Sonntag, 4. September 2011

Ein Sommernachts(alb)traum?

4 Monate ist es her, dass ich einen Neustart gesucht habe, sowohl örtlich wie auch beruflich. Allerdings entstand daraus innerhalb weniger Stunden ein Albtraum.

Ich möchte und kann das noch nicht ausführlich darlegen, deswegen fasse ich mich hier sehr bündig.


Es war eine für mich persönlich sehr schöne Zeit, aus der ich viel mitnehme und in der ich viel gelernt und mich persönlich weiterentwickelt habe.
Ich bin nicht nur an einen neuen Ort gezogen, habe mich eingelebt, Freunde gefunden und Spaß gehabt, ich habe auch in meiner Klasse viel Unterstützung und Freundschaft aufgegabelt und mich wohl gefühlt, die Arbeit im Krankenhaus ist zwar anstrengend, aber es hat mir Freude bereitet und ich habe gerne geackert.

Doch, anscheinend, bin ich immernoch nicht gut genug. Zwar fühle ich mich heute so lebendig und kräftig und lebensfroh und arbeitsfähig und belastbar wie noch nie in meinem Leben zuvor ... aber es ist leider immer noch nicht genug. Ich muss noch besser, noch stabiler, noch energetischer, noch bla werden, um der Gesellschaft und Arbeitswelt als Erfolg verkauft werden zu können.

Es schien alles ganz okay zu sein, bis zu dem Tag, an dem mir meine Klassenlehrerin mit distanzierten und verständnislosen Augen gegenüber trat und mir am nächsten Morgen die Kündigung überreicht wurde.
Meine Noten entsprachen einem fast perfekten 1ser-Schnitt, meine Arbeitsleistung etwa im 2er-Bereich. Ich hatte ein paar Einreißer, gut, aber bisher habe ich immer aus meinen Fehlern gelernt und nie etwas zwei mal gemacht. Worauf es letztlich aber nicht ankam.

Denn trotz meiner guten Beurteilung, auch seitens der Patienten, hatte ich über die ganze Zeit (natürlich, da ja auch die ganzen Jahre zuvor) psychische Probleme. Nicht mit der Ausbildung, sondern mit mir und meinem "Thema", was aber nichtig war.
So zweifelten sie zuletzt an meiner Belastbarkeit und meiner Berufseignung, was aber dann zu einem "Mangel an sozialer Kompetenz" um-zusammengefasst wurde, wogegen ich natürlich nur Widersprechen kann, immerhin habe ich gefühlt tausend mal mehr Empathie als meine Schulleitung. Aber darauf kommt es ja nicht an.

Ich vermute deshalb einfach nur stark, ich bin ihnen nicht "gesund" genug (deswegen kann ich ja auch nicht meine Berufsunfähigkeitsversicherung aufstocken lassen...) oder sie haben etwas von der TS spitzbekommen (wenn dann eher beides). Anders kann ich mir das nicht erklären.

Jetzt sitze ich jedenfalls wieder bei meinen Eltern und freue mich auf ein Jahr Krank-Spielen. (Und hoffentlich die OP)

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