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| Hourou Musuko: Yoshino und Shuuichi, beide transident.* |
Ihr könnt euch den Anime hier* anschauen/herunterladen.
Mein erster Eindruck des Animes war ein wenig gemischt. Der Opening-Song trifft überhaupt nicht meinen Nerv und ich war zuerst ein wenig geschockt, weil ich ihn für etwas unpassend hielt. Als dann aber die Story anfing sich auszufalten, stieg meine Laune wieder an.
Es ist nicht nur bei Büchern so, dass diese oft besser sind als ihre Verfilmungen, sondern oftmals auch bei Manga. Und wer mit großen Erwartungen an etwas heran geht, wird auch oftmals enttäuscht werden. Deswegen habe ich abgeschaltet und bin dem Anime mit Genuss gefolgt.
Zuerst muss ich benennen, dass die Story des Anime nicht am Anfang des Mangas beginnt, sondern mit dem Ende des vierten Manga-Bandes. Dies hat zur Folge, dass der Zuschauer sofort in die Geschichte hinein geworfen wird, ohne eine Einleitung zu den Charakteren oder der Thematik Transidentität/Transsexualität bekommt. Ich glaube dies kann einige Zuschauer verwirren, und die Handlung etwas wirr erscheinen lassen.
Auf der anderen Seite aber ist der Abschnitt der Manga-Serie, der zu dem Zeitpunkt betreten wird, äußerst spannend und gut gewählt. Ich glaube, wenn man den Beginn des Mangas verfilmen würde, bräuchte man eine ganze zusätzliche Staffel.
Was mir desweiteren nicht gefällt ist die Synchronstimme von Shuu, der Hauptdarsteller(in). Es ist nicht nur so, dass sie recht Jungenhaft wirkt, sondern auch Schreie und Heulkrämpfe deswegen für mich nicht glaubhaft rüberkommen.
Vielleicht ist meine Kritik daran aber auch nur so stark, weil ich ein Problem damit sehe, da ich mich sonst ganz gut mit Shuu identifizieren kann, aber selbst einige kleine Problemchen mit meiner Stimme habe, und der Anime mich schmerzhaft daran erinnert.
Dafür hat aber Yuki, eine transsexuelle Frau, eine wunderbare Stimme bekommen.
Dennoch blicke ich mit Hoffnung auf die weiteren Folgen des Animes. Ich hoffe, dass sich das anfängliche Informations-Chaos ein wenig glättet und die Gefühle der einzelnen Charaktere stärker dargelegt werden. Wobei ich aber anmerken muss, dass die Geschichte von vielen Informationen lebt, da sie sehr vielschichtig ist. Deswegen ist es auch so schwer, sie umzusetzen und allein das rechne ich hoch an.
Außerdem ist es rar, dass diese Thematik in dieser auf die Gefühle der betroffenen Personen ausgerichteten Weise den breiten Massen nahe gebracht wird. Darüber freue ich mich sehr und erhoffe mir dadurch eine weitere Öffnung der Jugend dieser Problematik gegenüber.
Ob der Manga/Anime aber jemals nach Deutschland kommt, das ist fraglich.
Letzte Woche habe ich einen neuen Anime entdeckt, der mir richtig gut gefallen hat: Aishiteruze Baby (Ich liebe dich, meine kleine)
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| Aishiteruze Baby: Kippei mit Yuzuyu im Arm.* |
Ihr könnt euch den Anime wieder hier* anschauen/herunterladen.
Dieser Anime ist in die Genre Drama, Comedy, Romance und Slice-of-Life einordbar. Es ist desweiteren ein Shoujo-Anime und ist ebenfalls dementsprechend gezeichnet.
Es geht in der Story um den Kerl Kippei, der eher ein Taugenichts, Faulenzer und nebenbei ein großer Mädchenschwarm ist. Er tut den ganzen Tag nichts anderes als im Unterricht zu schlafen und nach der Schule mit immer wieder anderen Mädchen Spaß zu haben.
Er ist der Typ, der alles auf die leichte Schulter nimmt. Doch eines Tages geschieht etwas, was sein Leben mit einem mal auf den Kopf stellt:
Seine Tante ist wegen psychischen Problemen verschwunden und hat ihre 5 Jahre alter Tochter zurückgelassen! Doch in der Familie hat niemand die Zeit sich richtig um die kleine Yuzuyu zu kümmern, und so bekommt Kippei nun einen Auftrag:
Er muss sich um die kleine Yuzuyu kümmern! Sie in die Vorschule schaffen, ihr Frühstück zubereiten, mit ihr Spielen und auch sonst voll und ganz "Mama" für das kleine Mädchen spielen.
Dass das keine leichte Aufgabe ist, wird schnell klar. Kippei muss umdenken und sich selbst zu einem ernsten Leben erziehen, um sich um Yuzuyu kümmern zu können.
Dabei kommt ihm zu Gute, dass Yuzuyu ein gut erzogenes fröhliches Mädchen ist und Kippei schnell Gefallen an ihr findet.
Der Anime ist spannend gestaltet, total niedlich und manchmal echt witzig. Gleichzeitig ist er aber auch ernst gestaltet, dreht sich um die psychischen Probleme der einzelnen Charaktere und bietet zu guter Letzt noch eine wunderschöne Romanze. Alles in allem finde ich den Anime sehr sehenswert!
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Ich fand den Anime richtig schön!
AntwortenLöschenDanke für den Tipp, Cora!