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Samstag, 22. September 2012

Heilungsfortschritt und Heilungsfrust

So ... nach einer Woche (pflanzlichem) Antibiotika, Sexentzug (mein Schatzi macht "Urlaub") und einer kurzzeitigen Zink-Kur darf ich verkünden, dass meine Heilung nochmal einen Sprung nach vorne gemacht hat :o)

Besonders freue ich mich darüber, dass jetzt alles zu mindestens 95% voll berührungsempfindlich ist, also keine tauben Stellen mehr vorhanden sind, und zumindest die eine Schamlippe schonmal komplett Schmerz- und Reizlos verheilt bzw. angewachsen ist.
Man glaubt nicht, was für einen Vorteil das für das Sitzvermögen hat ;o)

Außerdem hat sich die Harnröhre auch wieder nochmal ein Stückchen weit erholt. Sie ist noch einmal etwas abgeschwollen, und brennt auch nicht mehr und das Wasserlassen klappt wieder super.

Hierzu muss ich aber sagen, dass das vermutlich in erster Linie am kein Sex liegt (hab davon Schwellungen und Probleme beim Wasserlassen bekommen ...), von daher glaube ich, wird es mir ganz gut tun, ab Oktober Studiums-bedingt nur eine Wochenendbeziehung zu führen...

Und auch so muss ich gestehen, diese Zwangspause stört mich nicht so sehr, immerhin habe ich endlich mal wieder Zeit an meinem Romanstück weiter zu schreiben, oder mal aufzuräumen, in Ruhe die Wäsche zu machen ... oder wie gestern mal den ganzen Abend Medizin-Wirtschaft-Kultur-Dokus zu schauen *g*
Aber ich freue mich natürlich auch schon darauf jemanden wieder zu haben :o)

... So liegen Freud und Leid eben mal wieder dicht auf dicht beisammen ...

Hinzu kommt, dass der Professor, der mich operiert hat, die Empfehlung ausgesprochen hat, ich solle mich mal wieder vorstellen, da vermutlich nochmal etwas an der Harnröhre weggeschnitten werden müsste ...
Ich denke es wäre aber das beste, ich lasse das ganze erstmal bis nächstes Jahr in Ruhe, und schaue dann. Es wird wohl ohnehin darauf hinaus laufen, dass ich vielleicht noch eine OP benötige, oder machen lassen möchte ... aber das kann ich erst entscheiden, wenn die Heilung abgeschlossen ist.

Aber wie ich jetzt so denke, wird das noch ein Weilchen dauern ... mindestens bis nach Weihnachten ... wobei man ja sowieso für die komplette Heilung mindestens ein Jahr abwarten muss ...

Freitag, 14. September 2012

Techtelmechtelechtel

Auf besonderen Wunsch hin, veröffentliche ich hiermit mal knapp ein weiteres Kapitel in meiner Lebens- und Leidensgeschichte, die durch eine OP auf wundersame Art und Weise an Horizont gewonnen hat, im positiven Sinne.

Einiges vorneweg:
Die große OP ist jetzt über ein halbes Jahr her (7 Monate), und auch die Nach-OP bereits über 2 Monate. Das Wundgebiet ist alles andere als verheilt, gibt sich aber einer guten Tendenz hin, die zu immer angenehmeren Erlebnissen führt. Kurzum: Es heilt und fühlt sich immer besser an!

Worüber ich aber eigentlich schreiben wollte, ist die Tatsache, dass ich in der letzten Woche zum ersten mal Geschlechtsverkehr damit hatte. Da fragt man sich doch glatt: Wie war es? Ich antworte: Eigentlich ziemlich unspektakulär, nicht so sehr viel anders als mit einem Dildo (nur viel besser), aber auch nicht so auf die Art, dass es mich umgehauen hätte ;o)
Sprich: Es war in Ordnung, und ich würde es jederzeit wieder tun. (Denn so doof es klingt, es macht Lust auf mehr, und das verdammt gut.)

Bevor ich jetzt aber zugebe nymphoman zu werden, muss ich einlenken und dazu sagen, dass es mir dennoch am richtigen Gegenpart für fehlt ;o)

Aber da mache ich mich nicht verrückt, es wird sicher irgendwann soweit sein. Und solange habe ich ja bereits einen lieben Menschen gefunden, der zwar weniger Gegenpart, aber umso mehr Kuschelpart ist, und dahingehend meine Bedürfnisse schonmal ziemlich gut abdeckt ;o)

Hdgdl ♥ Schatzi

;o)

Mittwoch, 5. September 2012

Studiumsalbtraum?

Es ist nun schon September ... die Zeit verging wie im Flug, und ich hatte rational geplant im Oktober wieder anzufangen zu studieren ...

Die Betonung liegt hierbei auf rational geplant. Meine Emotionen spielen nämlich mal wieder nicht wirklich mit, was heißen soll, ich bin mal wieder in einem netten Tief gefangen, und empfinde die vor mir liegenden Herausforderungen als viel viel viel zu große Hürden.
Na super, dabei ist das alles rational kein Problem! Doch wer sagt das bitte mal meinen Emotionen?

Es fing ja alles schon im Frühling damit an, dass ich keinen Plan hatte, was genau ich nun studieren sollte. Ich wusste nur, was interessant ist, was zu schwer ist, oder später brotlos sein wird. Also habe ich mich mit einer breiten Palette an Fächern beworben, um dann Anfang August wieder vor der quälenden Entscheidung zu stehen, was ich studieren sollte.
Nun denn, es hat sich dann herauskristallisiert, dass Japanologie so ziemlich genau meine Wellenlänge ist, und es auch gute Job-Aussichten bietet, wenn mir nur der Spaß nicht abhanden kommt, und ich mein Small-Talk-Japanisch auf professionelles Niveau heben kann. Mit Englisch hab ich das auch in wenigen Jahren geschafft (In Klasse 9 noch eine 4 in Englisch, wurde daraus dann Leistungskurs Note 2-3 und Universitätsnote 1).

Hierfür hab ich mich dann auch mit der Japanischlehrerin getroffen, um mein Sprachniveau zu beurteilen, und ob ich vielleicht in einen höheren Sprachkurs einsteigen kann. Also hab ich die Prüfung des 2. Semesters geschrieben, und da aber recht schnell meine wissentlichen Schwachstellen gefunden: Vokabeln, Schriftzeichen. Wie immer, natürlich mein Problem Nr. 1 bei Sprachen. Ich lerne Vokabeln nur aus dem Kontext. Pauken klappt also nicht, ich muss nur ganz ganz viel lesen und hören.
Meine Grammatik bzw. der Satzbau dagegen war top, und sogar noch höher im Niveau. Was mir aber nichts nützt, wenn mir die Worte fehlen ... ^^

Soweit so gut, hatte ich das dann auch abgehakt und mich für das erste Semester entschieden. Wobei ich da schon sehr stark mit meinen Emotionen zu kämpfen hatte; nachdem ich den Test geschrieben und alle meine Erwartungen an der Realität zerplatzt waren, habe ich mehrere Tage gebraucht, um überhaupt wieder auf die Beine zu kommen.

Und so geht es mir jetzt mit der anstehenden Wohnungs-/WG-Suche ebenfalls ... Ich weiß nicht, was mich behindert, was mich derart aufwühlt und zu Boden zieht, ich weiß nur, DASS es das tut. Und zwar ziemlich erfolgreich.
Natürlich habe ich gleich nachdem ich die vorläufige Imma-Bescheinigung hatte einen Antrag beim Studentenwerk eingereicht, allerdings bis heute keine Antwort außer "Vielen Dank für Ihre Bewerbung" erhalten. Super. Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, habe ich auch erst dieses Wochenende angefangen mich nach Alternativen, sprich: WGs, umzusehen.

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es nicht mehr so viele so gute im Pool gibt, und von einigen habe ich bisher auch nichtmal eine Antwort erhalten. Mit 2 WGs habe ich immerhin schon einen Besichtigungstermin für nächste Woche ausgemacht, die jetzt aber auch noch nicht bestätigt wurden, also vollendet wurden, da ich nicht weiß wo ich genau klingeln soll. Und überhaupt, beginnt mir das über den Kopf zu wachsen.

Denn wer diesen Blog verfolgt wird wissen, dass ich manchmal leicht sozialphobisch reagiere, gerade wenn ich im Stress bin. Wobei leicht manchmal ein wenig untertrieben ist. Kurzum: Ich fühle mich down, als wenn mir nichts gelingt, als wenn ich nichts schaffen kann, als wenn ich einfach nicht kann. Ich spüre eine Blockade, wie eine Mauer direkt vor mir, die ich nicht überwinden kann, es ist als wenn meine Emotionen einfach blocken, mich blockieren, und damit handlungsunfähig machen, paralysieren.

Und dann muss ich mich abschotten, von der Welt, von Menschen, von allem. Ich möchte dann einfach nur eine Pause, einfach nur Zeit haben um mich zu beruhigen, zu festigen, auszuharren, bis sich das Problem verflüchtigt hat.
Ich bin wie ein Mümmeltierchen, dass sich in seinem Bau verkriecht, den Bauch vollstopft und dann Winterschlaf macht.

Aber wieso sind all die Erwartungen so schwer? Wieso der Druck auf mich so groß? (Vor allem von meiner Seite aus.)

Wenn es mir gut geht, schaffe ich das alles spielend, ich schaffe es nur nicht, meine Emotionen gut zu halten. Wenn die Herausforderungen zu groß sind, knicke ich einfach ein, wie ein Blütenstengel, wenn sich jemand darauf legt.

Nur, ich kann es niemandem zeigen, nicht um Hilfe bitten, weil ich auch keine Lösungen sehe, die funktioniert.

Ich weiß nicht, was ich tun soll. In solchen Momenten möchte ich einfach nur weg.

Der Berg ist zu hoch, der Hang ist zu steil, die Abhänge sind zu vielzählig, meine Kräfte zu schwach.

Dienstag, 24. Juli 2012

Harnröhrenentzündung und sonstiger Mega-Frust

So, nun ist es mal wieder soweit: Ich kann erneut nicht schlafen, wälze mich mit einem quälenden Gedanken zum nächsten ... Es gibt auch mehrere Dinge, die mich fuchsen und nerven und frustrieren!

Zum einen hat sich meine Harnröhre (Urethra) erneut entzündet: Ist gerötet, brennt beim und auch unabhängig vom Wasserlassen , und geschwollen ist sie sowieso seit der NachOP.

Daher habe ich begonnen eine Stoßtherapie mit pflanzlichem Antibiotika zu machen (Angocin: Kapuzinerkresse und Meerrettich). Nach der ersten OP hat es mir sehr gute Dienste geleistet, da die Harnröhre erst danach begann abzuschwellen.
Soweit so gut hat bisher (1. Tag) auch schon das Brennen komplett abgenommen, allerdings kommt es mir so vor, als wäre die Schwellung stärker und Wasserlassen unregelmäßig schwerer geworden.
Ich hoffe aber, da wird sich innerhalb der nächsten Woche eine Besserung einstellen! Ansonsten bin ich in 3 Wochen auch wieder beim Urologen angemeldet ...


Bei der 1. OP hat es schließlich auch 4 Monate gedauert, ehe es abgeschwollen war, bisher sind gerade mal 1 Monat seit der NachOP vergangen ...

Und wenn mich das nicht schon genug frustrieren würde, so habe ich inzwischen ein ziemliches Problem mit dem Bougieren... *seufz* *ärger*
Nach der NachOP hatte ich ja, vor allem da ich eine offene Narbe direkt am Scheideneingang habe aus Vorsichtsmaßnahmen nur den "dünneren" Vibrator dafür genutzt, den ich naturgemäß nicht ewig verwenden kann.

Vor der OP hatte ich absolut keine Probleme den "dickeren" zu benützen, was sich jetzt aber innerhalb der nur 5 Wochen schlagartig geändert hat, denn: Ich komme keinen Deut mehr mit ihm hinein. Mit Müh und Not hab ich es ein klein wenig geschafft, dabei hat es sich aber so angefühlt als würde ich da kollateral ringsherum aufreißen – autsch!!!
Ein wenig geblutet hat es auch, und siehe da: die offene Narbe ist ein winziges Stück (1mm Tiefe, von so 3) aufgerissen – na super!
Das große Problem ist: Ich muss den "dickeren" verwenden, damit die Beckenbodenmuskeln nicht "zuwachsen", d.h. es wird umso schlimmer je länger ich damit warte! Und auf der andere Seite muss ich die Narbe schonen und möchte, dass sie möglichst schnell zusammenwächst und verheilt.

Ich muss Kompromisse eingehen, die dann irgendwie nichts halbes und nichts ganzes sind –– und das Potenzial haben, mich gewaltig zu frustrieren, weil es fern davon ist so zu klappen, wie ich das gerne hätte!

Daher kamen mir schon wieder die Tränen, und früher wäre das der Punkt gewesen, an dem ich angefangen hätte mich selbst zu verletzen. Ich tue dies aber nicht mehr! Daher bleibt mir nix andres übrig als Frustessen und mir alles von der Seele zu schreiben, und letztlich zum Einschlafen alles komplett zur Seite lege, vergesse ...
(Und alles mit Dexpanthenol einzuschmieren...)

Ich wünschte so sehr, es würde alles schnell verheilen ... aber vermutlich liege ich mit meiner Einschätzung, dass es noch bis Ende des Jahres dauern wird, nicht so falsch ...

PS: Heute Nacht habe ich davon geträumt in The Elder Scrolls Skyrim unterwegs zu sein, und panisch vor einem Bären zu flüchten, in dem ich mich durch eine schmale Felsspalte quetschte... in der meine erste Jugendliebe im seichten Meerwasser über einem Sandboden auf mich wartete...

Samstag, 21. Juli 2012

Kleine Ängste – großes Wiedersehen

Es ist mitten in der Nacht, und ich kann irgendwie nicht schlafen. Zum einen bin ich zwar richtig müde, gar erschöpft, aber auf der anderen Seite irgendwie unruhig.

Der Tag hatte schon mit Unruhe, ja irgendwo einer Art Angst begonnen, vielleicht sogar ein wenig sozialer Phobie. Die Ursache liegt denke ich bei 2 Dingen:

Zum einen feiert meine Schwester bei uns im Elternhaus am Wochenende ihren Geburtstag nach – d.h. ein Haufen Leute, die ich nicht kenne, und die im übertragenen Sinne quasi ohne, dass ich sie einschätzen kann in meine Privatsphäre eindringen – etwas, das ganz automatisch Unruhe oder Angst vor Kontakt mit ihnen auslöst. Unbegründet, aber eben vorhanden.

Zum anderen habe ich mich heute mit ehemaligen Kommilitonen getroffen, die ich seit gut 1,5 Jahren nicht mehr gesehen habe. Davor hatte ich irgendwie auch Bammel, wenn auch mehr eine Art Nervosität. Fragt mich nicht, warum – ich vermute, es war, weil ich damals in der ziemlich schwierigen Zeit während und nach meines Outings ziemlich viel Zeit mit ihnen verbracht habe, und sie mich deswegen an jene Zeit erinnern.
Manchmal kommen mir auch etwas die Tränen, wenn ich mich zurück erinnere. Ich hatte wirklich viele emotionsgeladene Dinge erlebt, es war mitunter alles andere als einfach zurecht zu kommen. Und ich habe auch gemerkt, dass ich sie alle doch ziemlich vermisst habe! (Und bei diesem Thema bin ich eine ziemliche Heulsuse...)

Jedenfalls sitze ich nun hier, mitten in der Nacht, und bin unruhig. Deswegen muss ich das mir hier jetzt auch von der Seele schreiben, ein Müsli futtern und mich etwas ablenken.
(Ebenso bin ich immer bevor ich meine Tage bekomme ziemlich unruhig oder kann nicht gut schlafen – vermutlich wegen einer Hormonimbalance oder dergleichen...)


Freitag, 13. Juli 2012

Freitag, der 13. – ein Trauertag

Heute ist schon der 2. Trauertag dieses Jahr, und zwar ein nicht weniger schlimmer als der im April.

meine liebste Suse

Heute, am Freitag den 13. Juli 2012 ist meine liebe gute Schnuffelinchen Golden Retriever Hündin im stolzen Omi-Alter von 14 Jahren auf ihrer Lieblingshundedecke von uns gegangen. :'(


Ich bete für die Seele von Anna Cassiopeia Valentino von und zu Garten, unsere liebste Prinzessin.

Geboren wurdest du in der schönen Tschechischen Republik, warst noch ein kleiner Wildfang, hast allerhand Möbel kaputt gekaut und unsere Kaninchen gejagt, genauso wie die Frösche im Teich oder die Amseln im Frühling. Doch dein Herz war immer in der Familie, immer bei uns, und auch wenn du mehrfach ausgerissen bist, so warst du immer überglücklich wieder bei uns zu sein und hast uns viele schöne und familiäre Stunden ermöglicht. Du warst bei jedem Urlaub mit dabei, hast dich im Paddelboot umher schiffen lassen, und auch mal das kühle Nass gesucht, wodurch die Boote dann beinahe kenterten.
Du warst das Leben, eine Sonne, die mich begleitet hat seit ich ein Kind war.
Die letzten Jahre aber hast du dich mehr und mehr herum gequält, mit einem Körper der immer mehr Probleme verursacht hat. Du wärst auch länger geblieben, doch die Geschwüre, die Lungenentzündungen, hätten es dir nicht mehr erlaubt. Deswegen hattest du dann täglich Schmerzmittel genommen, und warst glücklich unter uns allen von uns zu gehen, friedlich einzuschlafen und zu wissen, dass alle Familienmitglieder um dich herum wuseln.



Ruhe in Frieden, möge deine Seele Aufwind haben. Wir werden uns wiedersehen.


Samstag, 30. Juni 2012

NachOP

Hier mal ein weiterer der immer immer seltener werdenden Einträge, so viel zu erzählen gibt es wirklich nicht mehr.

Inzwischen beschäftige ich mich kaum mehr mit trans* oder dergleichen, irgendwie erscheint mir dies alles vergangen und wie etwas, das ich mal geträumt hatte, aber sonst inkongruent zur Wirklichkeit ist.

Das einzige was ich da jetzt noch großartig mit zu tun hab, sind einige Freude und Bekannte, die trans* sind und die Fortbildungskurse, in denen ich interessierten zumeist Sozialarbeitern meine Erfahrungen anvertraue, wofür ich jedesmal ziemlich viel Anerkennung für den Weg, den ich gegangen bin, ernte.

Ansonsten aber habe ich ja längst eine geänderte Geburtsurkunde, und bin auch schon seit gefühlten 10 Jahren operiert, wobei ich immer wenn es mich mal wieder beim Sitzen zwickt merke, dass es doch nichtmal ein halbes Jahr her ist.

In den letzten 2 Wochen habe ich dafür auch den letzten Schritt genommen, denn ich habe mich noch einmal ins Krankenhaus begeben und eine Korrektur-OP durchführen lassen. Es wurden vor allem zwei Dinge getan: Zum einen hatte ich Probleme mit der Harnröhre und schmerzenden Schwellungen, und zum anderen war ich mit der Optik nicht zufrieden.
Dies wurde dort aber alles behoben!

Ich bin sehr sehr sehr glücklich über Prof. Sohn und sein Ärzte-Team, was ich durch sie inzwischen an Lebensgefühl und Stimmigkeit erhalten habe, ist unbezahlbar. Ich bin so zufrieden, wie auch die Ärzt dort, wenn nicht sogar viel mehr. Es ist besser geworden, als ich je erträumen konnte, meine Erwartungen sind mehr als erfüllt worden! =)

Jetzt muss es natürlich nur noch fertig verheilen. Ich denke aber in einem viertel Jahr ist alles super, ich könnte jetzt schon vor Freude stundenlang tanzen – wäre da nicht das obligatorische Drücken und Zwicken bei starken Bewegungen, aber die OP ist ja nun nicht einmal 14 Tage her ;o)

Donnerstag, 3. Mai 2012

Mein Leben ist furchtbar, die n-te

Nein, es geht nicht um Enten. Auch wenn Enten furchtbar süß sind und einfach herzzerreißend quaken können!

Mein Leben versinkt mal wieder im Chaos und ich fühle mich mal wieder so komplett überfordert von allem, dass ich am liebsten psychotisch werden oder ne kleine Packung Schlaftabletten nehmen möchte.
Es ist beides doof, aber ersteres würde wenigstens zu meiner Verrücktheit passen *hust*

Fragt mich bitte nicht, wieso ich diese Angewohnheit habe, ständig irgendwelche Zusammenbrüche zu haben, und wieso ich dann immer den Drang verspüre etwas zu zerstören (im Zweifelsfall mich selbst) ...

Ich versuche mal zusammen zu fassen, wieso es mir so geht ...
  • Die OP-Heilung treibt mich in den Wahnsinn. Ich kann warten und warten, die Schwellungen und Schmerzen deswegen gehen einfach nicht zurück. (Sondern werden z.T. irgendwie mehr) Und ich kann nichts dagegen tun.
  • Zum Arzt kann ich nicht weil doof und Outing und dann müsste ich meine sozialen Phobien überwinden und am Ende würde ich eh nur dasitzen und er würde sagen, müssen wir abwarten. Na super, soviel weiß ich auch selbst!
  • Ich müsste auch so mal zum Hautarzt wegen Akne. Die hab ich auch schon seit >10 Jahren und bekomme sie mit keinem mir bekannten Mittel weg. Und an Antibiosen komme ich nicht heran. Die Arztsache ist hier das gleiche Schema in Grün.
  • Gestern abend ist mein Vibri, den ich immer nehme, freckt und das ist sowas von bescheuert, weil alle anderen doof und blöd sind.
  • Gestern ging es mir sowieso schon dreckig. Wegen der Therapiesitzung. Danach gehts mir immer mies, aber das Fass, dass ich gestern aufgemacht hab, das überfällt mich in so einer Intensität wie ich das von keinem anderen Fass kenne ... )':
  • Ich muss die ganze Zeit nur heulen und hab schon ganz verquollene Augen
  • Eigentlich hatte ich Pläne für die Woche und überhaupt, auch mit Freunden was machen, aber .... ich kann nicht! :(((
  • Dazu muss ich mich für ein Studienplatz bewerben, und bekomme da vollends die Krise! Ich würde gerne in Psychologie hinein, aber irgendwie ist das total aussichtslos, und dann darf ich mich ja auch nur für ein Fach je Uni bewerben und muss da dann auch noch Zeug hinschicken, z.T. mit beglaubigten Kopien, die ich mir erst aufwändig besorgen müsste wo ich wieder >>> soziale Phobie :(
  • Und überhaupt, am Ende schaff ich das Studium eh nicht, und für andere Fächer keine Ahnung müsste ich mich auch derart bewerben oder nehme dann doch ein NC-freies, die aber irgendwie alle blöd sind oder technisch, was mir nicht so liegt und keine Ahnung.
  • In Liebesdingen könnte es auch nicht besser laufen.
  • Und eigentlich wollte, oder so, ich noch eine Traumatherapie machen, das Fass hab ich jetzt immerhin aufgemacht (Sport Trauma) ... aber wenn ich das angehe, werd ich bestimmt für so 2 Wochen mindestens komplett im Eimer sein, und dann gehen die andren Dinge, die ich machen müsste, erst recht nicht.
  • Das Ding ist, ich hab nen Schnupperkurs in Kickboxen gemacht, und das hat mir wirklich gut gefallen! Aber ... sobald irgendwelche Bälle oder Gruppensportspiele ins Spiel kommen, fang ich an total am Rad zu drehen. Am liebsten würde ich jedesmal heulend wegrennen. Und hab Angst und Panik, vor Bällen, vorm Getroffen-werden, fühl mich sofort schikaniert (sehr unrealistisch!) und überhaupt.
  • Und ich will das nicht!! :( Ich will Freude daran haben mich zu bewegen, frei sein, aber alles was ich kann ist heulen heulen heulen. Es ist einfach unverantwortlich von Schulen und Lehrern zuzulassen, dass ein Kind derartige Traumata in der Schule entwickelt. Aber nein, alles was passiert ist noch mehr Schikane und niemand der einen versteht. Super. Ich bin ja auch sowas von gestört. Dabei bin ich nur hochsensibel, mehr nicht!!! Und das ist nicht schlimm, das ist schön! :(( Nur weil andere Menschen das nicht sind, und ich sowieso immer nur ausgegrenzt wurde, gibt es für sowas trotzdem sowas von 1000%ig keine Rechtfertigungen!!
  • Außerdem sagen mir halt auch alle Leute, ich muss das alles selbst machen und mich selbst kümmern und überhaupt.
  • Aber: Ich kann das nicht alleine!! :(
  • Und ich bin genauso wenig irgendwie unfähig!! Nur weil ich jetzt keine riesengroße Robustheit habe, macht mich das nicht zu einem minderwertigen Menschen, den man nach Lust und Laune runterdrücken kann! :(
Aber :( Was soll ich nur tun?? :o((((

Manchmal will ich mich einfach nur noch weg.

Und ich werd das jetzt auch alles wegdrücken! Und nichts tun! Ich kann den Berg nur Stück für Stück bearbeiten, aber ob ich das alleine schaffe, das bezweifle ich auch ...


Das Leben ist mies! :/

... und ich fahre jetzt gleich zu ner Freundin. Frust-Schoki futtern :(((

Donnerstag, 26. April 2012

GaOP Woche 11 + PostOP-Zeugs + Traumatherapie + Beerdigung + Schuhe!

Es ist einiges geschehen in den letzten 3 Wochen ...
  1. Die Heilung verläuft langsam und gemächlich
  2. Übelkeit und Migräne
  3. Fatale Trauma-Therapie
  4. Wohoo Yay ♥
  5. Ein trauriger Abschied … ✝
  6. Ich brauche Hormooooone!
  7. Summer is comin'

Zuerst einmal ganz liebe Grüße an meine liebsten anonymen Leserinnen Kyra, Bella, Lenalein, Caro und Maddy im Himmel. Was wäre ich ohne euch …


– 1 –

Wenn ich mir den letzten Posting so durchlese, stelle ich erneut fest, wieviel sich ja doch geändert bzw. verbessert hat! Doch so im Alltag kommt es einem gar nicht so viel vor, da sieht man kaum eine Verbesserung, weil die Heilung so langsam voran schreitet.

Die einzigen Dinge, die jetzt noch großartig verheilen müssen, sind die Harnröhre (vermutlich geschwollen), der Damm (Haut/Narben noch wund), vermutlich die Prostata (kratzt, vermutlich geschwollen) und noch ein paar taube Hautstellen (Leiste, Schamlippen).
Sonst ist aber alles in Ordnung und ich bin im Sitzen oder bei Bewegungen überhaupt nicht mehr eingeschränkt und habe wieder volle Kraft.

Für die, die es interessiert: 1x die Woche: Döderlein, Joghurt; 2x die Woche: Kamille-Bad; tägl.: 2x Bougi mit Milchzucker; Bedarf: ph3,5 Waschemulsion.


– 2 –

Einerseits geht es mir ja seit der OP bedeutend besser. Ich habe mehr Energie und meine Laune ist allgemein viel besser. Jedoch bin ich vergleichsweise auch schnell erschöpft, und brauche meine Pausen zwischendurch, wenn ich nicht mit Sonnenuntergang einschlafen möchte. Es ist so wie wenn ich hart gearbeitet hätte, obwohl ich vergleichsweise wenig tue.
Was mich dabei aber mehr belastet ist die Tatsache, dass ich dadurch auch sehr schnell zu Migräne neige. Die angesprochene Übelkeit – vor allem morgens – ist ja nicht weiter tragisch, daran hab ich mich schon gewöhnt, aber manchmal bekomme ich sogar schon morgens eine Migräneattacke, was mich dann für Stunden oder den ganzen restlichen Tag k.o. legt.

Zum Glück aber habe ich aber eine Tablette gefunden, die bei mir dagegen wirkt. Denn die gängigen Migräne-Mittel schlagen bei mir nämlich null an, wohingegen Sympal sowas von perfekt wirkt!
Und trotzdem ist das beste einfach regelmäßig ein Power-Napping zwischen zu schieben, bzw. im Auto 5 Minuten zu entspannen.


– 3 –

Wäre ich nicht schon genug von Übelkeit geplagt worden, so versetzte mir die Trauma-Therapie-Sitzung (EMDR) vor einer Woche im wörtlichen Sinne erneut einen Schlag in den Magen.
D.h. ich bin ja vorgewarnt worden, dass es mir danach 1-3 Tage lang ziemlich übel gehen wird, allerdings schöpfte mein Magen diesen Zeitraum komplett aus, und so musste ich mich am ersten Tag danach mehrmals übergeben, am zweiten hatte ich Durchfall und am dritten Übelkeit und Rückenschmerzen. Ich habe mich also während den ganzen drei Tagen im Prinzip nur von Kamillentee ernährt.

Doch die Sitzung hat auch positive Dinge bewirkt, denn ich habe sofort gefühlt, dass sich irgendetwas in mir gelockert hat und ich mich irgendwie befreit fühle. Denn vorher war es so, dass ich die damalige Situation nicht begehen konnte, sondern irgendwie davor festklemmte und mich der Situation gegenüber ausgeliefert gefühlt habe. Inzwischen jedoch kann ich die Situation ohne Zögern betreten und habe das Gefühl, ich kann diese bewältigen.
Genauso habe ich mich direkt nach der Sitzung sofort an einige Bilder erinnert, die ich damals verdrängt hatte.

Ich bin ehrlich erstaunt, wie krass dieses EMDR wirkt … dass 30 Minuten davon solch einen großen Einfluss auf meine Psyche und meinen Körper haben, obwohl ich eigentlich gar nichts gemacht habe außer meine Augen auf sich hin und her bewegende Finger zu fixieren. Ich musste gar nichts denken, sondern mir nur vorher die Situation von damals erneut vor Augen rufen.
Und dann geschah es auch ziemlich schnell, dass sich in mir Emotionen aufbauten, mir zum Heulen zu mute war und mein ganzer Körper zu kribbeln begann. Jedoch schon ganz kurz danach baute sich dann alles wieder ab und in mir machte sich Erleichterung breit, und ich musste sogar anfangen zu lachen. Echt abgedreht


– 4 –

Yay ♥ Einfach nur yay ♥ Ich bekomme wieder Orgasmen ♥ *hust*

Sie sind klein, und es kratzt, aber hey! Es ist einfach nur toll :')


– 5 –

Am Freitag kam dann auch der Tag des Abschieds … der Tag in Schwarz

Wir sind insgesamt zu neunt und mit zwei Autos zur Beerdigung meiner lieben Maddy gefahren… Und auch wenn die Autofahrt jeweils ganz witzig war (zu fünft in meinem süßen – passend schwarzen – Kleinstwagen), so waren wir alle doch ziemlich aufgewühlt. Niemand hatte den Tod vorhergesehen, nie hätte sie ihn verdient, und doch hat sie es gewollt. Leider.
Und leider wurde sie nicht im Grab ihrer Mutter beigesetzt, sondern einzeln, aber ich denke im Himmel ist sie jetzt ohnehin frei. Und das hat man wirklich gemerkt, denn als wir zum Friedhof kamen, fing es an leicht zu nieseln, und als die Urne dann hinab gelassen wurde, fing es aus allen Wolken an zu schütten. Wie Tränen der Rührung.

Ich hab sie förmlich herunter rufen hören: Mann, seid ihr bescheuert da unten, hier oben ist es mal richtig toll. Und jetzt heult nicht so, ich kann hier oben eh keine Schmerzen spüren. *Frust* Aber trotzdem: Sowas von Ätsch!

Jedenfalls war es schon ein eindrückliches Erlebnis. Ich hab lange Zeit nicht so schluchzen müssen … … … Und wir hätten echt einen Preis im Synchron-Heulen gewinnen können! (Ihr seid die besten)


Ruhe in Frieden.





– 6 –

Ein anderes Thema … seit der OP habe ich deutlich gemerkt, dass ich mit den Hormondosen, die ich bis dato genommen habe, nicht mehr zurecht komme. Ich brauche meeeehhhr!!!
Zeitgleich habe ich aber ebenfalls festgestellt, dass mir das Progesteron, was ich sonst immer genommen habe, zu viel ist. Es ist schon seltsam, wie sich der Hormonhaushalt durch die OP verändert, aber irgendwo macht es ja auch Sinn.

Deswegen hier mal meine aktuellen Dosierungen:
Tag 01-03 … gar nix!
Tag 04-08 … Östradiol (4mg oral)
Tag 09-11 … Östradiol (6mg* Pflaster + 2mg oral) + Östriol (0,5 Hub)
Tag 12-17 … Östradiol (6mg* Pflaster) + Progesteron (0,5 Hub)
Tag 18-26 … Östradiol (6mg* Pflaster) + Östriol (0,5 Hub) + Progesteron (100mg oral)
Tag 27-29 … Östradiol (3mg* Pflaster) + Progesteron (100mg oral)
* 3mg entspricht einem 100er-Pflaster

Hormonwerte dazu kann ich dann in einem Monat posten, allerdings dosiere ich ohnehin nach Gefühl und variiere jeden Monat immer ein klein wenig.


– 7 –

Bald ist Sommer!! Die kommenden Tage sollen über 25 Grad!!! bringen!!!

Es ist jetzt schon so schön draußen, dass ich so viel Zeit wie es nur geht im Haus und im Garten herumwusel. Im Moment ist neben dem Frühjahrsputz eine Umtopfaktion am laufen, d.h. ich topfe alle meine Pflanzen um – was seit mehr als 2-4 Jahren nicht mehr geschehen ist.

Außerdem war ich heute zur Belohnung Schuhe(!!!) kaufen!! Es gibt echt nicht schöneres! =D
(Wenn ich morgen dran denke, gibts noch ein Foto von meinen neuen Lieblings-Pumps ♥)


Mittwoch, 4. April 2012

Der Tod

... kommt manchmal schneller als man das möchte. Leider ist der Wunsch zu sterben oft eine Illusion einer psychischen Verfassung, die so weit überfordert ist, dass das Gehirn nach Exitus schreit.

Gestern habe ich mit Entsetzen erfahren, dass sich eine Freundin von mir das Leben genommen hat. Ich habe ihr über Jahre durch Dick und Dünn versucht beizustehen, und habe sie richtig lieb gewonnen. Wenn sie mich nur angerufen hätte, ich hätte alles stehen und liegen gelassen und sie vom Stuhl geholt, auf dem sie stand und mit dem Strick um den Hals springen wollte. Aber dazu kam es nicht, unser Kontakt war in letzter Zeit sehr dünn geworden, leider.

Es schmerzt. Aber ich hoffe, sie kann jetzt aufatmen und sich befreit fühlen.


Rest In Peace. Und denke immer daran, wie viele schöne Momente es in deinem Leben gab. Und fühl' dich frei. Du bist schön wie du bist.

Sonntag, 26. Februar 2012

GaOP Woche 0,5

Hier nun auch meine Erlebnisse im Krankenhaus ... 

Wer eine Medizin-Phobie hat, oder dem Genitalien peinlich sind,
sollte auf alle Fälle nicht weiterlesen! :P
(Als erprobte Quasi-Krankenschwester bin ich da etwas abgehärtet ;o) )

Der Tag davor, Dienstag, der 7.2.12

schon früh geht's los, halb 5 muss ich aus dem Bett. Am Vorabend habe ich schon alles rundum fertig gemacht, inkl. Verpflegung für die Fahrt, und Haare-waschen. So musste ich nur noch aus dem Bett springen und Zähne putzen und dann ab ins Auto mit meinem Vater, der mich zum Bahnhof fuhr.

Dort angekommen, kaufe ich mir gleich einen Kakao gegen die Aufregung. Und ein leckeres Brötchen, von dem ich aber mehr als ein paar Bissen nicht herunter bekomme, zumal ich eh Sachen mit habe. Wie es eben nunmal typisch für mich ist, hab ich viel zu viel mit, und muss dann, als ich im Krankenhaus angekommen bin, ohnehin komplett abführen, sodass jeder Bissen für die Katz ist. Tja, mein altes Laster.

Dort werde ich auf ein 4-Bett-Zimmer gelegt, in dem aber nur eine ältere Frau mit mehreren Katheterbeuteln am Bett hängend lag, die schon seit 7 Wochen dort war. Sie ist Russin, und hatte fast jeden Tag Besuch von ihrem Mann. Die beiden waren sehr nett, und sehr hilfsbereit. (Ganz anders als die Russen hier bei uns)

Bevor ich jedoch auf die Station kam, wurde ich zuerst untersucht, es wurde Blut abgenommen und ich wurde über alles aufgeklärt. Insgesamt dauerte das vielleicht 1-2 Stunden, aber es fühlte sich komplett alles hintereinander weg an, so dass ich es nicht einmal schaffte alle Formulare während des Wartens auszufüllen.
Das Gespräch über die OP hatte ich dabei mit einer Assistenzärztin, die scheinbar noch nicht so ganz vertraut damit war, denn sie erklärte mir einige Dinge komplett anders, als wie der Professor, was mich zu dem Zeitpunkt sehr sehr beunruhigte.

Deswegen ging es mir ab da auch überhaupt nicht mehr so gut, diese Ärztin hatte mich ziemlich verunsichert mit ihren Ausführungen, die sich im Nachhinein aber als unzureichend herausstellten. Aber das wusste ich erst am nächsten Morgen, bis dahin drehte ich total am Rad und heulte mir am Laptop bei Bekannten und Freundinnen die Augen aus :(


Der Tag der OP, Mittwoch, der 8.2.12

Wie schon geschrieben, bekam ich die Chance noch einmal kurz mit dem Professor zu reden, nachdem ich bei den Ärzten die zur Visite kamen etwas herum gezetert hatte. Die Assistenzärztin zeichnete mir nämlich eine anatomisch komplett falsche Version des OP-Ergebnisses auf und erklärte fest sie würden keine kleinen Schamlippen modellieren, was der Professor alles zurecht dementierte. Zwar muss ich im Nachhinein sagen, dass man das wirklich nicht als kleine Schamlippen bezeichnen kann, aber sie dennoch irgendwie trotzdem vorhanden sind auf den zweiten Blick. Und die Anatomie ist top, also bis auf einen Kritikpunkt (Kitzlerhäubchen) ist alles komplett natürlich und normal, eben sowas von komplett anders als auf der doofen Zeichnung.

Aber das wusste ich natürlich hier noch nicht, wie es später aussehen würde, so kurz vor der OP :P Die Zeit verging jedenfalls sehr langsam und meine Laune stieg immer mehr. Ich fühlte mich schließlich komplett auf Wolke 7, als der Fahrdienst kam, um mich in den OP zu fahren :) Allgemein sind ja so OPs sehr interessant, und die OP-Aufnahme-Schwester war total lieb und nett und sagte mir immer wieder ich brauche keine Angst vor dem Eingriff zu haben, wobei ich natürlich nur innerlich grinste :) Ich hatte keine Angst, nicht den Hauch von Angst, ich schwebte ja auf meiner Wolke davon ;)

Und so geschah es auch, dass ich nachdem ich Kanülen und Blutdruckmanchette angelegt bekommen hatte, und gefühlte 20 mal meinen Namen und Geburtstag zur Identifizierung nennen musste, letztlich komplett friedlich einschlummerte.

Ich weiß nicht mehr was ich träumte, ich weiß nur, dass ich kurz darauf wieder aufwachte. Und zwar im Aufwachraum, mir war nicht übel, aber dafür schwindelig und ich fühlte mich so dermaßen schwer. Und um das zu toppen, waren mein rechter Unterarm und die Hand komplett eingeschlafen.
Na toll, dachte ich mir.

Dann wurde ich nach einer kurzen Zeit wieder auf Station hoch gefahren, aber ich befand mich trotzdem noch irgendwie auf meiner Wolke, auch wenn mich der Arm ziemlich irritierte, auch wenn er inzwischen nicht mehr eingeschlafen war, aber dafür halbseitig taub, was sich noch 3-4 Tage lang halten sollte. Lagerungsschaden halt, aber zu dem Zeitpunkt verunsicherte mich das schon ziemlich, auch wenn mich die Schwestern und Pfleger und Ärzte alle beschwichtigten, dass dies in ein paar Tagen wieder weg gehen würde.

Jedenfalls war es schon nach 17 Uhr, und ich bekam sofort etwas zu Essen! :) Nach 10 Uhr wurde ich hinunter gefahren ... die OP sollte ja 4 Stunden dauern und verlief komplett komplikationslos :)

Schmerzen hatte ich nur noch im Aufwachraum, denn auf Station wurde mir sofort eine Schmerzinfusion angehängt (Morphium schätze ich), von der mir aber dermaßen übel wurde, dass ich sie nachdem sie zur Hälfte eingelaufen war, abhängen ließ und mir dafür eine andere gegen die Übelkeit geben ließ.
Die Schmerzen waren dadurch jedenfalls fürs erste Weg, das einzige was ich im Schritt spürte war der dicke enge Wundverband, der auch in mir sehr stark drückte. Ich war dann am 3. PostOP-Tag richtig froh, als der Verband gewechselt wurde gegen eine weniger stark drückende Variante.

Danach bekam ich dann Novalgin-Tropfen gegen die Schmerzen, die ich aber nicht vertrug, da meine Fingernägel sich in ein Milka-Kuh-Lila verfärbten. Deswegen wurde ich auf Tramal-Tropfen umgestellt, welche ich sehr gut vertrug :)
Dazu kam dann noch Voltaren, eine Tablette für die Blase, morgens wie immer mein L-Thyroxin (wegen Schilddrüsenunterfunktion) und natürlich Antibiotika-Infusionen.

Gefühlt hab ich mich trotzdem sehr gut :) Ich schwebte ja quasi auf meiner Wolke.
Und in mein Zimmer kamen noch zwei ältere Frauen hinzu, die eine Italienerin und die andere aus der Frankfurter Gegend. Beide waren jedenfalls sehr nett und es hat Spaß gemacht uns den ganzen Tag über zu unterhalten. So ein 4er-Zimmer ist definitv besser als ein 2er-Zimmer, so hat man immer was zu erzählen :P


Der 3. Post-OP-Tag, Samstag, der 11.2.12

Die ersten zwei Tage nach der OP vergingen sehr schnell und es passierte absolut nichts aufregendes. Ich bekam Schmerzmittel und Essen, auf Klo musste ich nicht, da alles über den Bauchdecken-Katheter abfloss. Fernsehen hatte ich, und Internet an meinem Laptop auch. Die Frau an der Pforte hatte nämlich einen netten Fehler beim Ausstellen des Zugangscodes gemacht und mich für 1,5 Wochen an statt 5 Tage freigeschalten :P Das hab ich natürlich genutzt ;)

Der Verband war auch jederzeit komplett weiß geblieben, was bedeutet, dass die Blutungen sich stark in Grenzen gehalten haben. Als der Verband nun gewechselt wurde, war darin aber dennoch eine riesige Blutlache aus altem Blut und darauf aus frischem Blut :P

Bei dem kurzen Blick den ich da schon auf das Ergebnis warf, war aber alles noch sehr sehr geschwollen. Besonders das Kitzlerhäubchen schien ein einziger kleiner Tischtennisball, was zu meinem Erschrecken so aussah als würde da etwas vom Zustand davor übrig geblieben sein. Doch ich beruhigte mich schnell, schließlich schwebte ich ohnehin auf meiner kleinen Wolke ;) Und letztlich ist eben auch nix übrig geblieben :)

Am besten war daran wie schon gesagt die Drucklinderung :)


Der 4. Post-OP-Tag, Sonntag, der 12.2.12

Galt es früher noch, man würde am Sonntag nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden, so stimmt das auf keinen Fall für das Klinikum in Frankfurt, denn die Russin machte sich auf die Socken, nachdem wir wegen der Italienerin isoliert wurden, da sie durch das Antibiotika Durchfälle bekommen hatte, und auf der Nachbarstation der liebe Noro bzw. die Glostridien ihr Unwesen trieben, was sie natürlich nicht hatte, aber das weiß man ja ohne Untersuchung nicht sicher. Und sicher ist eben sicher. Die Visite kam ebenfalls auch Samstags und Sonntags, auch wenn die nur ein Arzt bzw. eine Ärztin durchführte und nicht die übliche Schar der 2-7 Ärzte und Studenten.

Jedenfalls kann ich auch nun schon bestätigen, dass die Heilung jeden Tag einen riesengroßen Schritt nach vorne macht. Die Schmerzen werden schon weniger und ich kann mich sogar schon etwas auf die Seite legen (ja ja bevor jemand meckert, man soll 4-5 Tage auf dem Rücken liegen, sodass alles gut verheilen kann, aber glaubt da draußen ernsthaft jemand ich könnte meinen Popo so lange still halten? :P) und das "aufsitzen" im Bett klappt auch schon ganz gut, bis dato musste ich quasi im Liegen essen, so geht immerhin schon ein 45° Winkel :P

Die meisten Schmerzen habe ich auch nicht mehr tief in der Scheide (der Druckverband!!), sondern in den Leistenkanälen. Dort werden sich die Schmerzen auch noch eine ganze Weile lang halten, besonders Rechts.
Zu dem Zeitpunkt spüre ich auch zum ersten mal den Kitzler aufblitzen mit Nervensignalen. Aua!

Dafür sind die Antibiotika-Infusionen schon gegen Tabletten substituiert worden, sodass ich dann auch eine Kanüle gezogen bekam, da ich an der Einstichstelle anfing zu bluten.

Die Bauchmuskeln konnte ich aber immernoch nicht ohne große Schmerzen anspannen. Dies wurde mir auch von den Ärzten untersagt. Doof nur, dass im Fernsehen Kabarett kam und ich deswegen nicht wusste ob ich lachen oder weinen sollte, da ich das Lachen unterdrücken musste, aber jede kleine Bewegung im Bauch schmerzte. Aber ich liebe es zu Lachen, deswegen konnte ich auch nicht vom Kabarett lassen! ;)
Das doofste daran war aber, dass mein Darm immer voller wurde und anfing weh zu tun und ich Blähungen bekam, wobei jeder kleine Pups große Schmerzen verursachte. Doof eben. Aber ich hab's überlebt ;)


Im nächsten Post geht dann die Post ab, denn ich darf aufstehen und kann mir das erste mal das Ergebnis mit meinem Spiegelchen angucken.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Acht Wochen Requiem

Scheint es doch wie ein Wunder,
Nicht einmal acht Wochen bis zum Schnitt,
Mit jedem Jahr wird die Welt bunter,
War es doch immer wie ein einsamer Ritt.

Das Leben in einer dürren Prärie,
Und nichts als Kummer, der ewige Pein,
Lagen oft schon Schmerz und Angst bei mir,
Das wird, hoffe ich, bald hinter mir sein.

Vor mir erstreckt sich ein Tal wie herrlich grünt,
Gepflanzt auf Fleisch und Fäden,
Enttarnt, gesät, zerschnitten und gedüngt,
Wachsen nun neue Reben.

Ekel, Hass, Schnitte und Wut,
Schmerz! Schmerz! Schmerz!
Quetschungen, Stiche, Schläge und Blut,
Geh weg! Geh weg! Geh weg!

Spucken, kratzen, treten und beißen,
Schmerz! Schmerz! Schmerz!
Pein, Qual, Scham und Hass,
Geh weg! Geh weg! Geh weg!

Du zerstörst mich.
Du zerstückelst mich.
Du entblößt mich.
Du irritierst mich.

Quälend keifend,
Gedunsen schlagend,
Verzweifelnd heulend,
Am Boden zerstört.

Ich bin ein Fleck, kratz mich auf.

*Requiem*

Ich muss hier weg, ich halt das nicht aus,
Das Verwachsene bringt Schmerz und Kummer,
Streift es ab und zieht mich heraus,
Und dann ziehe ich eine neue Nummer.

So klärt es auf und mir wird klar,
Einsam und klein war ich nie,
Die klirrende Kälte aber war immer wahr,
Die schöne Sonne aber auch immer hie'.

© Cornelia S. 15.12.11

Tränen in den Augen, mit dem Po auf den harten Tatsachen, die Hände mit Waschemulsion im Schritt, der Schmerz und Ekel im ganzen Körper.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ist total behämmert.

An und für sich liebte ich Körperpflege seit jeher, aber Liebe kippt schnell zu Hass wenn dein Körper dir fremd und in ekliger Physiologie erscheint. Analogien wie Körner im Sand.

Dienstag, 1. November 2011

99 Tage – Der Countdown läuft

99 Tage, so lange dauert es bis die Welt nun wahrhaftig der Apokalypse zum Opfer fallen wird und ich verschläucht und vernarbt ans Licht treten muss. Das gleißend weiße Licht strömt auf meinen mit Jod bepinselten Körper, willkommen im Kreißsaal, man setzte zum krönenden Schnitte.

Oder so ähnlich mag es wohl zugehen wenn ich in 99 Tagen im Krankenbett liege und vor Aufregung mit Sicherheit kein Auge zubekommen werde. 99 Tage, oder auch:

Mittwoch, der 8. Februar 2012, morgens halb 9 in Frankfurt am Main. Zum Frühstück gibt es den restlichen Schluck Abführmittel, obgleich ich vor Aufregung die Tage davor eh nichts mehr runter bekommen habe.

Und dann ... verlasse ich das Zimmer in meinem weißen Krankenhausbett und werde in den OP gefahren, ganz wie damals als ich 7 Jahre alt war und mir der gutartige Tumor aus fötalem Stammgewebe aus dem Knie operiert wurde, nur dass dieses mal andere Dinge heraus geholt werden, was aber nicht weniger dramatisch ist als in der Haupt-Wachstumszone des Beines herum zu rödeln.


Nur eines: Ich bin wahnsinnig(!!!) aufgeregt!!!


Meine Therapie ist im Moment auch ziemlich anstrengend und wird so denke ich noch weiter gehen, aber irgendwann werde ich das alles hinter mir haben. Manchmal fühle ich mich zwar überwältigt, aber ich weiß dass ich gestärkt hinaus treten kann, wenn ich über meine Schatten gesprungen bin.

 

Donnerstag, 6. Oktober 2011

OMG

"Sehr geehrte Frau S[...],

ich habe eine gute Nachricht für Sie:

Für die geplante Geschlechtsangleichende OP übernehmen wir die Kosten im Rahmen einer stationären Behandlung [...]"


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XD

Samstag, 23. Juli 2011

Gutachten und Gefühle

Im Moment geht es mir so schlecht wie lange nicht mehr, ich fühle mich sehr gestresst und mir fehlt es etwas an Zeit, die ich für mich selbst benötige, um mich wohl zu fühlen.

Auch habe ich vor einer Woche die Nachricht erhalten, dass die 2 Gutachter, die das Amtsgericht für ein Gutachten für die Personenstandsänderung angeschrieben hatte, beide ein negatives Gutachten erstellt haben.
Den genauen Wortlaut kenne ich noch nicht, da der Brief an meine Eltern geschickt wurde, aber seitdem fühle ich mich irgendwie wie von einem großen Stein erschlagen ....

Zwar war ich an dem Wochenende bei einer sehr guten Freundin in Düsseldorf und ich konnte die Zeit trotzdem noch genießen, aber sobald ich alleine saß, kamen mir die Tränen...

Seitdem ging es mir mit fast jeden Tag schlechter, ich wurde sehr nervös und bin mit den Nerven wieder fast am Boden aufgeschlagen, habe mich verletzt und jeden Tag Kopfschmerzen gehabt.


Gestern abend hatte ich dann extreme Kopfschmerzen, die dann zu einer der stärksten Migräneattacken geführt haben, die ich erlebt habe, ich hätte mich beinahe übergeben und konnte überhaupt nicht mehr denken, es tat einfach nur noch alles weh und mir war schwindelig und kotzübel.

Heute geht es mir zum Glück wieder besser, aber ich fürchte, die Attacke könnte jederzeit wieder kommen ... =S

Aber ich realisiere wieder immer mehr, dass ich die OP brauche ... wirklich brauche! Und ich habe seit einem Monat nichts mehr von meiner Krankenkasse gehört ... und die negativen Gutachten haben sofort zu Zweifeln bzgl. der OP-Übernahme geführt, was mir den Boden zusätzlich unter den Füßen weggezogen hat.


Zum Glück habe ich mich wieder etwas beruhigt, aber ich werde noch einige Tage und viele Stunden für mich selbst brauchen, um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.... seufz ....

Montag, 27. Juni 2011

Intermezzo von Ärzten und Verliebtheit

Ärzte ... =)

Ich hatte wegen meinem Vorgespräch bei Prof. Sohn ganz schönen Stress mit allerlei Ärzten ...

Der Hintergrund war, dass ich für das Gespräch natürlich eine Überweisung brauchte, aber die zu besorgen bis ins unendliche nach hinten geschoben hatte, bis ich am Tag vor dem Gespräch mitbekam, dass an diesem Tag um diese Uhrzeit kein Arzt in meiner ganzen Stadt mehr Sprechstunde hatte! >.<
Deswegen bin ich zur Not dann am nächsten Vormittag zur am besten erreichbaren Ärztin gelaufen ... und es hat auch geklappt mit der Überweisung ... allerdings ... war ich viel zu aufgeregt und viel zu emotional angespannt und viel zu unsicher und voller Scham, dass ich ihr nichts von der Transsexualität erzählt habe ... und also mit einer falschen Diagnose auf dem Ü-Schein nach Frankfurt getigert bin ...

Das war sehr dämlich von mir, muss ich ehrlich sagen ...

In Frankfurt hat mich dann natürlich eine der urologischen Ärztinnen dafür angefahren und mich zur Rede gestellt (es ist ja wichtig um es bei der Krankenkasse abrechnen zu können) ...
Sie war fest überzeugt ich müsste zu mir stehen und offen damit umgehen, denn ich sei ja schon so weit und kann stolz auf mich sein müsste mich nicht verstecken und bla, sie war richtig aufgebracht ... ich dagegen bin überzeugt dass es am besten ist das alles aus meinem Alltag heraus zu halten, wovon sie aber nichts hören wollte ...
Deswegen habe ich dann auch *rot werd* angefangen zu heulen weil ich mich so unter großem Druck gefühlt habe und war mit den Nerven noch mehr am Boden als sie ohnehin schon waren, da mir sowieso schon alles zu viel war...

Gott sei Dank ging es mir aber als mich Prof. Sohn empfangen hatte schlagartig besser und ich ging mit einem freudigen Gesicht aus dem Gespräch heraus.
Nur den Ü-Schein musste ich noch nachreichen ...

Dafür war ich letzte Woche noch bei einem TS-freundlichen Urologen, zu dem ich eigentlich hätte gleich gehen können ... denn ich brauchte ja unbedingt eine Überweisung, da ja das Quartal in wenigen Tagen endet und das Krankenhaus sonst das Gespräch nicht hätte abrechnen können ...

Den Ü-Schein habe ich auch bekommen und per Express ans Krankenhaus geschickt, wo es inzwischen in letzter Minute sozusagen bearbeitet werden konnte. Also hoffentlich, die Sekretärin hat mir nämlich nicht Bescheid gegeben ob es angekommen ist, aber es sollte jetzt alles geregelt sein.

Jedenfalls war der Urologe bei dem ich war sehr nett und hilfsbereit und hat sich gleich angeboten die Nachsorge der OP zu übernehmen...


Zudem war er sehr begeistert von der Tatsache, dass ich hier wo ich jetzt lebe vollkommen unerkannt lebe, d.h. dass niemand in meinem Umfeld von meiner TS weiß, außer natürlich die paar TS die ich kenne, aber nie meinen Freunden vorstellen werde.
Mir tut es auch echt gut, dass es so ist, weil ich so im Alltag mit nichts mehr konfrontiert werde, was quasi Seelenbalsam ist ...

Außerdem fand er es äußerst amüsant dass eine transsexuelle Frau in der katholischen Kirche angestellt ist (die natürlich nichts davon weiß) ;-) ;-)


I'll never ... get to France


Dear boy from France you have decided to be in love with someone else. Believe me, my feelings tell me to hate her over you, and it's hard to believe it all happened.
But go, go in peace, you brought tears enough. I hope it felt good to be liked.
I don't want to hear a thing anymore from you, my life will go on.


Me working in the medicine field freaked you out because of your angst. And you realized you need someone with a less sensitive mind and less problems than I have in life.

Sonntag, 26. Juni 2011

Unruhe und Verbissenheit

Immer schön Warten und Lächeln ...

make it change ... © 2011 Cornelia S.
auf der guten Seele sitzend in einem Moment
auf den anderen lässt Sehnsucht und Schmerz,
Trauer und Wut sich nieder
auf mein Gemüt und

ich realisiere wie sehr ich warte und lächle ...
jeder Tag beginnt und geht vorbei
mein Unterleib ist eine einzige Routine
ohne Emotionen, ganz neutral

doch wenn ich mich besinne ...
Tränen auf meinem Schoß
wünschen sich den Wandel herbei
... make it change


Vor anderthalb Wochen war ich in Frankfurt/Main bei Prof. Sohn zum Vorgespräch für meine GaOP. Es war sehr informativ, er hat mir alles wichtige und was mich interessierte detailliert und medizin-fachkundig erläutert und ist sogar mit seinen operativen Methoden auf individuelle Wünsche und Belange eingegangen. Er machte einen sehr offenen und äußerst fachkompetenten Eindruck auf mich.
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mich denke ich ihm anvertrauen.

Ich warte nur noch auf den positiven Bescheid vom MDK ... dann kann ich mir einen OP-Termin geben lassen, wobei die Wartezeit bei etwa 6 Monaten liegt.

... auf dem Stuhl hin und her rutschen und süffisant das Mündchen spitzen ... *make it change make it change make it change*


PS: Ich hoffe mein Gemaltes ist nicht zu freizügig ... es spiegelt meine Emotionen, ihre Intensität ...
... und ich pflege und wasche auf Arbeit täglich Intimbereiche, so dass ich da gar nicht mehr so ein richtiges Schamgefühl vor habe ...

Samstag, 12. Februar 2011

in Kürze – I met a man

Ich hatte mich gerade eben mit einem Kerl getroffen … von dem ich eigentlich wusste, dass er auf mich steht, den ich auch nett fand, aber trotz seiner mir doch schon instinktiv bewussten Gefühle, nur Interesse für eine Freundschaft hatte – ohne Sex.

Nun allerdings, eigentlich hätte ich es ja von vorne herein wissen müssen oder zumindest berücksichtigen … aber naiv wie ich bin hab ich mich trotzdem mit ihm getroffen.

Es war auch zuerst ganz okay, es ist ganz nett sich mit ihm zu unterhalten, auch wenn es, da er Ausländer ist, irgendwo anstrengend ist. Er hatte sogar etwas für mich gekocht und ist auch sonst eher wie ein Franzose als ein typisch muslimischer Algerier. Doch gerade wegen seiner Kultur, dem Islam und seiner Weltsicht fand ich es interessant mit ihm Gespräche zu führen.

Jedoch, kam es so, wie es eigentlich kommen musste und er fing an mich anzumachen, also anzufassen und mich darum zu bitten mit ihm zu schlafen. Da stand bzw. saß ich dann schon ganz schön bedröppelt da, und musste überlegen wie ich da nur schnellstmöglichst wieder heraus komme. Denn ich wollte nicht mit ihm schlafen, und ich wollte im Gegensatz zu ihm auch keine Beziehung anfangen, zumal ich da auf Grund seiner islamischen Abstammung auch so meine kulturellen Bedenken habe, ob ich ihn überhaupt verliebt erleben möchte. Außerdem ist er vom Aussehen überhaupt nicht mein Typ, er sieht für meinen Geschmack viel zu männlich aus*.

Jedenfalls begleitete mich dort ein Gefühl des Unbehagens ob des unklaren Ausgangs, des Ekels vor ihm, meiner Angst vor Sex, mein Unbehagen gegenüber Berührungen, die Neugierde auf das was passiert, meine Angst und mein Unbehagen meinen Körper betreffend, die angenehme Wärme seiner Hände, diese leichte Erregtheit, meine trotzdem momentane sexuelle Unlust, die Röte in meinem Gesicht, mein ratterndes Gehirn, … .
Und … mir war zum weinen zumute.

Aber da ich weiß, dass wenn ich weine, dass dann immer etwas in mir aufbricht und sich nach Liebe und Nähe sehnt, habe ich das Gefühl heruntergeschluckt und bin eiskalt gelieben, in dem ich immer wiederholt habe, dass ich nicht möchte.

Ich … habe mich verletzt gefühlt. Doch dabei habe ich ja gerade ihn verletzt, seine Gefühle zurück gewiesen.


… danach bin ich dann gegangen. Ich habe ihm gesagt, ich weiß noch nicht, ob ich weiterhin Kontakt zu ihm halten werde …



* In diesem Zusammenhang fiel mir sofort wieder ein, wie mein ehemaliger Trans-Mann zu mir meinte, ich würde sein eher weiblichen Gesicht nur lieben weil ich eher eigentlich lesbisch sei. Da fingen natürlich auch wieder all die Zahnrädchen in mir an zu rattern ...

PS: Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass dieser Kerl von meiner TS nichts weiß bzw. ahnt. Allein deswegen hätte es nie klappen können solange er es nicht weiß. Und ich denke ich möchte es ihm auch nicht erzählen. Nie.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Eine Chance

So kurz vor Weihnachten habe ich ein irgendwie fantastisches Geschenk bekommen, eine Chance:

Einen Ausbildungsplatz in der
Gesundheits- und Krankenpflege
in Rheinland-Pfalz
ab April 2011

:D

Okay, hier meine Pro und Contras:

kleines nettes Krankenhaus in einer Kleinstadt
gehört zu einem großen Krankenhausverband, der großflächigen Versorgung
kleine Gruppe von Schülern, die dazu alle in einem Wohnheim wohnen können
die ist allerdings nur ein Teil in großen Klassen mit Schülern aus der Umgebung
das Krankenhaus / die Schule widmet sich in ihrer Aufgabe der christlichen Nächstenliebe
allerdings ist diese katholisch und ich habe Angst vor Konservativismus, wobei das ja nicht im Zusammenhang stehen muss

die Gegend ist hübsch
es ist zentral gelegen und ich habe mehrere Großstädte praktisch vor der Tür
ich kann zu Fuß in die Altstadt und Einkaufen gehen
die Leute dort sind auch nicht übel drauf

leider habe ich dort nicht wie in Dresden 2 Minuten Fußweg bis zum nächsten H&M :( Das ist wirklich traurig, dass ich von da weggezogen bin ^^
dort gibt es nur Busverkehr, was bedeutet, dass ich wohl auch mein Autoli ab und an strapazieren muss. Früher hatte ich die Straßenbahn direkt vor der Haustür, das war nicht schlecht.

Meine größte Angst ist ja, dass ich irgendwie diskriminiert werde. Ich hatte bisher mit der Kirche nicht primär etwas zu tun, geschweige denn mit der katholischen Kirche, und habe da schon Angst. Allerdings glaube ich fast, wäre die Gefahr einer Diskriminierung in einem Uniklinikum oder einem Akutkrankenhaus höher.

Es ist echt total bescheuert, wenn man Diskriminierung ausgesetzt ist, und sich da irgendwie drum herum schlängeln muss, mit der Gewissheit, dass Offenheit Probleme schaffen würde. Ich wünsche so etwas wirklich niemandem!

Ich würde am liebsten jeden, der mich aufgrund dessen als Menschen ablehnt, sofort exorzieren. Ich habe mir auch schon tolle Argumente ausgedacht, warum Gott wollte, dass es transsexuelle Menschen gibt, aber dazu später mehr :3

Sonntag, 12. Dezember 2010

Weihnachtsgefühle ...

... sind für mich im Moment einfach nur nicht-existent.

Als Kind habe ich mich immer auf Weihnachten gefreut und es war die schönste Zeit im Jahr, aber dieses Jahr scheint mir ist alles anders.

Ich sitze zu Hause bei meinen Eltern, weit weg von der Stadt, der Uni und meinen Freunden und bin irgendwie nur noch deprimiert darüber. Ich war die letzten Wochen schon zweimal für Bewerbungsgespräche 1-2 Tage unterwegs und habe mich echt prima gefühlt draußen zu sein, in der Welt, unter Menschen und ich konnte mich leben, was mich fröhlich und glücklich gemacht hat.
Doch ich hatte stets Angst davor wieder nach Hause zu fahren, es ist wie eine Höhle, in der ich ständig mit meiner Vergangenheit konfrontiert bin, wobei ich doch eigentlich nur alles so gerne hinter mir lassen würde und anfangen würde zu leben.

Zum Glück ist die Zeit endlich, die ich hier noch notgedrungen verbringen muss. Sobald ich eine Zusage für eine Ausbildungsstelle bekomme, mache ich mich daran auszuziehen. Ich liebe meine Eltern, echt, aber ich will trotzdem einfach nur raus von hier.

Ich will die Ausbildung, lernen und was zu tun haben, arbeiten.
Ich will die Operation, und bin schon dabei mich seelisch und behördentechnisch darauf vorzubereiten.
Und ich will Liebe, verdammt, ich vermisse das so sehr >.<

Zur Zeit lese ich ja "Jesus liebt mich" von David Safier. Das ist echt ein stimmungsaufheller, aber über Liebe zu lesen macht es nicht gerade einfacher das alles auszuhalten.

Dennoch, mir wäre es am liebsten wenn Weihnachten bis Neujahr einfach nur schon herum wäre und ich mich ins Leben stürzen könnte.

Und fragt mich bitte nicht, warum ich das nicht schon jetzt sofort tue, ich bekomme es im Moment einfach nicht hin >.<





Nightwish - I wish I had an Angel