Donnerstag, 15. Dezember 2011

Traumkalender 2011

Neulich meinte eine gute Freundin von mir, dass mich das Thema Schwangerschaft ja sehr beschäftigen muss, wenn ich so ausgiebig davon träume.
Dabei ist SIE es, die versucht schwanger zu werden, nicht ich.

An Träumen kann man sehr gut stark beschäftigende Themen ablesen, und ich finde es sehr interessant diese zu verfolgen und zu katalogisieren ... Hier ist das:

~Traumtagebuch 2011~

17. Januar, während Kindheits-Therapie
Mir ist in meinen Träumen aufgefallen, dass ich mich wenn ich mich zurückerinnere an meine Kindheit, ich die selben Emotionen spüre die ich damals spürte, wie Verlassenheit, Falschheit, Resignation, aber ich mich dennoch immer nur als Mädchen bzw. die Person die ich in mir drinne war, sehen kann.

19. Januar, nach dem Unterschreiben des Ausbildungsvertrags
Mir fällt auf, dass ich nur in 75% meiner Träume ein Mädchen bin, das irritiert mich. Zudem träume ich von der Arbeit als Krankenschwester, wie seit einigen Monaten später sehr sehr oft.

20. Januar
Ich hatte Angst, um meine Brüste. Sie fühlten sich künstlich und verändert an, dann schwollen sie stark an auf C und wurden rot und schmerzten. Meine linke Brust verwandelte sich dabei in einen Penis und zerfiel in eine Metallstange und einen Plastikschlauch. Die Brust fiel dann in sich zusammen und schmerzte einfach nur höllisch und ich hatte Panik. Dann wachte ich unter Schweiß auf.

3. Februar
Im Traum bin ich 6 Jahre alt. Ich habe mich durchgesetzt und lebe nun als Mädchen. Dabei gehe ich mit meiner Schwester und meinem Vater und Opa zu einer alten Garage, in der alte Dinge von vor einigen Jahren herum liegen und ausgeräumt werden muss.
Ich finde es toll endlich so leben zu können wie ich immer wollte und bin richtig glücklich, dabei finde ich in der Garage viele Dinge, die ich vorher immer haben wollte, aber nie durfte, niedliche Dinge, Schmuck, Kuscheltiere, Poster etc..
Die Garage existierte real aber nie.

3. März
Ich wurde als Mädchen neu geboren, allerdings mit einem kleinen Makel: Einem Elefantenrüssel. Und ich wollte ihn loshaben, doch als Baby konnte ich mich noch nicht artikulieren und war hilflos. Als ich älter war, schrie ich dann meine Mutter an sie soll das entfernen, doch sie redete mir ein, dass das doch gesund sei und normal funktionieren würde und das deshalb kein Arzt der Welt umoperieren würde.
Sie bot mir an es so wegzuschneiden und zückte ein Skalpell, doch ich hatte Angst vor den Schmerzen und wollte das auf diese Weise nicht.
Mit etwa 4-5 Jahren dann realisierte ich aber, dass mich der Rüssel extrem stört und ich lieber eine ganz normale Nase hätte. Doch ich wusste, dass mir niemand helfen würde, da es ja gesund sei.
Dann spürte ich im Traum die selbe Trostlosigkeit und Resignation, die ich real seit ich in dem Alter war immer spürte.

7. März, kurz vor Therapiepause
Ich träume davon ein Kind zu sein (kleiner Junge) und soll etwas für die Schule erledigen, verirre mich aber, wurde abgewimmelt und brach dann verzweifelt in Tränen aus und rannte nach Hause.

19. Mai, nach Beginn der Ausbildung
Ich schlafe in einem riesengroßen mit roter Bettwäsche verzierten Bett ein, über dem ein großes Gemälde mit vielen Männern in Mönchsgewändern hängt. Als ich aufwache, ist mir übel und ich spüre in mir dass ich schwanger bin. Meine Emotionen explodieren und ich rufe meine Mutter herbei und falle ihr in die Arme.
Doch dann drehe ich mich zu dem Gemälde über mir und erschrecke bei dem Anblick, wie ich darauf nackt in der Mitte zwischen den Mönchen liege, mit einem Baby im Arm.
Als ich dann wirklich aufwache, ist mir tatsächlich übel.

9. Juni
Ich bin einige Jahre älter und plane eine Familie. Deswegen besichtige ich einen modernen Kindergarten, dessen Portfolio mit vielen neuen und alternativen Spiel- und Lernangeboten frisiert ist. Dabei tauche ich in die Welt der Kinder ein und erlebe den Kindergarten als einen einzigen sehr fantasievollen Spielplatz, auf dem die ganze Kreativität und Fantasie entfaltet werden kann.
Das spricht mich sofort an.
Danach träume ich wie wir auf der Station richtig viel Spaß haben.

9. Juni, Nachmittagsschlaf
Ich träume von einem Date, das kurz bevor stand und träume symbolisch davon, dass er mich verletzen wird.
Das Date war schön, aber einmalig.

13. Juni
Nun träume ich davon Gefühle für jenes Date zu haben, dass es falsch war wegzugehen.
Aber er ging, nicht ich. (Wie immer)

17. Juni, nach Vorgespräch zur GaOP
Ich habe mit meiner Klasse (Krankenpflegeschule) Sportunterricht und versuche meine Genitalien zu verstecken, doch es gelingt mir nicht egal was ich versuche.
Ich bekomme Panik, und wache schweißgebadet auf.

18. Juni
Ich wollte über den Rhein hinüber springen. Ich stand in Koblenz, auf der einen Rheinseite und nahm immer und immer wieder Anlauf und sprang, landete aber immer im Wasser, bis ich es aber letztlich schaffte die andere Seite zu erreichen.
Danach träume ich sehr intensiv geoutet als "Transe" zu leben, in der Pflegeausbildung, mit vielen Tiefs, Verzweiflung und Selbstmordgedanken. Immer wieder werde ich verkannt und diskriminiert. Wobei ich letztlich aber akzeptiert werde, was mich sehr freut.
Danach träume ich davon mit einer Mitschülerin nach Hause (Wohnheim) zu fahren, allerdings fahren wir nach Polen, wo wir uns verfahren und Spanisch gesprochen wird, dann finden wir aber doch noch die Autobahn nach Dresden, wobei kurz davor eine Abfahrt nach Koblenz ist und wir sind kurz darauf zu Hause.
Danach träume ich davon, dass mein toter Opa psychotisch ist und versucht unsere gesamte Familie zu töten. Ich entdecke eine Bombe in meinem Wohnheimzimmer, schaffe es aber noch gerade so aus dem Gebäude zu rennen, bevor es detoniert.
Ich lande in den Armen eines Mitschülers, der sich schützend vor mich wirft.

25. Juni
Ich hatte eine halbe GaOP hinter mir, bei der nur einige Dinge verändert wurden, nicht alle. Ich lag sexuell erregt im Bett, aber spürte, dass diese halbe OP nicht ausreicht, um mich zufrieden und glücklich zu stimmen. Ich hatte keine Schmerzen mehr, aber dennoch ein starkes Missempfinden, und sehnte mich nach der richtigen OP.
Danach wurde ich von einem Mitschüler sehr offensichtlich vor der ganzen Klasse angebaggert. Das war mir peinlich, aber es hat mich auch gefreut.

13. Juli
Ich masturbierte zusammen mit zwei schwulen Kerlen, allerdings war zwischen uns dabei ein Unterschied wie Tag und Nacht. Seltsamerweise hatte ich sowohl männliche wie weibliche Genitalien.

29. Juli
Ich träume davon mit meiner Klasse auf Klassenfahrt zu sein und mit allem gemeinsam Baden zu gehen. Ich habe sogar einen Bikini dabei, aber ich traue mich nicht den anzuziehen wegen meiner Genitalien, also rede ich mich heraus.
Auf der Rückfahrt werde ich von einer Wespe verfolgt und wache schweißgebadet auf.
Im September dann bin ich aber tatsächlich im Bikini baden gegangen und es war wirklich toll!

31. Juli
Ich gehe mit einer Patientin in meinem Alter zu einer abdominalen Sonografie, weil diese unter Ovarialinsuffizienz leidet. Die Ärztin erklärt der Patientin dabei genau was dies ist, und wodurch das ausgelöst wird und zeigt dabei die Ultraschallbilder.
Dabei denke ich, das ist ja genau wie bei mir!
Aus Angst mich zu outen habe ich wenige Tage zuvor die Diagnose primäre Ovarialinsuffizienz erhalten.

9. August, nach Abbruch der Ausbildung
Ich treffe mich mit meinem besten Freund aus der Schule, wir gehen freudig auf einander zu und begrüßen uns herzlich. Doch dann schaut er mich sehr irritiert an und wird knallrot. Ich schaue an mir herab und stelle beschämt fest, dass ich oben ohne vor ihm stehe. Schnell verschränke ich meine Arme und ziehe mir was über.
Meine Brüste hatten da mindestens ein B!

10. August
Ich hänge mit den Mädels aus meiner Klasse herum und wir trinken zusammen Alkohol, rauchen (sogar ich in vollen Zügen!) und machen uns schick.
Dabei hab ich noch nie geraucht ...

22. September, während des Urlaubs
Ich bin frisch operiert und meine Genitalien sind noch sehr geschwollen. Es ist komisch so zu gehen, aber ich bin über über über glücklich. Und grinse die ganze Zeit nur.

29. September
Ich träume davon einen kleinen Sohn zu haben, er ist soooo niedlich und knuffig und ich könnte ihn den ganzen Tag nur an mich drücken.

7. Oktober, nach Erhalt der Kostenzusage
Im Traum benutze ich Tampons. lol?

8. Oktober
Ich betrachte mich immer und immer wieder im Spiegel und finde mich von allen Seiten und Posen hübsch und schön. Ich fühle mich mega glücklich. Und vor meiner Türe wartet mein bester Freund aus der Schulzeit.
Zudem lasse ich einen Verehrer aus Island abblitzen.

19. Oktober
Ich reise zusammen mit Freunden von der Uni mit einem Kreuzfahrtschiff nach Japan. Dort gehe ich shoppen und begegne in einer Boutique einer jungen Mutter.
Das Baby ist zuckersüß und ich bekomme Sehnsucht.

20. Oktober
Im Traum spüre ich meine Genitalien nur noch sehr gedämpft. Das fühlt sich sehr komisch an.

4. Dezember
Ich bin Mutter und habe ein süßes Baby. Doch ich bin beim Arzt, der vor mir steht und mir mit klaren Worten mitteilt, dass ich eine unheilbare ansteckende Krankheit hätte, dabei denke ich an Hepatitis C, und ich mich deswegen nicht mehr um mein Baby kümmern dürfe, weil ich es anstecken könnte.
Dabei zerbricht mein Herz.
Danach träume ich wie ich um ein Grundstück in Chemnitz schleiche, in dem meine Eltern mit mir als Baby vor über 20 Jahren gewohnt hatten. Immer wieder flackern Bilder von damals dazwischen und ich sehe das Grau, den Schmutz. Ich fühle mich sehr nostalgisch und komisch geborgen und sehr seltsam.
Ich kann dieses Haus allerdings nicht identifizieren, es scheint mir eher eine Illusion.


Leider habe ich hier und da Lücken, ich hatte noch weitere intensive Träume, die ich aber leider nicht aufgeschrieben habe und mich nun nicht mehr an das Datum erinnern kann, wann ich das geträumt habe ... (witzigerweise aber an die Träume ...)
Aber ich bin gespannt auf 2012, und gelobe Besserung ...


Ich habe ein schönes Video gefunden, dass meine Gefühle zum Thema Schwangerschaft sehr gut widerspiegelt ... (MRKHS)

2 Kommentare:

  1. Woah, das ist total spannend! Schreibst du deine Träume immer auf wenn du dich an sie erinnern kannst? (Außer die, wo du das Datum vergessen hast, wie du erwähntest?) Sollte ich vielleicht auch mal machen, sowas kann schon interessant sein.
    Man merkt wirklich dass es dir im Laufe des Jahres immer besser ging, finde ich. Die Themen ändern sich zwar, aber inhaltlich und vom Ablauf erscheinen mir die späteren Träume weitaus weniger bedrückend, weiß nicht ob das beim Träumen auch so der Fall war... :)

    Ich träume immer sehr intensiv... ich rieche, schmecke, fühle als wäre es real. Nur ist mir mal aufgefallen - ich glaube ich höre in meinen Träumen nicht. Zumindest nicht bewusst. Ich kann mich nach einem Traum zwar erinnern, was zB eine Person gesagt hat, aber nicht mit welcher Stimme und ob da überhaupt eine Stimme war.
    Ich kann mich erinnern, ich hab auch mal geträumt schwanger zu sein, aber für mich war es entsetzlich. Das Gefühl alleine schon hat mich extrem angewiedert, und ich hab nur geweint weil ich es nicht wollte... Das war zu ner Zeit wo ich irgendwie unterbewusst Angst hatte schwanger zu werden und dadurch meine Zukunft (Studium usw) zu "verbauen", vermute ich mal.
    Und einmal, da hab ich geträumt ich wäre ein Mann und würde eine Frau beschützen. Irgendwie mochte ich den Traum, es war ein sehr interessantes Gefühl =)

    Hach, Träume faszinieren mich total, ich könnte ewig über das Thema reden XD

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  2. Ohja, träumen fasziniert mich auch sehr, es ist viel spannender als Fernsehen gucken XD
    (Die Geschichte mit dem Elefantenrüssel ist wie ein Spiegel meiner frühen Kindheit)

    Ich denke ja, du träumst immer von den Dingen, die dich im Moment unbewusst sehr beschäftigen und verarbeitest diese dadurch.
    (Während einer intensiven Therapie hab ich daher die "krassesten" Träume...)
    Gerade wenn ich davon träume schwanger zu sein, bearbeite ich denke ich damit den Verlust meiner Fruchtbarkeit... es macht schon einen Unterschied wenn du von vorne herein weißt nicht das erleben zu können was die allermeisten Frauen erleben könn(t)en.
    (Schau dir mal dieses Video dazu an: http://www.youtube.com/watch?v=M15_V1QV9AM&feature=related)

    Und ja, es ging mir im Laufe des Jahres immer besser, und ich hoffe das setzt sich nächstes Jahr so fort :)

    Was aber besonders interessant ist, ich werde gerne mal von Wespen, Hornissen etc. verfolgt xD Das ist mega gruselig und ich hab richtig Panik im Traum ... das hätte ich aber definitiv auch wenn mir so ein Teil real zu nahe kommt xD

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