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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Acht Wochen Requiem

Scheint es doch wie ein Wunder,
Nicht einmal acht Wochen bis zum Schnitt,
Mit jedem Jahr wird die Welt bunter,
War es doch immer wie ein einsamer Ritt.

Das Leben in einer dürren Prärie,
Und nichts als Kummer, der ewige Pein,
Lagen oft schon Schmerz und Angst bei mir,
Das wird, hoffe ich, bald hinter mir sein.

Vor mir erstreckt sich ein Tal wie herrlich grünt,
Gepflanzt auf Fleisch und Fäden,
Enttarnt, gesät, zerschnitten und gedüngt,
Wachsen nun neue Reben.

Ekel, Hass, Schnitte und Wut,
Schmerz! Schmerz! Schmerz!
Quetschungen, Stiche, Schläge und Blut,
Geh weg! Geh weg! Geh weg!

Spucken, kratzen, treten und beißen,
Schmerz! Schmerz! Schmerz!
Pein, Qual, Scham und Hass,
Geh weg! Geh weg! Geh weg!

Du zerstörst mich.
Du zerstückelst mich.
Du entblößt mich.
Du irritierst mich.

Quälend keifend,
Gedunsen schlagend,
Verzweifelnd heulend,
Am Boden zerstört.

Ich bin ein Fleck, kratz mich auf.

*Requiem*

Ich muss hier weg, ich halt das nicht aus,
Das Verwachsene bringt Schmerz und Kummer,
Streift es ab und zieht mich heraus,
Und dann ziehe ich eine neue Nummer.

So klärt es auf und mir wird klar,
Einsam und klein war ich nie,
Die klirrende Kälte aber war immer wahr,
Die schöne Sonne aber auch immer hie'.

© Cornelia S. 15.12.11

Tränen in den Augen, mit dem Po auf den harten Tatsachen, die Hände mit Waschemulsion im Schritt, der Schmerz und Ekel im ganzen Körper.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ist total behämmert.

An und für sich liebte ich Körperpflege seit jeher, aber Liebe kippt schnell zu Hass wenn dein Körper dir fremd und in ekliger Physiologie erscheint. Analogien wie Körner im Sand.

Dienstag, 4. Januar 2011

Auf einen Vers 110


Erst eine, dann zwei, dann viele –
klare Tränen rinnen über meine linke Wange.
Ein kleiner Bach findet seinen Weg über meinen Nasenrücken
und vereint sich mit der zweiten Quelle reinen Gefühls.

Ich kann mit ihnen sehen, den zwei glasklaren Pupillen,
die verschwimmend ihrer Umgebung lauschen.
Die Feuchte auf meiner Haut vermischt sich bald mit Hitze –
und zurück bleibt ein kühler Film.

Es kommt mir vor, als pumpe mein Herz Wasser statt Blut,
und doch hämmert es in meiner Brust als gäbe es kein Morgen mehr –
als würden die Tränen meine Schmerzen lindern
und für einen Moment meinen Geist in schluchzender Ruhe geleiten.

Dann ist mir kalt, das kann ich fühlen auf meiner Haut,
ein Schmerz und Wohlgefühl, ich habe mich gedreht,
die Arme fest um mich geschlungen –
mein Herze haltend, dass es mir nicht entschwindet.

Kreise fliegen in meinem Kopf, bis die Quellen versiegt sind
und einen rauen Geschmack auf der Zunge belassen,
da freue ich mich über meine Gefühle,
über das Leid, das Leid und die Freude, die ich jahrelang nicht kannte.

Die Tautropfen.

© C, 9. Dezember 2009

Mittwoch, 5. Mai 2010

i feel like i need scissors

this pain deep down makes me want no more
i stutter things that i cannot take
my mind is racing every thought does hurt

i feel like i need scissors
to put an end to the vessels that sting my heart
i feel like i could use a pain killer
to cease the wound i cannot close

my heart is throbbing and my head is bursting
tears do not seem to surcease from my skin
whatever runs my thoughts runs my veins
this morning this day i will never pass safely

i feel like i need scissors
to put an end to the vessels that sting
my heart i feel like i could use
a pain killer to cease what i cannot close

hands are shaking eyes are glimpsing
powder cannot make thee dry my cosy
i do not feel like bleeding but what matters
a fact i am not able to let it end

i feel like i need scissors
to put an end to stinging vessels my heart
feels like i could use a killer
to cease a life i cannot close

withdrawing and tearing now send me to heaven
and heal my broken wings i need to fly
i want to come to a world i could be one
one soul one love a heart that is jumping

freedom in my tears i find all but cessation
my sleep may numb the pain i cannot take
these body parts that crawled into me
and held me from my happiness
i need scissors now i need scissor blades a ceaser
© 5.5.2010 cornelia s.

i was waking and feeling nothing while i could not control what should be something nice - i hate this pills that make me feel like bursting into tears - that make me cry that make me broken that steal days and give nothing but sleep - dear lord i am a sinner, a jealous girl the bad sort i protest - but i cannot think of nothing else - i shiver i feel no throbbing my mind is closing off from the world - leave me alone leave my tears my mourns bursting out of my soul ... bursting out of my soul

thou do not have to worry ... i am fine ... 



Epica - Tides Of Time TT____TT

Samstag, 1. Mai 2010

Auf einen Vers 11

Diesen Monat zeige ich euch ein Gedicht, dass ich im Juni vergangenen Jahres geschrieben habe, es handelt von Blumen und Hummeln :)
© Bianca, danke :)

Herzen und Blumen

Wie eine kleine Blume im Garten der Welt,
trotz strotzender Jugend sind ihre Blätter schon welk.

Voller Ehrfurcht sieht sie die anderen Blumen an,
mit zarten Knospen, die sich zu Blüten aufgetan.

Doch ihre dünnen Hände können kaum die Blätter halten,
und ihre Füße sind nicht in der Lage sie zu tragen.

Verzweifelt und einsam bettet sie sich nun fast schon zur Ruh',
just flüstert jedoch ihr eine gutmütige Hummel zu.

Gräme dich nicht wegen deines Seins, spricht die Dame im schweren Kleid,
ich will dir deine Schönheit zeigen, nur wird es eine harte Zeit.

So fliegt sie davon und bringt all ihre treuen Hummelschwestern mit,
und gemeinsam verbessern sie den schweren Boden nun Stück für Stück.

Nach Sonnen und Monden, gestärkt durch Humus und mit eigener Kraft,
hat sie dank der Hummeln eine kleine Knospe hervorgebracht.

Mit leuchtenden Farben erstrahlt sie nun in voller Pracht,
und all das nur weil sie vom Wind an den falschen Ort gebracht.

Also was lehrt den Leser nun dieses kleine Gedicht?
Die Blüte dein Herz, irgendwie kommt auch sie ans Licht!

© 26.06.2009 cornelia s.

Ich wollte hier die Transition als eine Pubertät und die Hilfe durch Familie, Freunde, SHGs, andere Menschen usw. darstellen.

Donnerstag, 1. April 2010

Auf einen Vers 10

Ein neuer Tag, ein neuer Monat, ein neues Gedicht aus meiner Fundgrube. Diesmal ist der Mai 2009 dran:

"Gefühlte Gedanken"
29. Mai 2009

Einst geboren ohne Namen, ohne Seele in der Brust.
Dann verschollen unter Narben, und ohne Flügel in die Luft.
Finden heißt sich selbst erkennen, die Seele mit dem falschen Namen.

Mit zitternden Händen greife ich an mein erregt pochendes Herz.
Die Sekunden rinnen mir durch meine Finger, deren Nägel leicht verkrampft.
Langsam sehe ich die Zeit vergehen, schimmernd und funkelnd im Glanz meiner Tränen.

Mit jedem Happen, den ich esse, wird mir nur umso schlechter.
Mein Magen verträgt die Zerrissenheit nicht, welche meine Seele verschwimmen lässt.
Wo sind sie hin, die klaren Gedanken? Wohin verschwanden sie, die klaren Gefühle?

Der Name, den ich einst trug, mit Stolz, ich erkenne ihn nicht wieder.
Bin ich jemand anderes, bin ich eine Lüge meiner selbst?
Oder bin ich wahrhaftig, einen Schritt voraus, und mein altes Ich durch Fesseln gedüngt?

Ich kann mich erinnern an die glorreichen Zeiten.
Freude und Kummer, sie leben wieder auf, es scheint als ob sich mein Grab hat aufgetan.
Alle meine Narben erzählen von Lügen, wohingegen sie damals noch Wahrheit versprachen.

Ohne Flügel habe ich mich gefühlt, die Flügel welche ich selbst verband.
Eingesperrt in einen Käfig, welchen ich mir selbst erbaute.
Doch wer erkennt nicht den Käfig im Käfig? Ist da einer, ist da keiner?

Letztlich haben die Gefühle gesiegt, Gefühle die ich versteinern wollte.
Doch sie sind real wie nie zuvor, stärker als sie jemals waren.
Diese Gefühle sind unbeschreiblich, ein Kloß, ein Herz, ein Lächeln und Tränen.

Lass mich schweben, hinauf in die Lüfte!
Lass mich frei sein und mit den Vögeln ziehen!
Wer weiß schon, was das Leben bringt, auf welchem Seil wir balancieren werden.
Doch Lügen stürzen immer ab, die Freude jedoch findet man nur im Wind.
Im Wind.

© 2009 cornelia s.


Damals haderte ich stärker mit meiner inneren Zerrissenheit, das kleine Mädchen, welches ich früher war, steckt da noch mehr dahinter oder möchte ich mir damit etwas ausreden oder oder oder. Meine Wellen der Gedanken und Gefühle mussten sich erst wieder legen, um klar sehen zu können, was auf dem Grunde liegt. Und damit sei ich frei, die Freude im Wind :)

Dienstag, 23. März 2010

Ein Gedicht an Gott

Ich habe viele wunderbare Tage vor mir, und einige schöne hinter mir. Trotzdem kommt es immer wieder in mir hoch, so dass ich schlussendlich mir nach einer Heulattacke alles von der Seele denken und schreiben musste. Es hilft! *rotwerd*

Liebe Gott,

Ich liege hier und vergieße eine Träne nach der anderen,
es sind bestimmt schon tausende geflossen
und meine Wangen sind heiß und nass.
Bitte sag mir, warum muss ich das ertragen?

Migräne raubt mir jeden Gedanken
und der Schmerz wird mit jedem Schluchzen stärker,
das ich auf meine Kissen brenne.
Sag mir, warum muss ich leiden?

Du hast mir genommen was mir lieb ist,
hast mich zu einem Ding gemacht,
dem ich mich nicht zuordnen kann.
Bitte sag mir, warum hast du das getan?

Ich war klug, fröhlich, schön und voller Liebe,
warum hast du mir das genommen?
Mein zartes Gesicht, meine kleinen Hände und mein unbefangener Leib,
warum ließest du mich zum Spielball deiner Kreation werden?

Ich hasse dich!
Eines Tages wachte ich auf und war tot!
Du hast mir meine Weiblichkeit verwehrt,
mein Leib ist leer und entstellt.

Ich will es zurück!
In meinem Geiste bin ich nicht das
was ich im Spiegel erblicke.
Bitte lass mich das sein, was ich bin!

Das kleine Mädchen, fünf Jahre alt,
bunte Gummis im Haar und leuchtende Augen.
Warum gabst du mir diesen Leib?
Warum musste ich diesen Traum zerbrechen?

Ich bin mir fremd,
konnte nie das sein was ich war.
Was war ich neidisch, war ich scheu,
ich verstand, aber ich ignorierte mich.

Bin ich töricht, liebe Gott?
Ich habe mich selbst verkannt,
dachte zu viel und fühlte zu wenig
und schubste mich zurück und gab auf.

Denn ich war nie so wie ich sein wollte,
nie glücklich, nie unbeschwert,
sondern immer in Gedanken
und immer alleine, ganz alleine.

Ich bin ein Mädchen, ein Kind.
Sag Gott, kann ich schuldig sein?
Bin ich mein eigenes Versäumnis?
Doch wie konnte ich wissen, ich wurde unterdrückt?

Ich muss eine schlechte Frau gewesen sein,
dass du mich bei meiner Geburt bestraftest
und mir das nahmst, was ich fühlte und ersehnte.
Liebe Gott, sei doch nicht so hart!

Ich möchte meine Unschuld zurück,
meine Lieblichkeit und mein Geschlecht.
Lass mich als das gesehen werden was ich bin
und gib mir zurück die Entwicklung, die du blockiertest.

Meine Wangen sind noch immer heiß,
danke, liebe Gott, dass du mir zuhörtest.
Ich werde artig sein und nicht verzweifeln,
es ist schwer, aber bitte bitte gib mir dann auch was ich ersehne!

In Liebe, deine kleine Cornelia♥

© 23. März 2010 cornelia s.

Wenn ihr zu meinen Gefühlen Fragen habt, bitte scheut nicht sie loszuwerden.

Mittwoch, 3. März 2010

Auf einen Vers 1

Ich habe vor einem Jahr damit angefangen Gedichte über meine Gefühle zu schreiben. Diese wollte ich euch jetzt nach und nach präsentieren, ich freue mich auch über Feedback. Seid nur gewarnt, mein dichterisches Talent ist begrenzt, jedesmal wenn ich anfange zu reimen klingt es nämlich ulkig ^^;

Hier also vom April 2009: 

„Kalte Füße“
29.04.2009

Mit einem Fuß auf der Brücke stehend,
die Nägel funkeln vorwurfsvoll im Licht;
der zweite will sich nicht nach vorn' bewegen,
so sehr man auch an ihm ziehen möcht'.
..
Auf der Brücke sind alle Füße ungeschützt,
verletzlich werfen sie fragile Schatten;
hier und da schleppen sich barfuße Gestalten,
vorwärts und rückwärts, letzteres rapider.
..
Ab und an stürzt eine Gestalt, eine andere stolpert;
viele verletzen sich an scharfen Scherben
und humpeln einsam ihren Weg.

Mein zweiter Fuß ist im Schuh gefangen,
die alte Haut möchte nicht weichen –
es ist nicht so, als ob man etwas verliere,
man gibt nur jeglichen Schutz von der Hand.
..
Da draußen ist man der Umwelt hilflos ausgeliefert,
den Scherben, dem Wind, Hitze und Kälte.
..
Lohnt es sich wirklich die Geborgenheit gebende Heimat zu verlassen?

Die alte Haut, eng und trist,
kann sie ein Leben in Freiheit ermöglichen?
Der Schutz und die Bevormundung eingesessener Rollen,
kann je ein Schmetterling diese Sicherheiten trumpfen?
..
Der alte Schuh möchte nicht weichen,
denn er ist das Tor zum früheren Ich,
ein Rückzugspunkt in eine angestammte und beschränkende Welt.

Vielleicht ist es ja besser
mit verdrängendem Geiste das Dasein zu fristen;
Anerkennung und Liebe genießend,
klaren Strukturen nachzujagen
und alle Geheimnisse und innigen Wünsche
in den hintersten Zellen des geistigen Gefängnisses zu verschließen.

Wer hat schon den Mut
sich von den eisernen Sohlen loszulösen?
..
Denn man kann fallen, sehr tief fallen;
Stolpern und Verletzungen sind vorprogrammiert
und lassen den unerfüllten Wunsch an einem Ufer zu stranden
immer wieder vor dem inneren Auge auflodern.

Doch je weiter man sich vom Heimatufer entfernt,
desto mehr Scherben sammeln sich vor den eigenen Füßen.
Man sieht Gestalten sich vor und hinter einem beugen,
unter der Last ihrer Erwartungen zu Boden sinken.
..
Das Geländer der Brücke ist schon längst abgebrochen;
man steht unter den Gestalten, und doch einsam,
ängstlich und fröstelnd im beißenden Wind.
..
Jedoch die Flügel, sie wachsen –
vielleicht fange ich schon bald an zu schweben.

Ich vermisse meine alten Schuhe –
ausgeleiert und nie bequem
und doch gaben sie Stabilität.
..
Im Winde ist man allem ausgeliefert, die Kälte sticht in der pochenden Brust
und vereinzelt auftauchende Kerzenlichter
sind die einzigen Quellen von Wärme im Herzen, nebst des inneren Feuers –
der Hoffnung und des Wunsches das wahre Ich zu leben.

Der Weg ist hart, die Gefahr ist groß;
und trotzdem ist er lohnenswert.
..
Am Ende stehen meine alten Schuhe
zusammen mit vielen anderen Paaren gemeinsam am Ufer der Brücke,
langsam vermodernd wächst auf ihnen bereits Moos.
..
Wie gerne ich doch schon den Duft der Blumen des anderen Ufers einatmen möchte.
Allein der Gedanke daran zaubert ein Lächeln auf meine Lippen,
ein Lächeln der Hoffnung.

© 2009 ςornelia s.
Es zeigt vielleicht die Angst, die ich damals vor dem Weg hatte, aber vieles ist einfach unbegründet gewesen, es ist alles viel lockerer gelaufen, aber das kann man ja vorher nicht wissen ...