Samstag, 12. Februar 2011

in Kürze – I met a man

Ich hatte mich gerade eben mit einem Kerl getroffen … von dem ich eigentlich wusste, dass er auf mich steht, den ich auch nett fand, aber trotz seiner mir doch schon instinktiv bewussten Gefühle, nur Interesse für eine Freundschaft hatte – ohne Sex.

Nun allerdings, eigentlich hätte ich es ja von vorne herein wissen müssen oder zumindest berücksichtigen … aber naiv wie ich bin hab ich mich trotzdem mit ihm getroffen.

Es war auch zuerst ganz okay, es ist ganz nett sich mit ihm zu unterhalten, auch wenn es, da er Ausländer ist, irgendwo anstrengend ist. Er hatte sogar etwas für mich gekocht und ist auch sonst eher wie ein Franzose als ein typisch muslimischer Algerier. Doch gerade wegen seiner Kultur, dem Islam und seiner Weltsicht fand ich es interessant mit ihm Gespräche zu führen.

Jedoch, kam es so, wie es eigentlich kommen musste und er fing an mich anzumachen, also anzufassen und mich darum zu bitten mit ihm zu schlafen. Da stand bzw. saß ich dann schon ganz schön bedröppelt da, und musste überlegen wie ich da nur schnellstmöglichst wieder heraus komme. Denn ich wollte nicht mit ihm schlafen, und ich wollte im Gegensatz zu ihm auch keine Beziehung anfangen, zumal ich da auf Grund seiner islamischen Abstammung auch so meine kulturellen Bedenken habe, ob ich ihn überhaupt verliebt erleben möchte. Außerdem ist er vom Aussehen überhaupt nicht mein Typ, er sieht für meinen Geschmack viel zu männlich aus*.

Jedenfalls begleitete mich dort ein Gefühl des Unbehagens ob des unklaren Ausgangs, des Ekels vor ihm, meiner Angst vor Sex, mein Unbehagen gegenüber Berührungen, die Neugierde auf das was passiert, meine Angst und mein Unbehagen meinen Körper betreffend, die angenehme Wärme seiner Hände, diese leichte Erregtheit, meine trotzdem momentane sexuelle Unlust, die Röte in meinem Gesicht, mein ratterndes Gehirn, … .
Und … mir war zum weinen zumute.

Aber da ich weiß, dass wenn ich weine, dass dann immer etwas in mir aufbricht und sich nach Liebe und Nähe sehnt, habe ich das Gefühl heruntergeschluckt und bin eiskalt gelieben, in dem ich immer wiederholt habe, dass ich nicht möchte.

Ich … habe mich verletzt gefühlt. Doch dabei habe ich ja gerade ihn verletzt, seine Gefühle zurück gewiesen.


… danach bin ich dann gegangen. Ich habe ihm gesagt, ich weiß noch nicht, ob ich weiterhin Kontakt zu ihm halten werde …



* In diesem Zusammenhang fiel mir sofort wieder ein, wie mein ehemaliger Trans-Mann zu mir meinte, ich würde sein eher weiblichen Gesicht nur lieben weil ich eher eigentlich lesbisch sei. Da fingen natürlich auch wieder all die Zahnrädchen in mir an zu rattern ...

PS: Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass dieser Kerl von meiner TS nichts weiß bzw. ahnt. Allein deswegen hätte es nie klappen können solange er es nicht weiß. Und ich denke ich möchte es ihm auch nicht erzählen. Nie.

1 Kommentar:

  1. Zu lernen, mit solchen "Avancen" umzugehen, gehört leider dazu (erwachsen zu werden).

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