Ärzte ... =)
Ich hatte wegen meinem Vorgespräch bei Prof. Sohn ganz schönen Stress mit allerlei Ärzten ...
Der Hintergrund war, dass ich für das Gespräch natürlich eine Überweisung brauchte, aber die zu besorgen bis ins unendliche nach hinten geschoben hatte, bis ich am Tag vor dem Gespräch mitbekam, dass an diesem Tag um diese Uhrzeit kein Arzt in meiner ganzen Stadt mehr Sprechstunde hatte! >.<
Deswegen bin ich zur Not dann am nächsten Vormittag zur am besten erreichbaren Ärztin gelaufen ... und es hat auch geklappt mit der Überweisung ... allerdings ... war ich viel zu aufgeregt und viel zu emotional angespannt und viel zu unsicher und voller Scham, dass ich ihr nichts von der Transsexualität erzählt habe ... und also mit einer falschen Diagnose auf dem Ü-Schein nach Frankfurt getigert bin ...
Das war sehr dämlich von mir, muss ich ehrlich sagen ...
In Frankfurt hat mich dann natürlich eine der urologischen Ärztinnen dafür angefahren und mich zur Rede gestellt (es ist ja wichtig um es bei der Krankenkasse abrechnen zu können) ...
Sie war fest überzeugt ich müsste zu mir stehen und offen damit umgehen, denn ich sei ja schon so weit und kann stolz auf mich sein müsste mich nicht verstecken und bla, sie war richtig aufgebracht ... ich dagegen bin überzeugt dass es am besten ist das alles aus meinem Alltag heraus zu halten, wovon sie aber nichts hören wollte ...
Deswegen habe ich dann auch *rot werd* angefangen zu heulen weil ich mich so unter großem Druck gefühlt habe und war mit den Nerven noch mehr am Boden als sie ohnehin schon waren, da mir sowieso schon alles zu viel war...
Gott sei Dank ging es mir aber als mich Prof. Sohn empfangen hatte schlagartig besser und ich ging mit einem freudigen Gesicht aus dem Gespräch heraus.
Nur den Ü-Schein musste ich noch nachreichen ...
Dafür war ich letzte Woche noch bei einem TS-freundlichen Urologen, zu dem ich eigentlich hätte gleich gehen können ... denn ich brauchte ja unbedingt eine Überweisung, da ja das Quartal in wenigen Tagen endet und das Krankenhaus sonst das Gespräch nicht hätte abrechnen können ...
Den Ü-Schein habe ich auch bekommen und per Express ans Krankenhaus geschickt, wo es inzwischen in letzter Minute sozusagen bearbeitet werden konnte. Also hoffentlich, die Sekretärin hat mir nämlich nicht Bescheid gegeben ob es angekommen ist, aber es sollte jetzt alles geregelt sein.
Jedenfalls war der Urologe bei dem ich war sehr nett und hilfsbereit und hat sich gleich angeboten die Nachsorge der OP zu übernehmen...
Zudem war er sehr begeistert von der Tatsache, dass ich hier wo ich jetzt lebe vollkommen unerkannt lebe, d.h. dass niemand in meinem Umfeld von meiner TS weiß, außer natürlich die paar TS die ich kenne, aber nie meinen Freunden vorstellen werde.
Mir tut es auch echt gut, dass es so ist, weil ich so im Alltag mit nichts mehr konfrontiert werde, was quasi Seelenbalsam ist ...
Außerdem fand er es äußerst amüsant dass eine transsexuelle Frau in der katholischen Kirche angestellt ist (die natürlich nichts davon weiß) ;-) ;-)
I'll never ... get to France
Dear boy from France you have decided to be in love with someone else. Believe me, my feelings tell me to hate her over you, and it's hard to believe it all happened.
But go, go in peace, you brought tears enough. I hope it felt good to be liked.
I don't want to hear a thing anymore from you, my life will go on.
Me working in the medicine field freaked you out because of your angst. And you realized you need someone with a less sensitive mind and less problems than I have in life.
Was auf dem Überweisungsschein steht, sollte ja
AntwortenLöscheneigentlich wurscht sein. Ich hatte mal - ausversehen - den Schein für meinen Therapeuten
mit dem für meinen Neurologen verwechselt.
War alles kein Thema... Ich denke prinzipiell
gehts um die Überweisung. Auf der Überweisung
zum Therapeuten steht beispielsweise immer noch
Depression, was aber längst nicht mehr stimmt.
Vielleicht lass Ich das auch mal richtigstellen.
Es sollte halt, wenns geht schon die richtige
Diagnose oder Sachverhalt draufstehen - falls
später Frage aufkommen sollten. Bei der
Überweisung zur Endokrinologin habe Ich dann
schon die richtige Diagnose mitgeteilt.
LG, Katja :-)
Aber Dich deswegen so niederzumachen finde Ich
AntwortenLöschennicht in Ordnung. Jeder Mensch ist verschieden
und hat auch Gefühle, und dass sollte man einfach
respektieren. :-) das ist auch gut so, dass jeder
verschieden ist!
LG, Katja.
Hallo Katja!
AntwortenLöschenschön von dir zu hören :)
Ich denke es ging dort primär darum das Gespräch bei der KK abrechnen zu können und dazu hätten sie wohl unbedingt die Diagnose F64.0 in der Überweisung gebraucht.
Im Nachhinein betrachtet war es ja auch nicht so schlimm, aber es war eben die Tasse die den Topf zum Überlaufen gebracht hat, weil ich so schon unter hoher Anspannung stand ...
Aber weißt du ich bleibe ja trotzdem bei meiner Haltung, zumal es von mir selbst therapeutisch-korrekt so eingerichtet ist, dass eben Alltag und TS-Geschichte strikt von einander getrennt sind, damit ich im Alltag nicht an meine Vergangenheit und alles denken muss.
In Zukunft wird das vielleicht auch wieder integrierter/offener zugehen, das kann ich nicht absehen, aber im Moment brauche ich das einfach um mich ruhig und sicher zu fühlen.
Es funktioniert ja auch, ich habe mich seitdem ich hierher gezogen bin nur ein Bruchteil mal so oft verletzt wie in der Zeit davor und mir geht es psychisch sehr sehr viel besser! Und das hat bei mir die höchste Priorität egal was andere Menschen mir erzählen.
Zur Urologin aus Frankfurt:
AntwortenLöschenSie hat gut reden, dazu stehen trallala wir sind ja alle so freizügig und tolerant. Man hat immer gut reden wenn man das so schön von Aussen beurteilen kann (durchstreich)DARF, ich denke mal das trotz der Konsequenzen die du dadurch haben könntest (ich denke da an sowas wie :"Omg du bist eine Tranny ahhh du hast mich angelogen!") besser damit fahren wirst es nicht Christopher Street Day mäßig zu Kommunizieren. Denn zwischen Aktzeptanz und Toleranz ist ja immer noch ein Unterschied und wer will es schon wirklich darauf ankommen lassen? Es ist einfach kein Thema mit dem man Hausieren möchte oder derzeit sollte, gesetzten falls man möchte sich nicht zu sehr abhängig von der Gnade anderer machen einem doch nicht die Identität zu negieren.
Get to France ist so ein schönes Lied <3
AntwortenLöschenIch finde deine Einstellung, dass du es vor deinem umfeld möglichst geheim halten willst, total verständlich. Leider ist ja nicht jeder tolerant und verständnisvoll... Dass sie dich so angefahren hat, vor Allem da du es ja nicht absichtlich verheimlicht hast... naja, finde ich nicht okay, aber vielleicht war die Dame auch einfach nur gestresst.
Gut jedenfalls, das soweit alles geklappt hat :)
@Anonym: Du hast sehr recht damit, dass es einfach kein Thema ist mit dem du auch normalerweise nicht Hausieren gehst. Ich meine, Außenstehende (Cliché, vor allem Ärzte oder Psychologen) können das einfach sehr schlecht einschätzen, weil sie nicht wissen was in dir vorgeht, gerne alle Probleme die du hast als zu geringe Akzeptanz oder Unschlüssigkeit in der geschlechtlichen Identität interpretieren und einfach denken es besser zu wissen was für dich am Besten ist, weil du ja ach so unsicher bist.
AntwortenLöschenAber die Frage ist doch dann, würden diese Menschen mit einem equivalenten Thema hausieren gehen? Ich meine es geht zumindest mir ganz klar um meine Identität, meine Existenzgrundlage! Und wenn ich als "Transe" behandelt werde wird meine Identität mit Füßen getreten und mir meine Existenz aberkannt, was für mich das allerschlimmste auf der Welt ist. (das mit von der Gnade anderer abzuhängen hast du sehr treffend formuliert!)
Das ist genauso wie wenn ein "normaler" Mensch plötzlich erfährt dass er/sie intersexuell ist, und dann versucht wird ihn/sie dazu zu überreden sich als 3. Geschlecht zu postulieren. Wer, der ein einfaches normales Leben möchte, würde das wollen?
Dazu fällt mir aber noch eine Anekdote ein ;) Als ich letztes Jahr in einer Tagesklinik war meinte das therapeutische Team auch ich solle mich da outen, da ich von Anfang an gesagt habe ich möchte mich den Mitpatienten gegenüber nicht outen, da es meiner Ansicht nach für meine Therapie, die ich da vor hatte das allerbeste ist nicht geoutet zu sein. Das hat natürlich niemand verstanden, ich meine klar ich solle ja auch zu meiner "Identität" (TS ist doch keine Identität!) stehen und das offen in mein Leben integrieren. Sie gingen sogar soweit dass sie mir dazu rieten in einer Bewerbung meine TS-Geschichte zu erwähnen ... dazu hat jeder dem ich das erzählt habe bisher den Kopf geschüttelt, ich meine das ist sowas intimes für mich wie meine Sexualität, und ist absolut irrelevant in (normaler) beruflicher Hinsicht.
Jedenfalls habe ich das therapeutische Team "dazu gezwungen beim Geheimhalten mitzuspielen" (laut ihnen), aber ich hab mich eben durchgesetzt und die Therapie war dafür was ich vor hatte auch ein großer Erfolg so wie ich es vorhergesehen hatte ;) ;)
Ich weiß ich hab einen Dickkopf :D
@VarisVarjo: Ja ich bin mir sicher, dass die Ärztin ziemlich gestresst war... und du hast recht es gibt immer Leute die einen nicht akzeptieren und feindselig gegenüber stehen. Das habe ich sehr deutlich gemerkt als ich mit 2 (deutlich erkennbaren) Transfrauen durch das KH in Frankfurt gegangen bin. Die wurden überall angeschaut, und die Blicke zu sehen, die diese schon gar nicht mehr wahrnahmen, hat mir einen Schauer über den Rücken laufen lassen ... und ich habe gedacht was für ein Glück dass ich wie ein durchschnittliches Mädchen aussehe und mich normal fühlen KANN!!
(Mir ist die Rolle die ich als "Mauerblümchen" (oder auch die der "mysteriösen schönen" :P) spiele viel lieber als die der "aufgetackelten androgynen Transe")
Aber ich muss zugeben, dass ich der Hausärztin ja ganz bewusst die TS verschwiegen hatte, weil ich es emotional einfach nicht über mich gebracht habe. Es war einfacher von einer Hysterektomie zu reden ... *schäm* Aber was die Ärztin in ihrer Akte stehen hat, ist mir ja relativ gleich, da ich da ohnehin nur zum Überweisungen-holen hingehen möchte, oder wenn ich eben mal kleine Wehwechen habe.
Anonym von vorhin
AntwortenLöschenSag mal was hat sich jetzt in dem Gespräch bei Dr. Sohn eigentlich ergeben ? Eindrücke , operations Methoden wie hast du dich behandelt gewühlt? Ich hatte dir schon mal einen Comment zu dem Thema geschrieben. Jetzt wäre ich gespannt was du so erlebt hast im persönlichen Gespräch
Hallo anonym ...
AntwortenLöschenalso ich habe mich ziemlich gut behandelt gefühlt, ich hatte das Gefühl er hat sehr viel Kompetenz auf dem Gebiet, er hat ja auch Erfahrung, ist Chefarzt und bildet sich auch oft weiter bzw. ist bei vielen anderen Ärzten sehr angesehen. (er wurde mir von 2 Ärzten, die viele Operierte kennen, sehr empfohlen worden als bester deutscher Operateur)
Und genau so kam er eben auch rüber. Er hat mir alles sehr genau erklärt, hat aber auch ein bisschen geschwätzelt, wir haben uns auf einem gemeinsamen medizinischen Niveau unterhalten und er war auch sonst sehr offen und zuvorkommend.
Er ist auch sehr genau auf meine Fragen und Wünsche und Sorgen eingegangen und ja ich denke er wird bei mir sehr gute Arbeit leisten können :)
PS: möchtest du auch Details über die OP-Methode wissen? Du kennst bestimmt aber auch die pdf, die er dazu auf der Homepage des Krankenhauses ausgibt? So ungefähr macht er es auch im Moment, wobei er sehr versucht zu optimieren, Risiken zu minimieren und Prioritäten zu setzen, damit alles reibungslos klappt.
ich kann ihn dir also bisher nur empfehlen :) Ich denke es wird alles andere als ein Fehler werden mich ihm anzuvertrauen.