Erst eine, dann zwei, dann viele –
klare Tränen rinnen über meine linke Wange.
Ein kleiner Bach findet seinen Weg über meinen Nasenrücken
und vereint sich mit der zweiten Quelle reinen Gefühls.
Ich kann mit ihnen sehen, den zwei glasklaren Pupillen,
die verschwimmend ihrer Umgebung lauschen.
Die Feuchte auf meiner Haut vermischt sich bald mit Hitze –
und zurück bleibt ein kühler Film.
Es kommt mir vor, als pumpe mein Herz Wasser statt Blut,
und doch hämmert es in meiner Brust als gäbe es kein Morgen mehr –
als würden die Tränen meine Schmerzen lindern
und für einen Moment meinen Geist in schluchzender Ruhe geleiten.
Dann ist mir kalt, das kann ich fühlen auf meiner Haut,
ein Schmerz und Wohlgefühl, ich habe mich gedreht,
die Arme fest um mich geschlungen –
mein Herze haltend, dass es mir nicht entschwindet.
Kreise fliegen in meinem Kopf, bis die Quellen versiegt sind
und einen rauen Geschmack auf der Zunge belassen,
da freue ich mich über meine Gefühle,
über das Leid, das Leid und die Freude, die ich jahrelang nicht kannte.
Die Tautropfen.
© C, 9. Dezember 2009
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