noch nicht aufstehen), kam gleich die Ärztin und sortiere ihr nettes steriles Besteck, das auf einem kleinen Rolltischchen sorgfältig platziert war. (Der Rolltisch war aber ständig im Wege in dem kleinen Raum)

Sorgfältig wurde der Verband entfernt. Dabei wurde gefühlte 30 Meter Tamponade aus mir heraus gezogen, natürlich über und über in Blut getränkt, und dazu die Wunddrainagen gezogen, aua! Der Bauchdeckenkatheter wurde aber sofort wieder mit sterilen Schlitzkompressen fixiert, und überhaupt war der Bauchdeckenkatheter das übelste an der gesamten Geschichte. Zumindest bis auf ein noch bevorstehendes Ereignis.
Nachdem dann im Wundgebiet alles schön mit kaltnassen Tupfern gesäubert und desinfiziert wurde, und die Ärztin die Scheide mit diesem tollen Entenschnabel-Besteck untersuchte (und lecker schleimig geronnene Blutklumpen heraus holte), wurde mir der Bougi gezeigt.

Bougi? Das ist ein Fingerlanges aufblasbares mit Schaumstoff gefülltes Etwas. Und damit sollte ich von nun an bougieren, das bedeutet ich muss damit die Scheidenwand dehnen, damit diese sich nicht zusammenzieht und vernarbt, was dann schlicht bedeuten würde, dass nichts größeres als Tampons hinein passen würden. Und da das nicht mein Ziel der Geschichte ist, muss ich da ab jetzt 4 x täglich mit dem gewissen Etwas hinan. Idealerweise ist das ein praktischer Zeitvertreib zum Fernsehen, anstelle von Sudoku oder Fingernägelkauen (mache ich natürlich nicht!).

Und dort auf dem Stuhl sollte ich den Bougi das erste mal einführen. Ich sag nur: Wunde + Nähte + Einführen = Aua. Da waren selbst meine Schmerztropfen wie Wasser ... Aber irgendwie habe ich es trotzdem geschafft, wobei das Einführen besonders morgens bis heute ein Graus ist, obwohl ich mit den kleinen snurrenden Dingern nie Probleme oder Schmerzen hatte. Komisches Bougi.

Danach sollte ich dann von dem Stuhl aufstehen und zu meinem Bett gehen, was direkt daneben stand. Natürlich nicht alleine, und die Hilfe der Schwester und der Ärztin habe ich da wirklich gebraucht, um  nicht hinzufallen. Es ist erstaunlich, wie sehr so eine OP und 4-5 Tage Bettruhe schon ausmachen können. Es hat mich zum Glück nicht gedreht, dahingehend war mein Kreislauf schon immer recht zuverlässig, mir wird dann eher schwarz vor Augen. Aber hier habe ich es zum Glück ganz gut bis zum Bett geschafft, auch wenn ich total erschöpft war, als ich wieder auf Station gefahren wurde.

Vor dem Mittagessen kam dann eine Schwester zu uns ins Zimmer, um die Betten frisch zu machen. Dabei half sie mir beim Aufstehen und 3 Runden ums Bett zu gehen, während sie alles bezog. Mir war schon etwas schwindelig und leicht übel, und die Kräfte fehlten mir natürlich auch, aber es ging doch schon wieder ganz gut. Nach dem Mittagessen konnte ich dann sogar endlich wieder auf Klo, was für ein Segen! :o)

Danach mache ich mich dann auch das erste mal daran selbst zu bougieren, im Bett und natürlich unter der Decke. Doch zu allererst krame ich natürlich meinen Handspiegel heraus und betrachte mir das Ergebnis! Es war überwältigend! Und es sah vor allem viel weniger schlimm aus als ich befürchtet hatte! Es war zwar noch alles ziemlich geschwollen, die Schamlippen waren zur Hälfte Pechschwarz vom Blut und die Nähte waren überall noch wund und leicht am bluten, aber ich konnte schon erkennen wie filigran da doch gearbeitet wurde, vor allem an den Schamlippen und dem Kitzler. (Ganz anders als auf der doofen Skizze! :p)

An das sozusagen erste mal kann ich mich so aber gar nicht mehr richtig erinnern. Zum Glück, wahrscheinlich! Ich weiß nur noch, dass ich positiv überrascht war, dass sich die Scheide so komplett nach Schleimhaut angefühlt hat. Und, dass es ziemlich weh tat, vor allem wegen der ganzen Nähte, die taten immer am meisten weh, zumal die Öffnung auf Damm-Seite noch etwas zugenäht war und ich da zu tun hatte den Bougi durchzufädeln.
Dafür ist das manövrieren in den hintersten Winkel, sprich der Bougi passt wie perfekt genau hinter die Beckenbodenmuskeln, ziemlich leicht (noch!) und selbst im aufgeblasenen Zustand habe ich kaum bis keine Schmerzen. Das einzig doofe war nur, dass ich immer wieder Reste des Blutergusses oder auch mal etwas frisches Blut mit heraus holte.

Nachdem das geschafft war, sollte ich denn nun immer ein Kamille-Sitzbad folgen lassen. Dafür gibts so nebenbei diese netten Schüsselchen zum ins Klo hängen ... das blödeste an diesem Tag war eben nur, dass mein Kreislauf noch arg zu kämpfen hatte, und ich deswegen kaputter wieder vom Schüsselchen hochkam als wie ich mich setzte.

Und das ganze musste ich von da an 4 x den Tag tun ... seufz zum Glück wird das irgendwann zur Routine.

Der Puschi Wuschi Bougi - Echt aufblasbar.


Der 6. Post-OP-Tag, Dienstag, der 14.2.12

An jenem Tag ist mir ein kleines Malheur passiert. Schon am Morgen holte ich erneut, aber diesmal mehr als sonst von dem Bluterguss heraus, und bei der Wundkontrolle danach fiel der Ärztin auch eine leichte Blutung auf.
Jedenfalls war ich mittags beim Bougieren ziemlich erschrocken, als auf einmal ein großer Schwall frisches Blut heraus kam, und war dementsprechend verunsichert. Ich rief sofort über die Klingel den Pfleger, der dann gleich sofort losstürmte und der Ärztin bescheid gab, und mich dann sofort gleich persönlich nach unten zu den Untersuchungsräumen fuhr.

Die Ärztin dagegen war mehr als seelenruhig, ja sie hatte das schon kommen sehen, wegen der leichten Blutung. Super, dachte ich mir da nur! Aber zumindest war ich dann etwas beruhigt.
Und zur Belohnung bekam ich gleich befühlte 20 Meter Betaisodona-getränkte Tamponade quasi schon hinein gepresst. Das war etwas unangenehm, aber dafür musste ich den restlichen Tag nicht mehr bougieren, yay! ;o)


Der 7. Post-OP-Tag, Mittwoch, der 15.2.12

Dieses mal wurde ich schon direkt beim Frühstücken unterbrochen und zu den Untersuchungsräumen gefahren. Dort wurde die Tamponade wieder heraus gezogen, die Blutung hatte gestoppt und sah, so fand die Ärztin, in Ordnung aus.
Dafür wurde dann endlich der Katheterbeutel angeknibbert und dafür bekam ich ein Ventil, mit dem ich selbst Urin ablassen konnte, damit sich die Blase wieder daran gewöhnt gefüllt zu sein. (Ich bin echt die nächste Woche lang nur noch gerannt!)

Aber, was dann kam, war das aller aller schlimmste an der ganzen Geschichte! Die Harnröhre war mit einem dünnen Faden durchzogen, damit sie sich nicht verschließt, und dieser wurde gezogen, wodurch erst einmal ein Schwall Blut heraus kam, und die Ärztin drückte und drückte bis alles Blut heraus war. Dann nahm sie sich einen dünnen Katheter (10er, danach nochmal mit einem 12er), und stach durch die Harnröhre hindurch in die Blase!! Durch die Blutkrusten und es tat einfach nur höllisch weh!
Ich glaube die Schwester hat sich da auch mehr als einmal um mich Sorgen gemacht, weil ich natürlich fast wie am Spieß geschrien hab ;o)

Jedenfalls kam gleich ein ganzer Schwappen Urin durch den Katheter, den die Ärztin durch die Harnröhre geführt hatte. Dann bekam ich noch eine dicke Mullbinde zwischen die Schamlippen geklemmt, die auch erstmal richtig schön vollblutete, und durfte zurück auf Station.
Danach hab ich es auch gleich geschafft etwas Wasser zu lassen über die Harnröhre! Auch wenn ich gleichzeitig immer das Ventil öffnen musste, weil sonst die Schmerzen in der Blase zu groß waren. Allerdings klappte das auch nur das eine mal so gut, da die Harnröhre schnell wieder etwas verklebte durch das Blut.

Aber das sollte einfach noch mehrere Tage brauchen, bis ich wirklich gut und auch ohne das Ventil Wasser lassen konnte, doch es hat geklappt :o)

An jenem Tag war ich auch noch kurz in der Neurologie wegen der Taubheit im rechten Unterarm/Hand, die allerdings schon längst wieder verschwunden war. Blöd war eben nur, dass ich von einer Toilette zur nächsten rennen musste ;o)


Das war die erste Woche :o) Von nun an ging alles mehr oder minder seine geregelten Bahnen, sprich ich hatte das schlimmste hinter mir. Nur noch eine Woche im Krankenhaus, und dann ab nach Hause.

Sonntag, 26. Februar 2012

GaOP Woche 0,5

Hier nun auch meine Erlebnisse im Krankenhaus ... 

Wer eine Medizin-Phobie hat, oder dem Genitalien peinlich sind,
sollte auf alle Fälle nicht weiterlesen! :P
(Als erprobte Quasi-Krankenschwester bin ich da etwas abgehärtet ;o) )

Der Tag davor, Dienstag, der 7.2.12

schon früh geht's los, halb 5 muss ich aus dem Bett. Am Vorabend habe ich schon alles rundum fertig gemacht, inkl. Verpflegung für die Fahrt, und Haare-waschen. So musste ich nur noch aus dem Bett springen und Zähne putzen und dann ab ins Auto mit meinem Vater, der mich zum Bahnhof fuhr.

Dort angekommen, kaufe ich mir gleich einen Kakao gegen die Aufregung. Und ein leckeres Brötchen, von dem ich aber mehr als ein paar Bissen nicht herunter bekomme, zumal ich eh Sachen mit habe. Wie es eben nunmal typisch für mich ist, hab ich viel zu viel mit, und muss dann, als ich im Krankenhaus angekommen bin, ohnehin komplett abführen, sodass jeder Bissen für die Katz ist. Tja, mein altes Laster.

Dort werde ich auf ein 4-Bett-Zimmer gelegt, in dem aber nur eine ältere Frau mit mehreren Katheterbeuteln am Bett hängend lag, die schon seit 7 Wochen dort war. Sie ist Russin, und hatte fast jeden Tag Besuch von ihrem Mann. Die beiden waren sehr nett, und sehr hilfsbereit. (Ganz anders als die Russen hier bei uns)

Bevor ich jedoch auf die Station kam, wurde ich zuerst untersucht, es wurde Blut abgenommen und ich wurde über alles aufgeklärt. Insgesamt dauerte das vielleicht 1-2 Stunden, aber es fühlte sich komplett alles hintereinander weg an, so dass ich es nicht einmal schaffte alle Formulare während des Wartens auszufüllen.
Das Gespräch über die OP hatte ich dabei mit einer Assistenzärztin, die scheinbar noch nicht so ganz vertraut damit war, denn sie erklärte mir einige Dinge komplett anders, als wie der Professor, was mich zu dem Zeitpunkt sehr sehr beunruhigte.

Deswegen ging es mir ab da auch überhaupt nicht mehr so gut, diese Ärztin hatte mich ziemlich verunsichert mit ihren Ausführungen, die sich im Nachhinein aber als unzureichend herausstellten. Aber das wusste ich erst am nächsten Morgen, bis dahin drehte ich total am Rad und heulte mir am Laptop bei Bekannten und Freundinnen die Augen aus :(


Der Tag der OP, Mittwoch, der 8.2.12

Wie schon geschrieben, bekam ich die Chance noch einmal kurz mit dem Professor zu reden, nachdem ich bei den Ärzten die zur Visite kamen etwas herum gezetert hatte. Die Assistenzärztin zeichnete mir nämlich eine anatomisch komplett falsche Version des OP-Ergebnisses auf und erklärte fest sie würden keine kleinen Schamlippen modellieren, was der Professor alles zurecht dementierte. Zwar muss ich im Nachhinein sagen, dass man das wirklich nicht als kleine Schamlippen bezeichnen kann, aber sie dennoch irgendwie trotzdem vorhanden sind auf den zweiten Blick. Und die Anatomie ist top, also bis auf einen Kritikpunkt (Kitzlerhäubchen) ist alles komplett natürlich und normal, eben sowas von komplett anders als auf der doofen Zeichnung.

Aber das wusste ich natürlich hier noch nicht, wie es später aussehen würde, so kurz vor der OP :P Die Zeit verging jedenfalls sehr langsam und meine Laune stieg immer mehr. Ich fühlte mich schließlich komplett auf Wolke 7, als der Fahrdienst kam, um mich in den OP zu fahren :) Allgemein sind ja so OPs sehr interessant, und die OP-Aufnahme-Schwester war total lieb und nett und sagte mir immer wieder ich brauche keine Angst vor dem Eingriff zu haben, wobei ich natürlich nur innerlich grinste :) Ich hatte keine Angst, nicht den Hauch von Angst, ich schwebte ja auf meiner Wolke davon ;)

Und so geschah es auch, dass ich nachdem ich Kanülen und Blutdruckmanchette angelegt bekommen hatte, und gefühlte 20 mal meinen Namen und Geburtstag zur Identifizierung nennen musste, letztlich komplett friedlich einschlummerte.

Ich weiß nicht mehr was ich träumte, ich weiß nur, dass ich kurz darauf wieder aufwachte. Und zwar im Aufwachraum, mir war nicht übel, aber dafür schwindelig und ich fühlte mich so dermaßen schwer. Und um das zu toppen, waren mein rechter Unterarm und die Hand komplett eingeschlafen.
Na toll, dachte ich mir.

Dann wurde ich nach einer kurzen Zeit wieder auf Station hoch gefahren, aber ich befand mich trotzdem noch irgendwie auf meiner Wolke, auch wenn mich der Arm ziemlich irritierte, auch wenn er inzwischen nicht mehr eingeschlafen war, aber dafür halbseitig taub, was sich noch 3-4 Tage lang halten sollte. Lagerungsschaden halt, aber zu dem Zeitpunkt verunsicherte mich das schon ziemlich, auch wenn mich die Schwestern und Pfleger und Ärzte alle beschwichtigten, dass dies in ein paar Tagen wieder weg gehen würde.

Jedenfalls war es schon nach 17 Uhr, und ich bekam sofort etwas zu Essen! :) Nach 10 Uhr wurde ich hinunter gefahren ... die OP sollte ja 4 Stunden dauern und verlief komplett komplikationslos :)

Schmerzen hatte ich nur noch im Aufwachraum, denn auf Station wurde mir sofort eine Schmerzinfusion angehängt (Morphium schätze ich), von der mir aber dermaßen übel wurde, dass ich sie nachdem sie zur Hälfte eingelaufen war, abhängen ließ und mir dafür eine andere gegen die Übelkeit geben ließ.
Die Schmerzen waren dadurch jedenfalls fürs erste Weg, das einzige was ich im Schritt spürte war der dicke enge Wundverband, der auch in mir sehr stark drückte. Ich war dann am 3. PostOP-Tag richtig froh, als der Verband gewechselt wurde gegen eine weniger stark drückende Variante.

Danach bekam ich dann Novalgin-Tropfen gegen die Schmerzen, die ich aber nicht vertrug, da meine Fingernägel sich in ein Milka-Kuh-Lila verfärbten. Deswegen wurde ich auf Tramal-Tropfen umgestellt, welche ich sehr gut vertrug :)
Dazu kam dann noch Voltaren, eine Tablette für die Blase, morgens wie immer mein L-Thyroxin (wegen Schilddrüsenunterfunktion) und natürlich Antibiotika-Infusionen.

Gefühlt hab ich mich trotzdem sehr gut :) Ich schwebte ja quasi auf meiner Wolke.
Und in mein Zimmer kamen noch zwei ältere Frauen hinzu, die eine Italienerin und die andere aus der Frankfurter Gegend. Beide waren jedenfalls sehr nett und es hat Spaß gemacht uns den ganzen Tag über zu unterhalten. So ein 4er-Zimmer ist definitv besser als ein 2er-Zimmer, so hat man immer was zu erzählen :P


Der 3. Post-OP-Tag, Samstag, der 11.2.12

Die ersten zwei Tage nach der OP vergingen sehr schnell und es passierte absolut nichts aufregendes. Ich bekam Schmerzmittel und Essen, auf Klo musste ich nicht, da alles über den Bauchdecken-Katheter abfloss. Fernsehen hatte ich, und Internet an meinem Laptop auch. Die Frau an der Pforte hatte nämlich einen netten Fehler beim Ausstellen des Zugangscodes gemacht und mich für 1,5 Wochen an statt 5 Tage freigeschalten :P Das hab ich natürlich genutzt ;)

Der Verband war auch jederzeit komplett weiß geblieben, was bedeutet, dass die Blutungen sich stark in Grenzen gehalten haben. Als der Verband nun gewechselt wurde, war darin aber dennoch eine riesige Blutlache aus altem Blut und darauf aus frischem Blut :P

Bei dem kurzen Blick den ich da schon auf das Ergebnis warf, war aber alles noch sehr sehr geschwollen. Besonders das Kitzlerhäubchen schien ein einziger kleiner Tischtennisball, was zu meinem Erschrecken so aussah als würde da etwas vom Zustand davor übrig geblieben sein. Doch ich beruhigte mich schnell, schließlich schwebte ich ohnehin auf meiner kleinen Wolke ;) Und letztlich ist eben auch nix übrig geblieben :)

Am besten war daran wie schon gesagt die Drucklinderung :)


Der 4. Post-OP-Tag, Sonntag, der 12.2.12

Galt es früher noch, man würde am Sonntag nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden, so stimmt das auf keinen Fall für das Klinikum in Frankfurt, denn die Russin machte sich auf die Socken, nachdem wir wegen der Italienerin isoliert wurden, da sie durch das Antibiotika Durchfälle bekommen hatte, und auf der Nachbarstation der liebe Noro bzw. die Glostridien ihr Unwesen trieben, was sie natürlich nicht hatte, aber das weiß man ja ohne Untersuchung nicht sicher. Und sicher ist eben sicher. Die Visite kam ebenfalls auch Samstags und Sonntags, auch wenn die nur ein Arzt bzw. eine Ärztin durchführte und nicht die übliche Schar der 2-7 Ärzte und Studenten.

Jedenfalls kann ich auch nun schon bestätigen, dass die Heilung jeden Tag einen riesengroßen Schritt nach vorne macht. Die Schmerzen werden schon weniger und ich kann mich sogar schon etwas auf die Seite legen (ja ja bevor jemand meckert, man soll 4-5 Tage auf dem Rücken liegen, sodass alles gut verheilen kann, aber glaubt da draußen ernsthaft jemand ich könnte meinen Popo so lange still halten? :P) und das "aufsitzen" im Bett klappt auch schon ganz gut, bis dato musste ich quasi im Liegen essen, so geht immerhin schon ein 45° Winkel :P

Die meisten Schmerzen habe ich auch nicht mehr tief in der Scheide (der Druckverband!!), sondern in den Leistenkanälen. Dort werden sich die Schmerzen auch noch eine ganze Weile lang halten, besonders Rechts.
Zu dem Zeitpunkt spüre ich auch zum ersten mal den Kitzler aufblitzen mit Nervensignalen. Aua!

Dafür sind die Antibiotika-Infusionen schon gegen Tabletten substituiert worden, sodass ich dann auch eine Kanüle gezogen bekam, da ich an der Einstichstelle anfing zu bluten.

Die Bauchmuskeln konnte ich aber immernoch nicht ohne große Schmerzen anspannen. Dies wurde mir auch von den Ärzten untersagt. Doof nur, dass im Fernsehen Kabarett kam und ich deswegen nicht wusste ob ich lachen oder weinen sollte, da ich das Lachen unterdrücken musste, aber jede kleine Bewegung im Bauch schmerzte. Aber ich liebe es zu Lachen, deswegen konnte ich auch nicht vom Kabarett lassen! ;)
Das doofste daran war aber, dass mein Darm immer voller wurde und anfing weh zu tun und ich Blähungen bekam, wobei jeder kleine Pups große Schmerzen verursachte. Doof eben. Aber ich hab's überlebt ;)


Im nächsten Post geht dann die Post ab, denn ich darf aufstehen und kann mir das erste mal das Ergebnis mit meinem Spiegelchen angucken.

Dienstag, 10. Januar 2012

OP-Tagebuch -28

So wie viele vor mir auch, dachte ich mir es würde lohnen ein OP-Tagebuch zu verfassen, in dem ich alles was mir in den kommenden Wochen bzw. Monaten widerfährt so niederschreibe.

Ich hoffe nur wirklich wirklich wirklich inständig, dass ich dieses nur mit positiven Meldungen füllen kann.

In genau 4 Wochen ist es soweit, in 28 Tagen. Im Radio höre ich, dass es Ende des Monats Ärztestreiks geben soll und hoffe die Diakoniekliniken bleiben verschont oder die Streiks dauern nicht bis Februar an. Dann geht mir durch den Kopf, was packe ich alles ein? Und ist mein Koffer nicht viel zu klein??
Ich schätze, das werde ich erst merken, wenn ich ihn packe ... aber für knapp 2 Wochen Krankenhaus braucht man ja schon so einiges, vor allem jede Menge Bücher!! (und einen Laptop...). Nagut, denke ich und schaue in mein Bücherregal, ich hab noch 4 ungelesene Bücher ... das dürfte reichen, ich will sie ja auch genießen und nicht zum Mittag verputzen...
Das einzig blöde ist, wie bekomme ich Kissen und Decke für die 5-stündige Heimfahrt mit dem Zug da hinein? Fragen über Fragen ... Und richtig Lust auf ein Abenteuer habe ich eigentlich auch nicht. Aber ich hoffe doch, dass alles dann doch reibungslos klappt. Und bei der OP nichts schief geht!!! Ausrufezeichen!

Denn mit den eigentlichen Vorbereitungen bin ich soweit fertig, es ist alles durchgeplant und alle Medikamente und Pflegeartikel bereits besorgt und studiert. Leider gibt es in meinem Pflegebuch kein Kapitel für GaOPs, aber dennoch fühle ich mich fit dafür, und freue mich ein klein wenig auch auf die Pflege danach ... nur eines vorneweg: an eventuelle Blasendauerkatheter lasse ich niemanden heran ;o)

Jetzt geht es dafür in den Endspurt ... die letzten Vorbereitungen müssen getätigt werden, meine Gesundheit geschont, in 2 Wochen mit der Absetzung der Hormone begonnen, und Anfang Februar dann noch der Einweisungsschein geholt werden.
Derweilen werde ich mich wohl Schritt für Schritt persönlich fertig machen und Abschied nehmen. Wenn ich ehrlich bin, ein bisschen traurig bin ich ja schon, und ich habe natürlich auch Angst vor dem Eingriff, und Ehrfurcht vor dem was vor mir liegt, all das Neue und Aufregende: die Zukunft.


Der nächste Eintrag folgt bald ...

Dienstag, 1. November 2011

99 Tage – Der Countdown läuft

99 Tage, so lange dauert es bis die Welt nun wahrhaftig der Apokalypse zum Opfer fallen wird und ich verschläucht und vernarbt ans Licht treten muss. Das gleißend weiße Licht strömt auf meinen mit Jod bepinselten Körper, willkommen im Kreißsaal, man setzte zum krönenden Schnitte.

Oder so ähnlich mag es wohl zugehen wenn ich in 99 Tagen im Krankenbett liege und vor Aufregung mit Sicherheit kein Auge zubekommen werde. 99 Tage, oder auch:

Mittwoch, der 8. Februar 2012, morgens halb 9 in Frankfurt am Main. Zum Frühstück gibt es den restlichen Schluck Abführmittel, obgleich ich vor Aufregung die Tage davor eh nichts mehr runter bekommen habe.

Und dann ... verlasse ich das Zimmer in meinem weißen Krankenhausbett und werde in den OP gefahren, ganz wie damals als ich 7 Jahre alt war und mir der gutartige Tumor aus fötalem Stammgewebe aus dem Knie operiert wurde, nur dass dieses mal andere Dinge heraus geholt werden, was aber nicht weniger dramatisch ist als in der Haupt-Wachstumszone des Beines herum zu rödeln.


Nur eines: Ich bin wahnsinnig(!!!) aufgeregt!!!


Meine Therapie ist im Moment auch ziemlich anstrengend und wird so denke ich noch weiter gehen, aber irgendwann werde ich das alles hinter mir haben. Manchmal fühle ich mich zwar überwältigt, aber ich weiß dass ich gestärkt hinaus treten kann, wenn ich über meine Schatten gesprungen bin.

 

Sonntag, 31. Juli 2011

negative Gutachten...

Nun, hier möchte ich die "negativen" Gutachten mal zusammengefasst darstellen ... Unterm Strich sind sie nämlich gar nicht mehr so negativ, und außerdem weiß ich schon wie ich da jetzt weiter vorgehe ;)


Gutachten 1, naja Stellungnahme trifft es eher:

Nach einjähriger Mindestbehandlungzeit sowohl in hormoneller wie auch in psychotherapeutischer Hinsicht mit regelmäßiger ärztlicher Kontrolle nach dem Bescheid zu §1 TSG ist zusätzlich §8 TSG beantragbar. Ein vorzeitiges Beantragen von §8 TSG, oder gleichzeitigem beantragen von §§1,8 TSG kann nicht statt gegeben werden.
Nach dieser Jahresfrist und durch 2 erneute Gutachten zur körperlichen wie auch psychischen transsexuellen Entwicklung kann (ohne Nachweis der Fortpflanzungsunfähigkeit oder des operativen Eingriffs) dem Antrag statt gegeben werden.

(sinngemäß von mir zusammengefasst)

Ich soll also laut ihm ein richtiges Gutachten (kostet mich 500 Euro...) bei ihm beantragen damit er mit mir ein Gespräch führen kann? Diese einjährige Frist hatte ich jedenfalls zu dem Zeitpunkt des Gutachtens seit einem Jahr und 4 Tagen erfüllt ...


Gutachten 2:

Die Antragsstellerin hat eine Sterilisation vorgenommen  und ist zeugungsunfähig. Eine GaOP ist noch nicht erfolgt, wird aber angestrebt.
Da dieser Punkt bei Frau S. möglich ist, lehne ich den Antrag ab.

(ääääähm ich glaube da gab es einen Kausalitätsfehler in seiner Argumentation! Ich korrigiere!)

Die Antragsstellerin trägt die Vornamen des anderen Geschlechts und nimmt Hormone ein. Das äußere Erscheinungsbild verändert sich, aber die operative Angleichung wird nicht vollzogen. Die Fortpflanzung ist weiterhin möglich. (Anmerkung: lol) Damit kann die Antragsstellerin als Frau Vater werden.
Da dieser Punkt bei Frau S. möglich ist, lehne ich den Antrag ab.

Was ich herauslese ist, dass Frau S. darunter leide noch die angeborenen Geschlechtsorgane zu besitzen und nicht wie eine Frau schwanger werden zu können. Das erste Leid kann praktisch gelöst werden, aber die zweite Vision ist eine negative Finalkausalität und nicht förderlich für eine sinnvolle Lebensbewältigungsstrategie. [...]

(sinngemäß von mir zusammengefasst)

Er beklagt also, dass ich nicht fortpflanzungsunfähig bin … was bereits ein Widerspruch zur Meinung des Gutachters 1 ist, aber für ihn essenziell. Wobei er aber in seinem Finale einen wichtigen Punkt verwechselt hat, siehe oben ;) Und sich weiter darüber aufregt, dass ich davon träume (Nachtträume hehe) schwanger zu sein, was in meinen Augen ein schöner Traum ist, und zudem indirekt über Adoptionen gelöst werden kann, was ich sogar in meinem Schreiben ansprach :P 

Wie dem auch sei, ich glaube nicht, dass mir jemand beweisen könnte, dass ich fortfplanzungsfähig bin ... vielleicht ja, wenn ich die Hormone 1-2 Jahre lang aussetze oder so, aber mh, warum sollte ich das tun? Und schwanger werde ich dadurch ja leider auch nicht! ;)


Nun werde ich aber Ende September mit meinem zuständigen Richter darüber sprechen, und danach meinen genialen Plan weiter spinnen, der mich leider je länger alles dauert immer mehr Geld kostet :(

Träume ....

Manchmal Nachts überkommen mich ja so manche verrückte Träume, die ich aber mit Interesse verfolge, um daraus Erkenntnisse für mein tägliches Leben zu ziehen.

Besonders interessant finde ich dabei ja Träume, in denen es um Geschlecht, meinen Körper, Sexualität, Liebe oder den TS-Weg geht, weil ich so erkenne was mein Unterbewusstsein über diese Dinge "denkt" und abbildet. Oftmals verstecken sich darin ja Sehnsüchte, Hoffnungen, Visionen oder Ängste, die im Alltag oder im Bewusstsein gerne in den Hintergrund rutschen und ich damit mich und meine Beziehung zu meiner Umwelt viel klarer verstehen kann.
Zudem gibt es mir oft Trost oder Befriedigung gewisse Themen "bearbeitet" zu haben, die ich so klar wie im Traum in der Realität selten erlebe, und dann daraus Schlussfolgerungen auf mein reales Sein zu schließen.

Heute Nacht hatte ich z.B. einen tröstlichen, niedlichen, wenn auch bitteren Traum...

Ich bin in meinem Beruf als Krankenschwester mit einer Patientin – ein Mädchen in meinem Alter bzw. wenige Jahre jünger als ich – gemeinsam zu einer abdominalen Sonographie (Ultraschalluntersuchung des Bauches) gegangen, die von meiner Stationsärztin durchgeführt wurde. Das Mädchen war vom Charakter her rebellisch, etwas launisch, aber in diesem Moment benötigte sie Beistand, weswegen ich mit ihr gemeinsam zu der Untersuchung ging und auch während der Untersuchung bei ihr blieb.

Die Sonographie wurde durchgeführt, weil ein Verdacht auf eine Ovarialinsuffizienz – eine Unterfunktion der Eierstöcke – bestand. 

Die Untersuchung selbst verlief ohne Probleme und die Bilder auf dem Monitor des Ultraschallgerätes waren für die Ärztin eindeutig. Sie erklärte, dass die Ovarien – die Eierstöcke – nicht richtig ausgebildet seien und deswegen die (primäre) Ovarialinsuffizienz diagnostiziert wäre. Dies verdeutlichte sie uns an Hand der Bilder auf dem Monitor, auf denen die Eierstöcke etwas kleiner als normal abgebildet waren und zudem hohl erschienen.

– In diesem Moment dachte ich, omg! das ist ja genau wie bei mir! –

Daraufhin erläuterte sie uns, dass die Eierstöcke hohl seien, weil sie nicht mit Eizellen gefüllt seien, sondern mit Muttermilch (omg?!). Sie erklärte, dass normalerweise alle Ovarien einmal in diesem Entwicklungspunkt sind, aber dann die Eizellen sich ausbilden und reifen und dabei die Muttermilch komplett absorbieren, bis das Ovar mit Eizellen gefüllt ist.

– Ich stellte mir das ganze bildlich vor und dachte dabei erneut, dass ist ja genau wie bei mir! –

Das Mädchen wirkte nun auch sichtlich geschockt, und ich sah wohl auch etwas schockiert aus. Die Ärztin erzählte nur noch, dass eben diese Entwicklung der Ovarien aus unbekannten Gründen bei manchen Mädchen stehen bleibt, und dass das hier der Fall sei.

Damit endete dieser Traum … 


Hintergrund ist vielleicht, dass ich letzte Woche bei einer neuen Hausärztin war und sie mich wegen primärer Ovarialinsuffizienz an meinen Endokrinologen überwiesen hat…
Aber was hat das mit Muttermilch zu tun?

Und hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass ich meine ähm "Eierstöcke" eigentlich inzwischen auch eher als solche empfinde? Was ja eigentlich unrealistisch ist, zumal sie im Moment durch die "Kontrazeptika" inaktiv sind und wenn sie aktiv wären, das eher sehr unschön wäre?


Ich dachte mir ich stelle demnächst auch mehr Träume hier hinein, und vielleicht fällt irgendwem noch mehr darin auf als mir jetzt aufgefallen ist?

PS: Psychisch geht es mir im Moment wieder einiges besser :) Nächste Woche lasse ich mich wieder lasern und die Woche darauf bin ich bei einer Psychiaterin, und ich denke ich werde mal Antridepressiva probieren, um meine Stimmungsschwankungen Richtung Keller besser in den Griff zu bekommen ...

Sonntag, 26. Juni 2011

Unruhe und Verbissenheit

Immer schön Warten und Lächeln ...

make it change ... © 2011 Cornelia S.
auf der guten Seele sitzend in einem Moment
auf den anderen lässt Sehnsucht und Schmerz,
Trauer und Wut sich nieder
auf mein Gemüt und

ich realisiere wie sehr ich warte und lächle ...
jeder Tag beginnt und geht vorbei
mein Unterleib ist eine einzige Routine
ohne Emotionen, ganz neutral

doch wenn ich mich besinne ...
Tränen auf meinem Schoß
wünschen sich den Wandel herbei
... make it change


Vor anderthalb Wochen war ich in Frankfurt/Main bei Prof. Sohn zum Vorgespräch für meine GaOP. Es war sehr informativ, er hat mir alles wichtige und was mich interessierte detailliert und medizin-fachkundig erläutert und ist sogar mit seinen operativen Methoden auf individuelle Wünsche und Belange eingegangen. Er machte einen sehr offenen und äußerst fachkompetenten Eindruck auf mich.
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mich denke ich ihm anvertrauen.

Ich warte nur noch auf den positiven Bescheid vom MDK ... dann kann ich mir einen OP-Termin geben lassen, wobei die Wartezeit bei etwa 6 Monaten liegt.

... auf dem Stuhl hin und her rutschen und süffisant das Mündchen spitzen ... *make it change make it change make it change*


PS: Ich hoffe mein Gemaltes ist nicht zu freizügig ... es spiegelt meine Emotionen, ihre Intensität ...
... und ich pflege und wasche auf Arbeit täglich Intimbereiche, so dass ich da gar nicht mehr so ein richtiges Schamgefühl vor habe ...

Freitag, 11. Februar 2011

Yester – "Girls'" – Day

Yesterday, also gestern, war ich beim Mädchentag unseres lieben Dresdner Gerede e.V. und es war absolut toll :)

© Gerede e.V.

Der Gerede e.V. ist ein LGBTIQ-Verein, wie man ihn halt so kennt. Es gibt viele Sozialarbeiter, Selbsthilfegruppen, Öffentlichkeitsarbeit, den Dresdner CSD! und viele nette offene Leute.

Dort befindet sich auch unsere Transsexuellen-Selbsthilfegruppe trans-ID, in der jeder Gast willkommen ist.

Gestern war ich nun das erste mal beim Mädchentag, das Gegenprogramm zum Jungentag, zusammen mit einer TS-Freundin. Also ich fand es absolut toll, und kann es jedem ans Herz legen mal bei soetwas vorbei zu schneien.

Und, neben der Werbung für den Gerede e.V. die ich machen wollte, wollte ich auch noch einmal beisteuern, dass ich überglücklich bin, dass ich dort so gut aufgenommen wurde, das echt eine tolle Runde ist und keine der Mädels daran gedacht hat, dass ich TS sei, obwohl ich mich als sekundär/tertiäre Leiterin der hauseigenen TS-SHG vorgestellt habe =)


Achja, und heute beim Zahnarzt ist es passiert, dass sie meine "alte Akte" hervor geholt hatten, und dann sichtlich irritiert waren, da mein Name/Geschlecht anders waren ... Die Zahnarzthilfe fragte mich noch, ob ich einen Zwillingsbruder habe, konnte sich das aber auch nicht so ganz erklären.
Ich hab natürlich klammheimlich den Mund gehalten und nichts dazu gesagt. Das Ende der Geschichte ist, dass die Akte jetzt auf meinen neuen Namen läuft und mein Arzt und seine Helferinnen an einen Datenbank-Fehler glauben :o)

Hochsensible Persönlichkeit

Ich habe mir mal die Zeit genommen und die Tests von Bad Hair Days' Blog zu machen. Diese Tests beziehen sich auf Hochsensibilität, den Emotions-Quotienten und den "IQ".

Die Hochsensibilität oder kurz HSP
Hochsensible Personen sind wie der Name schon sagt in ihrer Art und Weise wie sie auf ihre Umwelt reagieren, sensibel. Dabei ist gemeint, dass diese Personen schnell von zu vielen Reizen überflutet werden oder sie stark auf Medikamente, andere Personen, Umweltveränderungen usw. reagieren.

Ich habe hierzu den Test auf zartbesaitet.net gemacht. Hierzu muss ich aber anmerken, dass ich schon wusste, dass ich zur Hochsensibilität tendiere ;)

Der Test brachte mir 246 Punkte ein, und bestätigte damit meine Vermutung im unteren bis mittleren Bereich der Hochsensibilität zu liegen.

Emotionaler Quotient oder kurz EQ
Der emotionale Quotient beschreibt die Fähigkeit eines Menschen seine Umwelt und Mitmenschen emotional zu begreifen und sich in einer Gefühlswelt zu orientieren bzw. diese zu empfinden.

Dabei wusste ich schon immer, dass ich ziemlich gut in Emotionen bin ... und naja, der Test von Aspergia ergab bei mir 65 von 80 Punkten.

Das bedeutet ich habe einen extrem guten EQ ... wobei ich persönlich ihn eher sehr gut bezeichnen würde, ganz so übertreiben muss man finde ich nicht. Aber der Test ist auch für potentielle Autisten (das Asperger-Syndrom) erstellt worden, und da ist das mitunter wirklich schon extrem ;o)

Systemischer Quotient oder kurz SQ
Ich verbinde des SQ ja gerne mit dem IQ, da der IQ zwar weitreichender ist als der SQ, da er nicht nur systematisches Denken abfragt, aber in eine ähnliche Richtung geht, und Emotionen etc. genauso komplett ausspart.

Hierbei muss ich vorneweg nehmen, dass ich weiß, dass ich was die systemische "Intelligenz" anbelangt, und somit den IQ, ich im oberen Mittelfeld rangiere, ich würde meinen IQ jetzt mal auf 130-140 schätzen ...

Der Test von Aspergia allerdings beschäftigt sich eher mit der systemischen "Weltsicht". Allerdings hat diese, muss ich sagen, seitdem ich mich auf weiblichen Hormonen befinde, stark abgenommen. Wahrscheinlich produzieren deshalb Frauen im Schnitt viel niedrigere Werte in diesem Test und werden daher fälschlicher Weise als weniger systemisch begabt eingestuft, obwohl ich diese "Weltsicht" als sehr ausdruckslos dahingehend ansehe.

Im Test selbst hatte ich 29 von 150 Punkten und damit sehr niedrig, obwohl ich mich von meinen Fähigkeiten auch hier im Mittelmaß sehe.

Von daher ist es kein Wunder, dass ich von Aspergia als "Extrem Emotional" eingestuft wurde. Ich selbst würde mich aber als "sehr Emotional" einstufen ;o)