Donnerstag, 3. Mai 2012

Mein Leben ist furchtbar, die n-te

Nein, es geht nicht um Enten. Auch wenn Enten furchtbar süß sind und einfach herzzerreißend quaken können!

Mein Leben versinkt mal wieder im Chaos und ich fühle mich mal wieder so komplett überfordert von allem, dass ich am liebsten psychotisch werden oder ne kleine Packung Schlaftabletten nehmen möchte.
Es ist beides doof, aber ersteres würde wenigstens zu meiner Verrücktheit passen *hust*

Fragt mich bitte nicht, wieso ich diese Angewohnheit habe, ständig irgendwelche Zusammenbrüche zu haben, und wieso ich dann immer den Drang verspüre etwas zu zerstören (im Zweifelsfall mich selbst) ...

Ich versuche mal zusammen zu fassen, wieso es mir so geht ...
  • Die OP-Heilung treibt mich in den Wahnsinn. Ich kann warten und warten, die Schwellungen und Schmerzen deswegen gehen einfach nicht zurück. (Sondern werden z.T. irgendwie mehr) Und ich kann nichts dagegen tun.
  • Zum Arzt kann ich nicht weil doof und Outing und dann müsste ich meine sozialen Phobien überwinden und am Ende würde ich eh nur dasitzen und er würde sagen, müssen wir abwarten. Na super, soviel weiß ich auch selbst!
  • Ich müsste auch so mal zum Hautarzt wegen Akne. Die hab ich auch schon seit >10 Jahren und bekomme sie mit keinem mir bekannten Mittel weg. Und an Antibiosen komme ich nicht heran. Die Arztsache ist hier das gleiche Schema in Grün.
  • Gestern abend ist mein Vibri, den ich immer nehme, freckt und das ist sowas von bescheuert, weil alle anderen doof und blöd sind.
  • Gestern ging es mir sowieso schon dreckig. Wegen der Therapiesitzung. Danach gehts mir immer mies, aber das Fass, dass ich gestern aufgemacht hab, das überfällt mich in so einer Intensität wie ich das von keinem anderen Fass kenne ... )':
  • Ich muss die ganze Zeit nur heulen und hab schon ganz verquollene Augen
  • Eigentlich hatte ich Pläne für die Woche und überhaupt, auch mit Freunden was machen, aber .... ich kann nicht! :(((
  • Dazu muss ich mich für ein Studienplatz bewerben, und bekomme da vollends die Krise! Ich würde gerne in Psychologie hinein, aber irgendwie ist das total aussichtslos, und dann darf ich mich ja auch nur für ein Fach je Uni bewerben und muss da dann auch noch Zeug hinschicken, z.T. mit beglaubigten Kopien, die ich mir erst aufwändig besorgen müsste wo ich wieder >>> soziale Phobie :(
  • Und überhaupt, am Ende schaff ich das Studium eh nicht, und für andere Fächer keine Ahnung müsste ich mich auch derart bewerben oder nehme dann doch ein NC-freies, die aber irgendwie alle blöd sind oder technisch, was mir nicht so liegt und keine Ahnung.
  • In Liebesdingen könnte es auch nicht besser laufen.
  • Und eigentlich wollte, oder so, ich noch eine Traumatherapie machen, das Fass hab ich jetzt immerhin aufgemacht (Sport Trauma) ... aber wenn ich das angehe, werd ich bestimmt für so 2 Wochen mindestens komplett im Eimer sein, und dann gehen die andren Dinge, die ich machen müsste, erst recht nicht.
  • Das Ding ist, ich hab nen Schnupperkurs in Kickboxen gemacht, und das hat mir wirklich gut gefallen! Aber ... sobald irgendwelche Bälle oder Gruppensportspiele ins Spiel kommen, fang ich an total am Rad zu drehen. Am liebsten würde ich jedesmal heulend wegrennen. Und hab Angst und Panik, vor Bällen, vorm Getroffen-werden, fühl mich sofort schikaniert (sehr unrealistisch!) und überhaupt.
  • Und ich will das nicht!! :( Ich will Freude daran haben mich zu bewegen, frei sein, aber alles was ich kann ist heulen heulen heulen. Es ist einfach unverantwortlich von Schulen und Lehrern zuzulassen, dass ein Kind derartige Traumata in der Schule entwickelt. Aber nein, alles was passiert ist noch mehr Schikane und niemand der einen versteht. Super. Ich bin ja auch sowas von gestört. Dabei bin ich nur hochsensibel, mehr nicht!!! Und das ist nicht schlimm, das ist schön! :(( Nur weil andere Menschen das nicht sind, und ich sowieso immer nur ausgegrenzt wurde, gibt es für sowas trotzdem sowas von 1000%ig keine Rechtfertigungen!!
  • Außerdem sagen mir halt auch alle Leute, ich muss das alles selbst machen und mich selbst kümmern und überhaupt.
  • Aber: Ich kann das nicht alleine!! :(
  • Und ich bin genauso wenig irgendwie unfähig!! Nur weil ich jetzt keine riesengroße Robustheit habe, macht mich das nicht zu einem minderwertigen Menschen, den man nach Lust und Laune runterdrücken kann! :(
Aber :( Was soll ich nur tun?? :o((((

Manchmal will ich mich einfach nur noch weg.

Und ich werd das jetzt auch alles wegdrücken! Und nichts tun! Ich kann den Berg nur Stück für Stück bearbeiten, aber ob ich das alleine schaffe, das bezweifle ich auch ...


Das Leben ist mies! :/

... und ich fahre jetzt gleich zu ner Freundin. Frust-Schoki futtern :(((

4 Kommentare:

  1. Ach, das klingt ja gar nicht gut :(
    Hast du denn keinen in deinem Freundeskreis mit dem du über sowas reden kannst und die dir vllt helfen können? Gerade bei den Arztphobien hilft es oft wenn man zu einem Arzt geht der einem empfohlen wurde, wo zB ein Bekannter oder Freund vorher einschätzen kann wie der reagieren würde.
    Du musst das alles ja nicht alleine schaffen :) Du musst nur den Mut aufbringen um Hilfe zu bitten, dabei ist das ja nichts schlimmes! Zum Thema Uni kann ich dir nur sagen... versuch es zunächst mit schreiben, E-Mail oder so, das ist immer am leichtesten. Wenn es auf dem Wege nicht klappt gewisse Dokumente anzufordern etc, dann telefonisch. Schreib dir vorher alle wichtigen Punkte auf die du sagen willst, mach dir Notizen wenn etwas wichtiges gesagt wird! So ein "System" an dem man sich festhalten kann hilft dass man weniger nervös ist. Vielleicht musst du nicht mal persönlich irgendwo hin!
    Und dass du irgendwas nicht schaffst dass du dir vornimmst, nun, das bezweifle ich :) Zumindest probieren solltest du es, und dann kann man ja immer noch weitersehen, oder?

    Kopf hoch... solche Zeiten gehen auch wieder vorbei, und wenn man Freunde hat die einem beistehen, dann doch umso schneller :)

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  2. >_< Dass hört sich ja ganz schlim an.
    So viel ich weiß, müsste es schon alles verheilt sein. o_o
    Hoffentlich haben die Ärzte keinen Fehler gemacht bei der Operation.

    Wen ich viel fettige Lebensmittel zu mir nehme, bekomme ich auch Akne.
    Vielleicht hilft es, wenns du weniger fettige sacchen zu dir nimmst.^^ *Schoki hat viel fett*
    Mir hat es geholfen.

    Cora, wenn du in 1-2 Monaten die Schmerzen usw nicht weggehen, würde ich nochmal mit dem Arzt sprechen der dich operiert hat <_<!

    LG Sandra

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  3. Hi Sandra!

    Danke für den Kommi <3

    Mir gehts schon etwas besser :)
    Nur manchmal überkommt es mich derart und dann falle ich sehr schnell sehr tief .... :(

    Von alles verheilt kann aber nicht die Rede sein, und eigentlich Bedarf es für die inneren Wunden auch gerne 2-4 Monate, ehe sie abgeheilt sind.
    Das Problem wird einfach eine Wundheilungsstörung sein, die sich mit der Zeit schon geben wird. Selbst wenn ich die Nach-OP nicht schon nächsten Monat machen lassen kann, so kann ich ganz gut damit leben schätze ich.

    Die Akne geht auch im Moment schon wieder etwas zurück, weil ich meine Östrogen-Dosis erhöht habe und die Bakterien mit Desinfektionsmitteln systematisch ausräuchere xD
    Aber es ist ein ständiges Auf und Ab.

    Mitte Juni bin ich dann auch wieder in Frankfurt, wo sich der Professor alles genau anschauen kann. Ich sollte mir also keine Panik machen :'D

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  4. Hallo CoraCora / majou / Nellie ... !

    Da komm ICH jetzt ziemlich ins straucheln *g*.

    Also ich hab jetzt einige Zeit gebraucht um Deinen tollen Blog durch zu ackern. Also so manches hab ich dann nicht kapiert aber das ist auch von TS zu TS eben sehr verschieden - es gibt viele Wege die wir gehen können aber das Ziel ist das gleiche - aber es tut gut auch die vielen Gemeinsamkeiten hier wieder zu finden. Ich hab zwar keine sozialen Phobien (im Gegenteil. Beim Outing war ich immer schon seeehr progessiv) aber ich denke, dass Du Dir trotzdem zuviel zumutest. Hm...falsch beschrieben...: ich denke, Du machst Dir zuviele Gedanken! Ich hab und hatte nie Probleme, mich zu outen und bin als Kind auch im Rock und geschminkt mit 14 alleine zum Zahnarzt (war mir egal ob der Arzt das meinen Eltern erzählt oder nicht denn die kannten ja meine "Phase") und ich hätte auch null Probleme, einen Hautarzt aufzusuchen selbst wenn wie bei mir immer noch MÄNNLICH mit männlichem Vornamen auf allen Dokumenten steht.

    Was andere denken, ist scheiß egal. Und Ärzte sind da um Dir zu helfen. Und ich denke vor allem Ärzte zerreissen sich nach Deinem Besuch weder lautstark noch "innerlich" das Maul über unser eins.

    Das mit den OP-Folgen: ich hab schon gehört dass man nach 3 Monaten immer noch Schwellungen usw hat. Das ist meiner Ansicht nach immer noch im Level. Dein Körper hat mehr zu tun als sich "nur" daran zu gewöhnen eine größere Wunde abheilen zu lassen. Dein Körper ist immer noch im Hormonstress und die Psyche wirkt sich ungemein auf die Wundheilung aus. Du solltest Dich einfach nur freuen am Ziel zu sein, Deinen Körper lieben und Dir bewusst sein, dass auf Euch beide 50 wunderbare weibliche Jahre warten. Du solltest Deine Sozialphobien nicht ernst nehmen sondern einfach nur das leben was Du bist: das Leben einer hübschen intelligenten und neugierigen Frau. So wie Du Dich fühlst, so nehmen Dich die Leute wahr und so wirst Du dann auch behandelt.

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